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Home/Newscenter/Ulm unter Druck: Bamberg behält die Nerven und gewinnt auch das zweite Heimspiel

NachberichteUlm unter Druck: Bamberg behält die Nerven und gewinnt auch das zweite Heimspiel

18. Mai 2026

Die BMA365 Bamberg Baskets gewinnen ihr zweites Heimspiel in dieser Viertelfinal-Serie und gehen 2:0 in Führung. Das Team aus Oberfranken setzt sich in einer intensiven Partie durch und bewahrt am Ende die Nerven. ratiopharm ulm kämpft sich mehrfach zurück, doch die Gäste verpassen die Chance auf den Ausgleich in letzter Sekunde.

Stand: BMA365 Bamberg Baskets (3) – ratiopharm ulm (6) 2:0

Spielverlauf: Die Intensität war von Beginn an hoch, und mit einem Dreier schoss Moritz Krimmer Bamberg zum Ende des ersten Viertels mit 22:18 in Front. Ulm verteidigte zeitweise übers ganze Feld, übernahm dann angeführt von Mark Smith mit einem 5:0-Lauf sieben Sekunden vor der Pause mit 42:39 die Führung. Doch Anton Gavel zeichnete das richtige Play auf, und so netzte Austin Crowley nach einer Auszeit noch den Buzzerbeater zum 41:42-Halbzeitstand.

Aufgrund der Intensität ergab sich nach der Pause teilweise ein eher zerfahrenes Spiel, mit dem die Bamberger besser umzugehen wussten. Sie netzten 15 Freiwürfe im dritten Viertel: Sechs davon waren Teil eines 8:0-Laufs, mit dem sie sich knapp zwei Minuten vor Viertelende auf 66:58 absetzten. Kurz danach ließen sie noch einen 7:0-Lauf folgen und gingen so mit ihrer ersten zweistelligen Führung von 73:60 in den letzten Abschnitt.

Die hielt allerdings nicht bis zum Schluss, denn Mitte des Viertels glich Ulm zum 74:74 aus. Und auch der Lauf des Bamberger Teams, der darauf folgte, machte den Gästen nicht endgültig das Licht aus. Mit acht Punkten in Folge setzten sich die Gastgeber zwar zweieinhalb Minuten vor Ende auf 84:76 ab, aber Ulm kam ein weiteres Mal zurück! Thomas Klepeisz verkürzte fünf Sekunden vor dem Ende auf 87:89. Der anschließend gefoulte Demarcus Demonia traf nur einen Freiwurf, und Ulm hatte nach Foul an Mark Smith nun Einwurf mit noch 2,2 verbleibenden Sekunden. Zwar brachten die Gäste den Ball gut ins Feld, doch Klepeisz vergab den Dreier zum Ausgleich.

Duell im Fokus: Austin Crowley machte wie schon im ersten Spiel eine starke Partie. Mit 14 Punkten, vier Rebounds und vier Assists schnürte Bambergs Flügelspieler ein schönes Gesamtpaket. Defensiv kümmerte er sich vor allem um Mark Smith, der an diesem Abend allerdings nur schwer zu stoppen war. Mit 29 Punkten war Smith erfolgreichster Scorer des Spiels und egalisierte damit seine persönliche Saisonbestleistung. Dazu sammelte der reboundstarke Flügelspieler sechs Abpraller ein.

Spieler der Partie: Cobe Williams war mit 18 Punkten Bambergs erfolgreichster Punktesammler. Dazu griff er sechs Rebounds ab und verteilte drei Assists.

Auch in die Zange genommen nicht zu stoppen: Cobe Williams zwischen Chris Ledlum (links) und Justin Simon. (Foto: Daniel Löb)

Zahlen, bitte: Bis zur Halbzeit hatte Bamberg nur einen von fünf Freiwürfen getroffen, bei Ulm hingegen standen da schon 13 Treffer bei 14 Versuchen im Boxscore. Das glich sich bis zum Ende etwas an, auch weil Bamberg allein im dritten Viertel 17-mal an der Freiwurflinie stand - und 15 Punkte von dort mitnahm.

Basketballweisheit: Wer die Bretter dominiert, dominiert das Spiel? Denkste. Wie schon im ersten Spiel waren die Ulmer beim Rebound deutlich überlegen. 49 Rebounds sammelten sie dieses Mal ein, Bamberg kam auf 37. Aus ihren 19 Offensivrebounds machten die Gäste starke 29 Punkte aus zweiten Chancen; bei Bamberg waren es 15 Offensivrebounds für neun Punkte.

Was wir bisher gelernt haben: Es ist erst vorbei, wenn die Schlusssirene erklingt. Im ersten Spiel kam Bamberg nach 16 Punkten Rückstand zurück und drehte das Spiel noch zum eigenen Sieg. Im zweiten lag man selbst zu Beginn des letzten Viertels mit 13 vorn, doch Ulm glich das Spiel nochmals aus. Allerdings fehlte den Gästen dann der lange Atem, um die Partie doch noch auf links zu drehen.

Die Deutschen: Zach Ensminger machte sechs Punkte, sammelte fünf Rebounds ein und teilte fünf Assists aus. Der ehemalige Bamberger Chris Sengfelder kam auf zwölf Punkte und vier Rebounds.

Am Rande der Bande: Bamberg ist eigentlich bekannt für eine hitzige Heimspielatmosphäre. Mit 5.586 im ersten und 5.360 Zuschauern im zweiten Spiel ist da allerdings noch etwas Luft oben. Die ratiopharm arena in Ulm hat eine Kapazität von 6.000 Plätzen; es wird also spannend zu sehen, wie viele Fans den Teams am kommenden Wochenende einheizen.

Wie gehts weiter: Die Serie wechselt nach Ulm, wo am Samstag um 16:30 Uhr das dritte Spiel stattfinden wird und die BMA365 Bamberg Baskets die Chance haben, ins Halbfinale einzuziehen.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.