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Home/Newscenter/Fehlstarts abgehakt? Rostock und Würzburg duellieren sich mit neuem Selbstbewusstsein

VorberichteFehlstarts abgehakt? Rostock und Würzburg duellieren sich mit neuem Selbstbewusstsein

08. Oktober 2026

Die besondere Brisanz: Für Rostock und Würzburg, die unsere Liga im BKT EuroCup bzw. im FIBA Europe Cup vertreten, beginnt jetzt der Stress der Doppelbelastung. Rostock hat dabei in dieser Woche noch den Vorteil, nicht reisen zu müssen (man gewann daheim 87:86 gegen Riga Zelli), aber Würzburg spielte am Mittwoch im FIBA Europe Cup noch auf Zypern (und verlor mit 65:73 bei Petrolina AEK). Obwohl Rostock und Würzburg fast 700 Kilometer auseinander liegen und die Anreise entsprechend langwierig ist, spielte der Heimvorteil in diesem Duell bisher keine große Rolle. In den bisherigen acht Spielen gewannen die SEAWOLVES dreimal in Würzburg und die Baskets dreimal in Rostock ...

Status quo: Beide Kontrahenten haben einen klassischen Fehlstart hinter sich. Würzburg musste Ende September schon nach einem (verlorenen) Spiel die Heimreise aus Bulgarien von der BCL-Qualifikation mit der Erkenntnis „außer Spesen nichts gewesen“ antreten und verlor auch gleich das erste Heimspiel in der easyCredit BBL gegen Oldenburg. Rostock schied zu Saisonbeginn im Netto BBL Pokal in Hamburg aus und gewann nur eines seiner ersten drei Punktspiele in der Liga (gegen den Aufsteiger Hagen). Aber die Würzburger Siege in Ulm und gegen Bonn sowie die erfolgreiche Rostocker Revanche am vergangenen Wochenende in Hamburg haben die Stimmung merklich verbessert. Kann die Saison jetzt endlich auch für diese eigentlich hoch eingeschätzten Teams losgehen?

Duell im Fokus: Zu den vielversprechendsten Neuzugängen beider Mannschaften zählten die neuen Power Forwards – und siehe da: Nach vier Spieltagen sind Artur Konontsuk mit 13,8 Punkten sowie 4,5 Rebounds in Rostock und Eddie Colbert III mit 18,3 Punkten sowie 9,3 Rebounds in Würzburg die effektivsten Spieler ihrer Mannschaft. Colbert, MVP des vergangenen Spieltags und aktuell effektivster Spieler der gesamten Liga, weckt mit seinen kaltschnäuzigen Abschlüssen in Würzburg sogar schon Erinnerungen an Zac Seljaas. Aber auch Konontsuk macht seinen Job in der Hansestadt mit tadelloser Einstellung an beiden Enden des Parketts wie erhofft. Beide sind präsent in der Zone, treffen aber mit nennenswerter Quote (Konontsuk 48 Prozent und Colbert sogar 53 Prozent) auch drei Dreier pro Spiel.

Artur Konontsuk hat sich bereits bestens ins Rostocker Spiel integriert. (Foto: Sascha Walther)

Zahlen, bitte: Die SEAWOLVES sind mit im Schnitt 25,3 Fouls die neuen Bad Boys der Liga. Dass sie damit ihre Gegner häufiger als alle anderen an die Freiwurflinie schicken, hat sich im bisherigen Saisonverlauf indes überhaupt nicht ausgezahlt, denn Rostocks Gegner verwandelten ihre Freiwürfe in den ersten vier Spielen zu 80,4 Prozent! Würzburg bewirbt sich hingegen mit nur 19,3 Fouls pro Spiel (die zweitwenigsten bisher) offenbar um den theoretischen Fair-Play-Pokal.

Die ewige Bilanz: In der vergangenen Saison gewann Rostock beide Punktspiele gegen Würzburg, um am Ende der Saison trotzdem in der Tabelle drei Siege weniger aufzuweisen. Seit dem Rostocker Aufstieg haben Rostock und Würzburg von bisher acht Spielen je vier gewonnen.

Was die Lokalpresse schreibt: Die Mainpost hat Würzburgs Auftritt im Europe Cup mit einem Liveticker verfolgt, der sich hier nachlesen lässt.

Was die KI meint (Gemini): Rostock gegen Würzburg - wer zeigt sich erholter von den Strapazen des internationalen Wettbewerbs? „Die Würzburg Baskets müssen sich diese Frage stellen, während die Rostock Seawolves in dieser Saison gar nicht international spielen.“ Liebe KI, dazu fällt uns dann leider auch nichts mehr ein …

Trainer-Take: „Die Rostocker müssen die Würzburger Toughness matchen. Sie müssen gut 1-1 verteidigen, weil Würzburg daraus viele Vorteile kreiert. Deshalb ergibt es für Rostock keinen Sinn für zu switchen, weil dann die Würzburger 1-1-Vorteile noch größer werden. Offensiv muss Rostock die Hedges im Pick-and-Roll schlagen und den daraus resultierenden 4-gegen-3-Vorteil nutzen. Die Würzburger ihrerseits müssen alles tun, um Rostock aus dem gewohnten Rhythmus zu bringen. Erlaubt man es den Seawolves, ihr Spiel zu spielen, sind sie aufgrund ihrer Erfahrung und Tiefe nur schwer zu schlagen.“

Meilensteine: Rostocks Dominic Lockhart könnte gleich vier Meilensteine aufstellen, denn ihm fehlen noch 13 Punkte bis 1.500, drei verwandelte Feldwürfe bis 500, sechs Dreier bis 250 und sechs Steals bis 250.

In Zivil: Würzburg musste zuletzt auf den angeschlagenen Alen Pjanic verzichten. Marvin Ogunsipe fällt bereits seit Längerem aus.

Alte Bekannte: Owen Klassen wechselte 2025 nach zwei Saisons aus Würzburg nach Rostock. Auch Philipp Hartwich spielte 2022/23 schon einmal für Würzburg. Johnathan Stove verließ Würzburg zu dieser Saison in Richtung Ostsee.

Livestream / Fernsehen: Die Partie wird am Samstag ab 18:15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Heiko Schaffartzik.

Anmerkung der Redaktion:

  • Die Vorberichte (sowie auch die Nachberichte) werden geschrieben von unserem zwölfköpfigen Redaktionsteam von Basketball-Journalisten, die sich mit dem deutschen Basketball und speziell mit der easyCredit BBL befassen.
  • Für die Rubrik „Trainer-Take“ äußert sich aus einem Pool von Co-Trainern je ein Assistent Coach eines Bundesligisten anonym zu einer anstehenden Partie, an der sein Verein nicht beteiligt ist. Auf welches Team oder welchen Aspekt er sich dabei konzentriert, ist ihm freigestellt.
  • KI-Tools werden lediglich für die Rubrik „Was die KI meint“ sowie gelegentlich für die Recherche zur Rubrik „Alte Bekannte“ benutzt.