Die BMA365 Bamberg Baskets stehen im Halbfinale der Playoffs. Das 96:87 sorgt für ein 3:0 gegen ratiopharm ulm. Für die Ulmer ist die Saison damit beendet, die Franken dürfen weiterhin vom Double träumen.
Stand: BMA365 Bamberg Baskets (3) – ratiopharm ulm (6) 3-0
Spielverlauf und Wendepunkt: ratiopharm ulm gegen BMA365 Bamberg Baskets, das hieß auch: Vizemeister der Vorsaison gegen Pokalsieger der laufenden Spielzeit. Die Bamberger unter Regie von Headcoach Anton Gavel reisten mit einer komfortablen 2:0-Führung nach Ulm, für die Hausherren war es entsprechend ein Do-or-die-Spiel.
Über weite Strecken entwickelte sich eine intensiv geführte Partie auf Augenhöhe, in der kein Ball verloren gegeben wurde. Kaum hatte sich einer der Kontrahenten einen kleinen Vorteil erspielt, antwortete der jeweils andere passend. Fast schon logisch, dass die Angelegenheit zum Seitenwechsel absolut ausgeglichen war: Mit 47:47 ging es in die Kabinen.
In der zweiten Hälfte nutzten die Bamberger dann aber eine kurze Phase konsequent aus, in der ihnen sehr viel und den Ulmern zu wenig gelingen wollte. Konsequenz dieses Momentums war eine 62:51-Führung (24. Minute); die Gastgeber erholten sich von diesem Rückschlag in der Folge nie mehr so richtig und gerieten zwischenzeitlich sogar noch höher in Rückstand. Die Augenblicke, in denen die Schützlinge von Trainer Ty Harrelson etwas Hoffnung auf ein Comeback aufkommen ließen, machten die Franken souverän zunichte.
Duell im Fokus: Wenn alle auf ein Duell zwischen Chris Ledlum und Demarcus Demonia schauen, dann kommt mit einem Mal Chris Sengfelder daher. Sowohl Ledlum (12 PTS, 4 REB, 4 ASS, 4 STL) als auch Demonia (17 PTS, 3 REB, 6 ASS) hatten starke Auftritte, allerdings war es Sengfelder, der mit einem Double-Double imponierte (18 PTS, 11 REB). Sein individuelles Tun reichte indes nicht für den Sieg.

Spieler der Partie: Demonia muss hier genannt werden, keine Frage. Allerdings glänzte neben ihm Teamkollege Ibi Watson sogar noch etwas mehr, der bei seinen 28 Punkten gleich sechs von acht Dreiern versenkte.
Zahlen, bitte: Zwölf Feldwürfe weniger erspielten sich die Bamberger (58 gegenüber 70), versenkten allerdings mit 32 nur einen weniger als die Ulmer. Diese größere Effizienz war mitentscheidend für den Erfolg.
Die Deutschen: Bei den Gästen mussten angesichts des vergleichsweise frühen vierten Fouls gegen EJ Onu die beiden Big Men Moritz Krimmer (15:01 Minuten, 7 PTS) und Daniel Keppeler (22:05 Minuten, 5 PTS) einiges an Mehrarbeit leisten. Diesem Auftrag kamen beide gern – und erfolgreich – nach.
Was wir bisher gelernt haben: Die BMA365 Bamberg Baskets können nicht nur Pokal und Hauptrunde, sie können auch Playoffs. Und wie! Das 3:0 und der Halbfinaleinzug stellen das nächste Highlight einer an Highlights nicht armen Saison dar.
Am Rande der Bande: Dort saß Thorsten Leibenath, Sportdirektor der Ulmer, letztmals bei einem Pflichtspiel für seinen Club. Er wechselt zur kommenden Saison zum FC Bayern Basketball.

Wie geht’s weiter: Für die Ulmer Spieler beginnt die Sommerpause, die Bamberger bekommen es im Halbfinale entweder mit RASTA Vechta oder ALBA BERLIN zu tun. Vechta führt nach dem dritten Spiel mit 2:1, die vierte Partie steigt an diesem Sonntag ab 18:30 Uhr.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.



















