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Home/Newscenter/Nach Pokal-Erfolg und Liga-Niederlage: Hamburg und Chemnitz wollen wieder in die Erfolgsspur

VorberichteNach Pokal-Erfolg und Liga-Niederlage: Hamburg und Chemnitz wollen wieder in die Erfolgsspur

23. September 2026

Die besondere Brisanz: Ist bei diesem Aufeinandertreffen immer gegeben. Schon zu gemeinsamen Zweitliga-Zeiten gab es hitzige Duelle, die sogar zweimal zum Ertönen des Feueralarms in der Inselpark Arena führten. Der Sommer könnte am Freitagabend also in die Verlängerung gehen ...

Status quo: Bisher gleicht sich die Saison der Veolia Towers Hamburg und der NINERS Chemnitz. Im Netto BBL Pokal zogen beide Clubs ins Achtelfinale ein, im Ligabetrieb setzte es hingegen Niederlagen. Nun wollen beide Vereine auch in der Liga das erste Erfolgserlebnis. Die Chemnitzer waren nahe dran, den Berlinern die Meisterfeier zu verderben, zur Saisoneröffnung zog die Truppe von Trainer Rodrigo Pastore aber mit 82:89 den Kürzeren. Die Hamburger waren in Bonn hingegen chancenlos und kassierten eine 72:96-Pleite.

Duell im Fokus: Für Hamburgs Zakai Zeigler und Chemnitz’ Phlandrous Fleming Jr. steht ein Wiedersehen an. In der vergangenen Saison liefen die beiden US-amerikanischen Guards in der französischen Liga auf: Zeigler für Nanterre, Fleming für Nancy. Damals gewann Zeigler mit beide Partien, trat mit 14,0 Punkten in den direkten Duellen gegen Fleming (11,5 PPG) auch individuell besser auf. Ob sich das nun in der deutsche Beletage wiederholen wird? Zeigler ist in Hamburg zwar Starter, ließ mit 3,5 Zählern in zwei Pflichtspielen aber die Durchschlagskraft vermissen und deutete noch nicht an, warum er in der Team-Vorschau hier als die große Personalie aufgeführt ist. Fleming kommt in Chemnitz hinter dem balldominanten Duo Cobe Williams/Stef Smith zwar nur von der Bank, zeigte gegen Berlin mit zehn Punkten, fünf Rebounds und sechs Assists aber seine Vielseitigkeit.

Zahlen, bitte: Für ein stimmiges Bild ist es natürlich noch viel zu früh. Eine kleine Auffälligkeit des ersten Spieltags sei an dieser Stelle jedoch erwähnt. Chemnitz spielte die schnellste Pace der Liga (84,0 Possessions), Hamburg (71,5) die zweitlangsamste.

Die ewige Bilanz: 10:2 für Chemnitz. Der Hamburger 86:69-Erfolg in der vergangenen Saison war der erste Heimsieg der Towers gegen Chemnitz in der Bundesliga.

Am Rande der Bande sind beide Headcoaches eigentlich kaum von ihren Clubs wegzudenken. Zumindest wirken Hamburgs Benka Barloschky und Chemnitz’ Pastore seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt an ihren Standorten. Beide stießen zur Saison 2015/16 zu ihren Teams, Barloschky damals als Assistant Coach, Pastore als Headcoach, womit der Argentinier der dienstälteste Cheftrainer der BBL ist. In den vergangenen beiden Jahren schien der Stuhl Pastores aber nicht mehr ganz so sicher an der Seitenlinie zu stehen (mehr dazu hier in der Team-Vorschau).

Kann Trey Wade seine Hamburger zum Sieg gegen Chemnitz führen? (Foto: Dennis Fischer)

Im Blick des Bundestrainers: Kann sich Kenny Ogbe nach seiner bis dahin stärksten Saison erneut für die Nationalmannschaft empfehlen?

Alte Bekannte: Zu Beginn der vergangenen Saison spielten Hamburgs Martin Breunig und NINERS-Guard Fleming in Nancy zusammen. Der Chemnitzer Mateo Seric und Towers-Forward Ogbe waren 2020/21 Teamkollegen in Bamberg.

Was die Lokalpresse schreibt: Das Hamburger Abendblatt ließ Stefan Koch die Saison prognostizieren. Wo aus Sicht unseres Kolumnisten die Norddeutschen und die Sachsen landen, lest ihr hier. Außerdem berichtet diese Zeitung darüber, wie die Towers mithilfe des Wahlkampfmanagers von Ex-Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ihre Inselpark Arena voll bekommen wollen. Aus der Freien Presse ist die Lektüre eines Porträts über Elias Rödl empfehlenswert. Der ist zumindest immer im Blick des Ex-Bundestrainers.

Was die KI meint (ChatGPT) – Seit 2015 sind die Trainer Benka Barloschky und Rodrigo Pastore bei ihren jeweiligen Clubs. Welcher der beiden Coaches bleibt länger im Amt?: "Wenn ich mich festlegen muss: Pastore. Sein Vertrag in Chemnitz läuft bis 2028, während Barloschky in Hamburg derzeit bis 2027 gebunden ist. Zudem hat Pastore als Cheftrainer seit 2015 schon mehrere sportliche Zyklen bei den Niners überstanden – Aufstieg, Europapokalsieg und schwierigere Phasen inklusive. Aber wer weiß: Vielleicht sitzen beide auch 2030 noch auf ihrer Bank und machen aus diesem Duell einen Wettbewerb um den längeren Atem."

Meilensteine: Wer sich als Hardcore-Fan für teaminterne Meilensteine interessiert, soll auf seine Kosten kommen. Ogbe könnte auf der Towers-Rebound-Rangliste immerhin Welt- und Europameister Justus Hollatz von Platz acht verdrängen.

Sonstiges: Es treten nicht mehr zwei EuroCup-Teams aufeinander. Die Hamburger waren seit der Saison 2021/22 fast schon ein Inventar des Wettbewerbs, zu dieser Saison wurden sie aber nicht mehr berücksichtigt. Für die Chemnitzer stellte die vergangene Spielzeit im EuroCup die Premiere da, nun gehen sie in ihr zweites Jahr im Wettbewerb.

Livestream: Die Partie wird am Freitag ab 19.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Dominik von Burchard.