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NachberichteVechta im Attacke-Modus: RASTA schockt Berlin und klaut den Heimvorteil 

17. Mai 2026
Das Warten geht für Pedro Calles weiter. Durch die 89:103-Pleite von ALBA BERLIN gegen RASTA Vechta zum Auftakt der Viertelfinalserie hält die seit 2019 bestehende Playoff-Dürre des Spaniers weiter an. Grund dafür ist eine furchtlose Vorstellung der Niedersachsen, die in Tevin Brown (30 Punkte) und Lloyd Pandi (18) ein dynamisches Duo in ihren Reihen haben, das jeden Comebackversuch der Gastgeber abschmettert und so gleich zum Start der „Best of five“-Serie den Heimvorteil klaut.

Das Warten geht für Pedro Calles weiter. Durch die 89:103-Pleite von ALBA BERLIN gegen RASTA Vechta zum Auftakt der Viertelfinalserie hält die seit 2019 bestehende Playoff-Dürre des Spaniers weiter an. Grund dafür ist eine furchtlose Vorstellung der Niedersachsen, die in Tevin Brown (30 Punkte) und Lloyd Pandi (18) ein dynamisches Duo in ihren Reihen haben, das jeden Comebackversuch der Gastgeber abschmettert und so gleich zum Start der „Best of Five“-Serie den Heimvorteil klaut.

Stand: ALBA BERLIN (2.) – RASTA Vechta (7.) 0 - 1

Spielverlauf und Wendepunkt: Die Gäste aus Niedersachsen kamen besser aus den Startlöchern, spielten befreit sowie mutig auf und setzten damit die Berliner Verteidigung früh unter Druck. Besonders der an beiden Enden des Feldes aktive Tevin Brown sorgte mit allein zwölf Zählern im ersten Viertel dafür, dass die Gäste zunächst in Führung lagen (21:25, 10. Minute). Hielt die ALBA-Verteidigung den starken Alonzo Verge bei null Punkten, sprangen für einen der besten Offensivspieler der Liga (nicht ganz unerwartet) andere Akteure in die Bresche. Der von der Bank kommende Tommy Kuhse riss immer wieder Löcher in die Berliner Defensive und sorgte mit Treffern aus der Distanz dafür, dass Vechta einen zweistelligen Vorsprung mit in die Kabine nahm (37:50, 20. Minute).

Das Momentum blieb auch nach dem Seitenwechsel aufseiten der Orangefarbenen. Zwar versuchte Berlin den Vechtaer Rhythmus mit einer Zonenverteidigung zu brechen, doch Brown und Lloyd Pandi sorgten mit sehenswerten Einzelaktionen dafür, dass die Differenz kontinuierlich nach oben geschraubt wurde (61:79, 30. Minute). Später fand ALBA durch Jack Kayil und Moses Wood nochmals ein wenig Hoffnung, doch der Funke sprang nicht auf den Rest der Mannschaft über. Stattdessen spielten sich Brown und Co. in einen Rausch, der erst durch die Schlusssirene sowie die 1:0-Serienführung gestoppt wurde.

Vechta klaute den Heimvorteil und kann am Dienstag nochmals befreiter aufspielen. (Foto: Wiedensohler)

Duell im Fokus: Gerade als „bester Nachwuchsspieler“ der easyCredit BBL ausgezeichnet, wurde Jack Kayil seinem Ruf einmal mehr gerecht. Der Jungspund brachte als Anführer der zweiten Fünf wie gewohnt viele Impulse. Mit 16 Punkten und drei Asssists strahlte der Nationalspieler durchgängig Gefahr aus, wobei er sich in über 21 Minuten auf dem Feld nur einen einzigen Ballverlust leistete. Auf der Gegenseite verlebte Alonzo Verge mit je sechs Zählern und Vorlagen einen verhältnismäßig ruhigen Abend - nur einmal legte er diese Saison weniger Punkte auf (5 vs. Chemnitz). Dennoch musste ihn die Berliner Defensive permanent respektieren, damit nicht auch er noch Feuer fing.

Zahlen, bitte: 14 … Ballgewinne befeuerten die Vechtaer Offensivmaschinerie (Berlin: 5).

27 … Freiwürfe bekam Berlin zugesprochen, von denen jedoch nur deren 17 ihr Ziel fanden (63,0 Prozent; Vechta: 7/9, 77,8 Prozent).

Meilensteine: Justin Bean kam auf einen Steal und machte damit die 100 Ballgewinne in der easyCredit BBL dingfest.

Spieler der Partie: Schon im ersten Viertel deutete Tevin Brown mit zwölf Zählern an, dass mit ihm zu rechnen sein würde. Zwischendurch versteifte er sich mehr auf die Rolle als Vorbereiter (5 Assists), um auf der Zielgeraden wieder in den Attacke-Modus zu schalten und am Ende als Topscorer der Begegnung das Parkett zu verlassen (30 Punkte). Dabei traf Brown starke fünf von zehn Dreier (50,0 Prozent Trefferquote) und leistete sich in über 30 Minuten nur einen Turnover.

Durfte sich nach seiner Vorstellung von den Teamkollegen abfeiern lassen: Tevin Brown. (rechts, Foto: Wiedensohler)

Die Deutschen: Für Berlin wusste neben Kayil zudem Norris Agbakoko mit zehn Punkten und vier Rebounds zu gefallen.

Bei Vechta machte Luc van Slooten mit fünf Punkten und sechs Rebounds sowie zwei Steals eines seiner besten Saisonspiele.

Am Rande der Bande I: … saßen 8.683 Zuschauer, darunter auch Malte Delow (Berlin), der aufgrund einer leichten Gehirnerschütterung aussetzen musste.

Am Rande der Bande II: Glückwunsch an den ALBA-Nachwuchs in der NBBL sowie WNBL: Beim in der Hauptstadt ausgetragenen TOP4 setzten sich die U19-Jungs im Finale mit 87:83 gegen Ulm durch, die U18-Mädchen rangen auf dem Weg zum Titel die Konkurrenz aus Würzburg mit 66:61 nieder.

Wie geht’s weiter: Das zweite Spiel der nach dem Modus „Best of Five“ ausgetragenen Serie geht bereits am Dienstag, den 19.05.2026, um 18:30 Uhr in der Hauptstadt über die Bühne.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.