Drei Tage, zwei Spiele, eine makellose Doppelspieltags-Bilanz. Die MHP RIESEN Ludwigsburg bezwingen nicht nur Rostock mit 81:78, sondern behalten auch bei den BMA365 Bamberg Baskets mit 103:96 die Oberhand. Maßgeblichen Anteil daran hat Justin Kier, der sieben seiner 21 Zähler in der Crunchtime erzielt und damit „Freak City“ niederringt.
Spielverlauf und Wendepunkt: Auch wenn die Franken nach verhaltenem Beginn im zweiten Viertel einen 18:3-Lauf hinlegten und Daniel Keppeler einen mehr als amtlichen Dunk (siehe Video) raushaute, bewahrten die Barockstädter die Ruhe und nahmen eine schmale Führung mit in die Kabine (50:51, 20. Minute).
Nach der Pause blieb es durchgehend weiter eng, ehe Ludwigsburg einige defensive Stopps erzielte und daraus einen Run generieren konnte. Dreier Elijah Hughes, Dreier Darius Perry, nochmals Dreier Hughes - die Hausherren vermochten diesen 9:0-Lauf nur mit einer Auszeit zu stoppen (86:94, 36. Minute). Auf der Zielgeraden war es dann an Justin Kier, sieben der finalen neun Ludwigsburger Zähler zu markieren und damit den 103:96-Erfolg in trockene Tücher zu bringen.
Duell im Fokus: Zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison lohnt sich immer ein Blick auf die neuen Gesichter unserer Liga. Im Fall von Jordan Wright und Ish Leggett lässt sich zweifelsfrei festhalten, dass beide ihrer Arbeitsplatzbeschreibung „Shooting Guard“ hervorragend nachkommen. Der Bamberger setzte sich in der Partie mit 22 Zählern (3/6 Dreier) die Topscorer-Krone auf, wobei er sich mit neun Rebounds zudem in den Dienst der Mannschaft stellte. Sein Kontrahent auf Ludwigsburger Seite wusste mit 21 Punkten (3/4 Dreier) zu gefallen.
Zahlen, bitte: 17 … Führungswechsel verbuchten die Statistiker als Beleg für eine von vorn bis hinten spannende Partie.
23 … Offensiv-Rebounds sicherten sich die Franken, die RIESEN kamen lediglich auf elf zweite Chancen.
Spieler der Partie: Er spielte durchgehend mit, punktete hier und da, setzte seine Mitspieler in Szene und hielt in der Crunchtime das Szepter fest in der Hand. Justin Kier legte starke 21 Punkte auf, wobei er auf dem Weg dahin komplett ohne Distanzwurf auskam. Der Aufbau versenkte sechs seiner sieben Würfe aus dem Feld (85,7 Prozent) und bestrafte jeden seiner per Foul gestoppten Drives eiskalt von der Linie (9/10, 90,0 Prozent). Seine sieben Zähler in der Crunchtime ließen ein Bamberger Comeback gar nicht erst zu.

Die Deutschen: Bei den Hausherren brachte sich der von der Bank kommende Joshua Obiesie mit 14 Punkten und je drei Rebounds sowie Steals ein.
Am Rande der Bande: … saßen 4.210 Zuschauer.
Weise Worte: „Wir haben viel von dem gemacht, was uns auszeichnet, haben mit Energie und Tempo gespielt“, konstatierte Obiesie nach Spielende. „Im letzten Viertel haben wir defensiv einige Sequenzen gehabt, die uns wehgetan haben und die Ludwigsburg ausnutzen konnte. Trotz der Niederlage wissen wir, dass wir gut sind.“
So geht’s weiter: Die BMA365 Bamberg Baskets müssen am kommenden Samstag, den 03.10.2026, auswärts bei ALBA Berlin ran - der Klassiker ist für 18:30 Uhr angesetzt. Die MHP RIESEN Ludwigsburg empfangen am darauffolgenden Sonntag, den 04.10.2026, die VET-CONCEPT Gladiators Trier (Spielbeginn: 18:00 Uhr).
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.














