Status Quo: Die Telekom Baskets Bonn haben die Hauptrunde 2023/24 auf dem siebten Rang (Bilanz: 20-14) abgeschlossen, nur einen Sieg hinter den direkten Playoff-Plätzen. Unmittelbar dahinter befinden sich die MHP RIESEN Ludwigsburg (18-16), die ihre Chance auf eine unmittelbare Postseason-Teilnahme durch zuletzt vier Niederlagen in Serie verspielten. Kleine Randnotiz: Die Pleitenserie der Barockstädter stellte zum Ende der regulären Saison nach Absteiger Tübingen (-11) die zweitlängste ihrer Art dar.

Die besondere Brisanz: …liegt darin, dass Bonn und Ludwigsburg sich dieses Jahr schon so oft gesehen haben, dass es für eine eigene Miniserie auf Netflix reichen würde. Dabei behielten die Rheinländer in fünf Partien stets die Oberhand - sowohl im Pokal mit 80:79 als auch zweifach in der Basketball Champions League sowie in der regulären Saison. Wird aus der vergangenen Saison das 3-0 im Halbfinale dazu gezählt sowie das Rückspiel der Hauptrunde (91:75) hat Bonn wettbewerbsübergreifend die letzten neun Partien gegen Ludwigsburg gewonnen. Randnotiz: Die Telekom Baskets könnten das zweite Jahr in Serie die Saison der Ludwigsburger beenden.
Als ob damit nicht schon genug sportlicher Zündstoff vorhanden wäre, tut der Modus der Play-Ins sein Übriges dazu. Der Gewinner der Begegnung bekommt es im Viertelfinale mit ALBA BERLIN zu tun, der Verlierer spielt zwei Tage später gegen den Sieger der Paarung EWE Baskets Oldenburg vs. Veolia Towers Hamburg das letzte Playoff-Tickets aus - welches zum Stelldichein mit dem FC Bayern München führt.
Das Hinspiel: …ist nur knapp zwei Tage her. Zu Abschluss der Hauptrunde ging es zwischen Magenta und Gelbschwarz um nicht weniger als den Heimvorteil für die Play-Ins. Dank einer starken Verteidigung in der zweiten Hälfte sowie einem gut aufgelegte Chris Sengfelder (13 Punkte, 7 Rebounds) behielt Bonn letztlich mit 87:60 die Oberhand.
Duell des Spiels: Noah Kirkwood vs. Yorman Polas Bartolo … oder: Abseits des Mainstream. Es gibt Spieler, die beeinflussen das Spiel auf eine Art und Weise, die sich nur schwer fassen lässt oder klar im Boxscore ersichtlich ist. Noah Kirkwood ist einer dieser Akteure, da er Ruhe und Kontrolle einfließen lässt, wo die jungen Wilden die Zügel ansonsten vielleicht ein wenig zu sehr schleifen ließen. Seine durchschnittlich 10,7 Punkte, 3,1 Rebounds, 2,1 Assists und 1,1 Steals können im dichten Zahlenwald nur andeuten, wie vielseitig er agiert. Vor allem aber ist er auf dem Flügel eine wichtige Schnittstelle zur Unterstützung der Ballhandler als auch Bezugspunkt für die lange Garde.
Ähnlich verhält es sich bei Polas Bartolo, der als dreifacher „Verteidiger des Jahres“ die defensive Identität der RIESEN besser verkörpert als jeder andere Ludwigsburger. Zudem hat er lange genug in Bonn gespielt, als dass er weiß, welche Kraft der Telekom Dome mit seinen 6.000 Zuschauern in einem „do-or-die“-Spiel entwickeln kann … und was es dagegen zu unternehmen gilt.
Zahlen, bitte: 13,5 … Offensiv-Rebounds greifen sich die RIESEN pro Spiel - Ligabestwert. Direkt dahinter rangieren die Baskets mit 12,7 gesicherten zweiten Chancen.
Die ewige Bilanz: Von 52 auf nationalem Parkett absolvierten Partien haben die Baskets 29 Siege auf dem Konto.
Es ist alles Gold, was glänzt: Die Standorte Bonn und Ludwigsburg stellen einen guten Nährboden für Nationalspieler und Adlerträger jedweder Art dar. Bei den Barockstädter schaffte einst ein junger Big Man namens Johannes Thiemann seinen Durchbruch in der easyCredit BBL, bei den Baskets spielte einst ein gewisser Klaus Perwas, ehe dieser ins Trainergeschäft einstieg. Wohin das geführt hat, dürfte seit vergangenem Sommer bekannt sein … zum Weltmeister-Titel!
Im Blick des Bundestrainers: …befindet sich auf Seiten der Gäste der sicherlich im Frühjahr nach Deutschland zurückgekehrte Ariel Hukporti. Zudem nahm Esli Edigin am vergangenen Wochenende am Jugend-TOP4 teil und erreichte mit seiner Truppe das Halbfinale, während die WNBL-Ladies gar den Titel abräumten.

Alte Bekannte: Ludwigsburgs Co-Trainer David McCray spielte zu aktiven Zeiten zwischen 2012 und 2014 auf dem Hardtberg. Yorman Polas Bartolo stand gar vier Jahre (2016 bis 2020) im magentafarbenen Dress auf dem Parkett, wobei er in dieser Zeit zweimal als „Bester Verteidiger“ der easyCredit BBL ausgezeichnet wurde.
Arbeitete sich Florian Koch aus dem Jugendprogramm der Telekom Baskets Bonn bis in den Profikader, wechselte er anno 2017 erstmals innerhalb der Liga nach Ludwigsburg, kann über Stationen in Würzburg und Gießen jedoch vor zwei Jahren zurück ins Rheinland.
Livestream / Fernsehen: Dyn zeigt das Spiel ab 20:15 Uhr. Dyn ist das neue Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League aus. Das umfangreiche Live-Programm im Basketball wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sein werden. Dyn ist seit Anfang August über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.