Gut gestartet, dann den Rhythmus verloren, um im Schlussspurt den längeren Atem zu beweisen: Die EWE Baskets Oldenburg bleiben mit dem dritten Sieg in Folge weiter im Rennen um die Play-Ins. Die bereits als sportlicher Absteiger feststehenden Basketball Löwen Braunschweig schnuppern bis in die Crunchtime am Sieg im Niedersachsen-Derby, ehe Brian Fobbs (18, 4/6 Dreier) die „Donnervögel“ über die Ziellinie wuchtet.
Kampf um die Postseason: Eine Entscheidung im Rennen um den Klassenverbleib ist bereits gefallen. Sowohl die MLP Academics Heidelberg als auch die Basketball Löwen stehen als sportliche Absteiger in die ProA fest. Mit unserem Tabellenrechner lässt sich allerdings einsehen, ob die „Donnervögel“ am letzten Spieltag noch den Sprung in die Play-Ins schaffen können.
Spielverlauf und Wendepunkt: Im Niedersachsen-Derby war besonders in den ersten Minuten klar zu erkennen, dass den Löwen der Abstiegs-Schock noch in den Knochen steckte. Diesen Umstand nutzte bei den Baskets vor allem der von der Bank kommende Brian Fobbs, der mit sechs Zählern im ersten Viertel für einen guten Start der Hausherren sorgte (23:18, 10. Minute). Zwar konnte Braunschweig die Lücke bis zum Gang in die Pause nicht schließen, zeigte sich aber durch Physis in Brettnähe zumindest so stabil, dass der Rückstand einigermaßen konstant blieb (48:42, 20. Minute).
Die lange Garde der Okerstädter machte auch nach dem Seitenwechsel da weiter, wo sie kurz vor der Halbzeit begonnen hatte. Das Duo um David N’Guessan und Simi Shittu wurde von den Guards mehrfach in aussichtsreicher Position in Szene gesetzt, die Big Men verwandelten zudem diverse Offensiv-Rebounds, was dafür sorgte, dass das Momentum auf die Seite der Gäste kippte (66:69, 30. Minute). Oldenburg fing sich auf der Zielgeraden wieder, was den Grundstein für eine spannende Crunchtime legte. In dieser avancierte Fobbs zum Held der Stunde, indem der Linkshänder zwei tiefe Dreier verwandelte, wovon sich die Löwen nicht mehr erholten.
Duell im Fokus: Über weite Strecken bestimmten die langen Kerls das Geschehen. Dabei lieferten sich Michale Kyser (Oldenburg) und David N’Guessan (Braunschweig) ein beherztes Kräftemessen in Brettnähe. Der „Donnervogel“ kam dabei auf 17 Zähler und sieben Rebounds, wobei er sieben seiner elf Würfe aus dem Feld verwandelte (63,6 Prozent Trefferquote). Der niederländische Nationalspieler stand von allen Löwen am längsten auf dem Parkett (32:24 Minuten) und flirtete dabei mit einem Double-Double (19, 8 Rebounds).

Zahlen, bitte: 13 … Offensiv-Rebounds griffen sich die Basketball Löwen (Oldenburg: 4).
11 … Steals landeten die Baskets (Braunschweig: 4).
Spieler der Partie: Er begann stark, tauchte dann etwas ab, um in der Schlussphase zum Zünglein an der Waage zu werden. Brian Fobbs erzielte neun seiner insgesamt 18 Zähler im letzten Viertel, setzte sich damit teamintern die Topscorer-Krone auf und stellte mit sechs Assists darüber hinaus einen neuen persönliche Bestwert auf.
Die Deutschen: Nicholas Tischler brachte sich mit 13 Punkten und drei Assists ein.
Von der Bank kommend wusste Joshua Obiesie mit neun Punkten, vier Rebounds und zwei Assists zu gefallen.
Am Rande der Bande: … saßen 6.335 Zuschauer.
So geht’s weiter: Zum Abschluss der Hauptrunde empfangen die Basketball Löwen Braunschweig die NINERS Chemnitz, die EWE Baskets Oldenburg müssen auswärts beim FC Bayern Basketball ran - beide Partien beginnen am Sonntag, den 10.05.2026, um 16:30 Uhr.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.



















