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Home/Newscenter/Historisches Nordderby zwischen Oldenburg und Hamburg: Mentor oder Zögling - Wer setzt sich im ersten Play-In-Spiel durch?

VorberichteHistorisches Nordderby zwischen Oldenburg und Hamburg: Mentor oder Zögling - Wer setzt sich im ersten Play-In-Spiel durch?

13. Mai 2024

Die besondere Brisanz: Die liegt in der Natur des Formats. Beim ersten Play-In-Spiel dieser Art in der Geschichte der easyCredit Basketball Bundesliga ist für den Verlierer der Partie zwischen den EWE Baskets Oldenburg und den Veolia Towers Hamburg die Saison beendet! Der Sieger hingegen bekommt es am Donnerstag mit dem Verlierer des Spiels zwischen den Telekom Baskets Bonn und den MHP RIESEN Ludwigsburg zu tun. Brisant? Und wie!

Status quo: Die beiden Nordclubs verschafften sich am 34. und damit letzten Spieltag der regulären Saison eine ordentliche Portion Rückenwind. Während die EWE Baskets vor heimischer Kulisse deutlich mit 107:84 gegen die Bamberg Baskets gewannen und sich über das mit 17 Punkten überaus gelungene Comeback des lange Zeit verletzten Chaundee Brown Jr. freuten, feierten die Towers ebenfalls zu Hause einen Erfolg: Das 79:66 war gleichzeitig die Qualifikation für das Play-In-Spiel aus eigener Kraft.

Duelle im Fokus: Erneut lohnt sich bei dieser Konstellation der Blick an die Seitenlinie. Dort stehen sich Pedro Calles auf Oldenburger Seite und sein Hamburger Pendant Benka Barloschky gegenüber. Beide arbeiteten zuvor bei den Towers zusammen (Calles als Headcoach, Barloschky als Assistent), seit Barloschky die Verantwortung bei den Hanseaten übernommen hat, gingen drei Spiele gegen Oldenburg verloren (bei einem weiteren stand Barloschky für den erkrankten Raoul Korner an der Seitenlinie, auch da verlor Hamburg). Während der Spanier die Serie fortsetzen möchte, strebt sein ehemaliger Assistenztrainer ein Ende derselben an.

Auf dem Parkett dürfte es auch unter den Körben spannend werden. Während bei den EWE Baskets in Ebuka Izundu nur ein klassisches Center gesund zur Verfügung steht, kennt auch Hamburg solche Sorgen: Aleksander Dziewa fiel zuletzt verletzt aus, Coach Barloschky kann aber wieder auf die Künste von Jonas Wohlfarth-Bottermann setzen, der beim vorangegangenen Aufeinandertreffen der Teams im April noch hatte zuschauen müssen. Wer auch immer sich dem athletischen Oldenburger Big Man entgegenstellt, dürfte ordentlich zu tun haben. Derweil setzen die Towers natürlich auf die Fähigkeiten ihres Topscorers Aljami Durham (14,4 Punkte pro Spiel), der nicht zuletzt vom Ex-Hamburger Len Schoormann an die Kette gelegt werden soll.

Einen Kampf um jeden Ball dürfte die Zuschauer am Dienstag in der EWE Arena zwischen Oldenburg und Hamburg erwarten. (Foto: Ulf Duda)

Zahlen, bitte: Was spricht für Oldenburg, was für Hamburg? Offensiv begegnen sich die beiden Nordlichter zunächst einmal auf Augenhöhe. Die EWE Baskets erzielten in der Hauptrunde 85,7 Punkte im Schnitt (11.), die Veolia Towers 85,6 (12.). Bei den Dreiern hadern beide ein wenig mit ihrer bisherigen Ausbeute (Oldenburg: 33,7 Prozent, 15.; Hamburg 34,3 Prozent, 12.). Und auch bei den Rebounds liegen beide in der zweiten Hälfte der easyCredit BBL: Die Niedersachsen sind 10. (35,9), die Hansestädter 16. (34,2). Und die Turnover? Da gibt die Bilanz der Towers Anlass zur Sorge, 15,5 Ballverluste pro Partie sind ligaweit der zweitschlechteste Wert, die 14,6 auf Oldenburger Seite geraten allerdings auch nicht zum Prunkstück. Falls die Partie an der Freiwurflinie entschieden wird, begegnen sich die Play-In-Debüttanten erneut auf Augenhöhe: Oldenburg ist Achter mit 76,4 Prozent, Hamburg Neunter mit 76,3 Prozent. Fassen wir zusammen: Es ist kein Zufall, dass die beiden Mannschaften in der Tabelle direkt aufeinanderfolgen …

Die ewige Bilanz: Vier Siege am Stück haben den EWE Baskets im Gesamtvergleich eine 6:3-Führung beschert. Die Towers konnten sich erst einmal, am 22. Oktober 2021, in Oldenburg durchsetzen. Der höchste Sieg gelang den Niedersachsen am 19. März 2023 beim 94:58.

Die Spiele in der regulären Saison: Am 20. Januar dieses Jahres feierten die Oldenburger in Hamburg einen 91:80-Auswärtssieg, überragender Mann war auf Seiten der Gäste Chaundee Brown Jr. mit seinen 25 Punkten. Die Hamburger werden es daher nicht unbedingt begrüßen, dass der US-Amerikaner ausgerechnet jetzt nach einer längeren Verletzungsauszeit zurück auf dem Parkett ist. Im Rückspiel sorgten die Oldenburger 28. April beim 107:92 für klare Verhältnisse. Knapp drei Wochen später begegnen sich die Clubs nun erneut – unter den besonderen Vorzeichen eines K.-o.-Spiels. Highlights aus dem vorangegangenen Aufeinandertreffen gibt es hier:

Meilensteine: Oldenburgs Alen Pjanic feiert gegen Hamburg seinen 150. Einsatz in der easyCredit BBL.  

Am Rande der Bande: Beim Heimsieg gegen die Bamberg Baskets setzte auf Oldenburger Seite Deane Williams aufgrund der Ausländerbeschränkung zugunsten von Rückkehrer Chaundee Brown Jr. aus. Verletzt fehlen (und fehlen auch weiterhin) Kenny Ogbe, Norris Agbakoko, Charles Manning Jr. und Max DiLeo.

Alte Bekannte: Neben dem Wiedersehen von Pedro Calles und Benka Barloschky steht erneut Len Schoormann im Fokus, denn der Guard hat nach seinem Wechsel von Hamburg nach Oldenburg seine aufsteigende Form längst bewiesen. Max DiLeo stand ebenfalls zuvor in Diensten der Towers, kann als Kapitän momentan aber nur von der Bank aus positive Energie verbreiten.

Weise Worte: „Hinten raus konnten wir dann sogar noch ein paar Kräfte sparen und unseren jüngeren Spielern noch Minuten geben, die sie sich über die Saison redlich verdient haben“, sagte Towers-Coach Barloschky nach der Schlusssirene beim Heimspiel gegen Göttingen. Dort hatten seine Spieler vor allem im ersten und dritten Viertel mit nur acht respektive neun Gegenpunkten den Weg in Richtung Sieg und Play-Ins geebnet.

Es ist alles Gold, was glänzt: Die Play-Ins in der easyCredit Basketball Bundesliga bescheren den Fans den besonderen Reiz von K.-o.-Spielen. Während in den Playoffs das eine oder andere in den ersten Partien noch repariert werden kann, heißt es an diesem Dienstag in der EWE Arena: siegen oder fliegen! Diesem Nervenkitzel setzte sich die deutsche Basketball-Nationalmannschaft im vergangenen Sommer gleich dreimal aus: im Viertelfinale gegen Lettland (81:79), im Halbfinale gegen die USA (113:111) und schließlich im Finale gegen Serbien (83:77). Lohn des Ganzen: der Gewinn der Weltmeisterschaft!

Historisches: 1999 und 2000 gab es vor dem Viertelfinale auch bereits sogenannte Pre-Playoffs. Nur die ersten vier Teams waren direkt für die Playoffs qualifiziert, die Mannschaften auf den Rängen fünf bis zwölf dagegen mussten in vier Best-of-three-Serien (fünf gegen zwölf um den fünften Platz, sechs gegen elf um den sechsten Platz, etc.) um die Teilnahme kämpfen. 2000 war mit den BJC Tigers auch ein Klub aus Hamburg dabei, verlor als Elfter aber 0-2 gegen den Sechsten SSV hagebau Weißenfels.

Sonstiges: Die Oldenburger EWE Arena dürfte gegen Hamburg zum 28. Mal in Folge ausverkauft sein.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird ab 18:15 Uhr live bei Dyn übertragen. Arne Malsch kommentiert die Partie, Patrick Femerling ist als Experte dabei und Paula Menzel führt die Field-Interviews. Dyn ist das neue Zuhause der Basketballfans. Der Sender strahlt alle Begegnungen der easyCredit BBL, des BBL Pokals sowie Spiele der Basketball Champions League aus. Das umfangreiche Live-Programm im Basketball wird von redaktionellen Formaten ergänzt, die auf der Dyn-Plattform und im Anschluss über die Social-Media-Kanäle von Dyn frei empfangbar sein werden. Dyn ist seit Anfang August über den Webbrowser, Mobilgeräte, Tablets, Streaming-Sticks und Smart-TVs verfügbar. Für Sportfans, von Sportfans. Dyn Basketball. Dein Sender. Dein Sport.