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VorberichteBonn erwartet Hamburg: Wird weiter überrascht oder besser gestartet?

17. September 2026
Die Telekom Baskets Bonn blicken zufrieden auf die vergangene Saison zurück: Ihr vierter Platz war neben den sehr erfolgreichen Spielzeiten von Meister Berlin, Pokalsieger Bamberg und Playoff-Teilnehmer Trier die größte Überraschung. Eine erneute Halbfinalteilnahme und ein Duell mit dem FC Bayern Basketball (das 2025/2026 mit 0-3 endete) würden die Rheinländer sicher mit Kusshand nehmen. Die Veolia Towers Hamburg dagegen haben keine guten Erinnerungen an das erste Saisondrittel der letzten Spielzeit, in dem die Nordlichter wettbewerbsübergreifend 19 Spiele (!) auf ihren ersten Saisonsieg warten mussten. In unseren Team-Previews gibt es zudem ausführliche Informationen über Bonn und Hamburg vor dem Saisonstart in der easyCredit BBL.

Die besondere Brisanz: Die Telekom Baskets Bonn blicken zufrieden auf die vergangene Saison zurück: Ihr vierter Platz war neben den sehr erfolgreichen Spielzeiten von Meister Berlin, Pokalsieger Bamberg und Playoff-Teilnehmer Trier die größte Überraschung. Eine erneute Halbfinalteilnahme und ein Duell mit dem FC Bayern Basketball (das 2025/2026 mit 0-3 endete) würden die Rheinländer sicher mit Kusshand nehmen. Die Veolia Towers Hamburg dagegen haben keine guten Erinnerungen an das erste Saisondrittel der letzten Spielzeit, in dem die Nordlichter wettbewerbsübergreifend 19 Spiele (!) auf ihren ersten Saisonsieg warten mussten. In unseren Team-Previews gibt es zudem ausführliche Informationen über Bonn und Hamburg vor dem Saisonstart in der easyCredit BBL.

Status Quo: Zumindest im Pokalwettbewerb mussten die Towers nicht lange auf das erste Erfolgserlebnis warten: Gegen hoch eingeschätzte ROSTOCK SEAWOLVES glückte am Wochenende ein überzeugender 90:81-Erfolg. Den Bonnern gelang ihre Generalprobe vor dem Saisonstart mit einem 81:74-Heimsieg gegen Nanterre. Das letzte Testspiel der Rheinländer lockte übrigens knapp 5.300 Zuschauer in den Telekom Dome.

Duell im Fokus: Im ersten Pflichtspiel der Saison avancierte Hamburgs Neuverpflichtung Noah Thomasson auf Anhieb zum MVP des Spieltages. Mit 27 Punkten, vier Rebounds und zwei Assists führte er die Türme zum Pokalsieg über Rostock. „Es war echt ein anstrengendes Spiel. Es war ein ganz anderer Spielstil, als ich ihn bisher in meiner Karriere erlebt habe. Es war sonst meist deutlich langsamer. Aber seit dem ersten Tag hier sprechen wir über Tempo, Tempo und Tempo. Ich denke, ich kann mich daran gut anpassen und versuche jeden Tag die beste Version meiner selbst für das Team zu sein“, gab Thomasson hinterher zu Protokoll. Ihn nicht wieder heißlaufen zu lassen, dürfte unter anderem die Aufgabe von Joel Aminu sein. Der Guard, der im erweiterten Kreis der Nationalmannschaft steht, ist defensiv das, was man gemeinhin als „Klette“ oder „Wadenbeißer“ bezeichnet. Zur kommenden Saison dürfte es Aminus Anliegen sein, seine Dreierquote zu verbessern: 2025/2026 lag sie lediglich bei 27,9 Prozent.

Kochs Nachschlag: Unser Kolumnist Stefan Koch hat sich damit beschäftigt, was uns für eine Saison erwartet. In der jüngeren Vergangenheit war die easyCredit BBL die Liga der Sieger aufgrund des WM- und EM-Titels, es gab die Jubiläumssaison „60 Jahre BBL“, zuletzt die Saison der Rückkehrer. Was kommt nun? Koch sieht eine Liga der Überraschungen – und hat dafür zahlreiche Gründe. Und natürlich hat sich unser Kolumnist vor der 61. BBL-Saison auch wieder aus dem Fenster gelehnt und prognostiziert, welche Clubs wie abschneiden werden: diese sechs Teams ordnet er im Mittelfeld und damit im Wettstreit um die Play-Ins ein, diese sechs Teams könnten seiner Meinung nach gegen den Abstieg kämpfen und diese sechs Spitzenteams sieht er direkt in den Playoffs.

Zahlen, bitte: Probleme aus der Distanz scheinen die Towers – sofern man das nach einem Pflichtspiel schon sagen kann – in der kommenden Saison nicht zu haben: Gegen Rostock rauschten 50 Prozent ihrer Dreierversuche (16/32) durch die Reuse.

Die ewige Bilanz: Von 16 absolvierten Partien gingen bislang deren elf an Bonn.

Am Rande der Bande: Bonns Leon Kratzer pausierte im letzten Testspiel gegen Nanterre, nachdem er im Training einen Schlag auf den Oberschenkel abbekommen hatte. Zudem traten die Baskets ohne die verletzten Tylan Birts und Kur Jongkuch an.

Im Blick des Bundestrainers: Sich angesichts des vorhandenen, überbordenden Talents in die Nationalmannschaft zu spielen, ist eine Herkules-Aufgabe – die bereits erwähnten Joel Aminu und Bonns Big Man Leon Kratzer wollen trotzdem versuchen, sich mit guten Leistungen während der Saison ins Notizbuch von Bundestrainer Alex Mumbru zu drängeln.

Das schreibt die Lokalpresse: Die vergangene Saison endete für die Telekom Baskets mit dem vierten Hauptrundenplatz und dem späteren Playoff-Halbfinale äußerst positiv. Das weckt gewisse Erwartungen für 2026/2027, wobei der General-Anzeiger Bonn den Verantwortlichen keine klaren Kampfansagen entlocken konnte.

Weise Worte: Towers-Headcoach Benka Barloschky sagte nach dem ersten Saisonsieg: „Ich freue mich riesig, dass es heute ein Heimspiel war. Die Arena hat uns heute richtig getragen. Es war eine wahre Freude, nach der langen Pause wieder vor unseren Fans spielen zu dürfen. Wir haben uns über die gesamte Zeit die richtigen Würfe herausgespielt, auch wenn wir sie im ersten Viertel noch nicht getroffen haben. Wir haben dann aber nicht aufgehört, nicht den Kopf verloren und dann hinten auch die großen Würfe getroffen.“

Alte Bekannte: Bonns Patrick Heckmann trug in der Saison 2024/2025 für sieben Spiele das Trikot der Towers, in denen er in durchschnittlich rund 14 Minuten Spielzeit für 3,6 Punkte und 2,0 Rebounds gut war. Hamburgs Big Man Martin Breunig lief von 2017 bis 2020 für Bonn auf. In seinen 17 Partien in seiner letzten Bonner Saison war er mit 13,5 Punkten und 4,6 Rebounds seinerzeit einer der Leistungsträger der Telekom Baskets und war anno 2019 gar BBL Allstar.

Zakai Zeigler gastiert mit seinen Hamburgern in Bonn. (Foto: Dennis Fischer)

Sonstiges: Die Towers werben in dieser Saison mit dem Claim „Der größte Club der Stadt“. Damit sei weder die Körpergröße der Spieler noch die Mitgliederzahl des Vereins gemeint, sondern: „Weil wir was zu sagen haben“.

Was die KI meint: Die Nordlichter haben im Pokal (siehe oben) bereits vorgelegt. Die Frage an Google Gemini musste zwangsläufig lauten, was sich daraus für den regulären Ligabetrieb ableiten lässt? „Ein Basketball-Team erlangt durch einen Pokalsieg vor allem ein starkes psychologisches Momentum, das das Selbstvertrauen und den Teamzusammenhalt massiv stärkt, während die rein sportliche Auswirkung auf die darauffolgenden Ligaspiele statistisch oft flüchtig ist.“

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag, den 19.09.2026, ab 19:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Als Kommentator vor Ort ist Chris Schmidt am Mikrofon.

Bewegte Bilder: Die easyCredit Basketball Bundesliga startet in ihre 61. Spielzeit – und die Vorfreude ist groß: