Herzlich willkommen zu den Fundamentals. Die Viertelfinalserien in den Playoffs der easyCredit BBL sind Geschichte, mit den am Wochenende startenden Halbfinals geht es jetzt in die ganz heiße Phase.
Am Samstag, den 30.05.2026, steigen die ersten beiden Duelle in München und Berlin. Alles LIVE hier bei Dyn, wo es jetzt auch den Playoff-Pass gibt (hier alle Details zum Angebot). Zusätzlich gibt es die Partie in Berlin (16.30 Uhr) live und free hier im SPORTBILD-Stream.
Mit unserem Kolumnisten Stefan Koch hat sich ein zweifacher Trainer des Jahres Gedanken über die beiden Halbfinals gemacht und mögliche strategische Marschrouten für alle vier Teams aufgezeigt - per Klick auf's Bild geht es zu seiner Kolumne:

Berlin gegen Bamberg: Die Großmutter aller BBL-Duelle
Stand: ALBA BERLIN (2.) vs. BMA365 Bamberg Baskets (3.) 0-0
Kein Duell wurde in der 60-jährigen Ligageschichte häufiger ausgetragen als Berlin gegen Bamberg! Stolze 132 Mal trafen die Nummer zwei (11 Titel) und drei (9 Titel) der ewigen Meisterliste der easyCredit BBL bereits aufeinander, neun Mal trafen diese beiden Schwergewichte der deutschen Basketball-Historie in den Playoffs aufeinander (Bilanz 6-3 für Berlin). Nur zwei Mal in 43 Jahren (seit der Einführung der Playoffs 1984) standen weder Berlin noch Bamberg im Halbfinale, hingegen zum 16. Mal stehen beide Klubs unter den letzten Vier und treffen hier zum vierten Mal direkt aufeinander (Bilanz 2-1 für Berlin). Mit 20 Meisterschaften und 18 Pokaltrophäen gingen mehr als die Hälfte der verfügbaren 69 deutschen Titel in den letzten 35 Jahren an Berlin oder Bamberg. Im Februar erst gewann Bamberg das Pokalfinale gegen Berlin mit 74:72.

Die Stars im Blickpunkt
In ihren jeweiligen Viertelfinalserien waren beiden Teams nahezu identisch: ALBA erzielte 88,8 Punkte pro Spiel bei 34,6 Prozent von der Dreierlinie, Bamberg kam auf 88,7 Punkte im Schnitt bei 34,8 Prozent von Downtown.
Martin Hermannsson drückte der Serie gegen Vechta mit 17,4 Punkten und 7,2 Assists pro Partie seinen Stempel auf, traf dabei bärenstarke 40 Prozent seiner Dreierversuche (8/20) und 87,5 Prozent von der Freiwurflinie (21/24). Sein kongenialer Backcourt-Partner Jack Kayil demonstrierte derweil auch als Backup mit 14,4 Punkten im Schnitt, warum er nicht nur Deutschlands bester Nachwuchsspieler ist, sondern im Draft-Vorfeld auf dem NBA-Radar schwirrt. Bamberg wäre gut beraten, Kayil zum Shooter anstatt zum Driver zu machen: der Youngster traf nur 36 Prozent aus dem Feld und 26 Prozent seiner Dreier, ging dafür aber satte 35 Mal in fünf Partien an die Freiwurflinie und traf dort sehr sicher (82,9 Prozent, 29/35). Big Man Norris Agbakoko kam derweil gegen Vechta auf 10,8 Punkte pro Partie und traf 72 Prozent seiner Würfe aus dem Feld (23/32).
Auf Bamberger Seite wütete das Quartett von US-Boys gegen Ulm nach Belieben: Ibi Watson (16,7 Punkte pro Partie), Demarcus Demonia (16,0 PPG), Cobe Williams (13,6 PPG) und Austin Crowley (13,0 PPG) punkteten innen wie außen und werden sich auch gegen die ALBA-Defensive auf ihre individuelle Ausnahmeklasse verlassen, um den zweitbesten Angriff der Liga (89,6 Punkte pro Spiel) anzukurbeln. Der frisch gekürte Defensive Player of the Year, EJ Onu, legte in Runde eins 7,0 Punkte, 4,7 Rebounds und 1,0 Blocks in 21 Minuten pro Partie auf - verbrachte aber Spiel drei mit Foulproblemen größtenteils auf der Bank.
Alle Details dazu und noch mehr Infos gibt es hier im Vorbericht

Bayern gegen Bonn: Blowout oder Crunchtime?
Stand: FC Bayern Basketball (1.) vs. Telekom Baskets Bonn (4.) 0-0
Sieben Duelle in Folge haben die Bayern gegen Bonn gewonnen, darunter auch die beiden Partien in der Hauptrunde dieser Saison. Während der amtierende Meister in Playoff-Runde eins von Spiel zu Spiel stärker wurde, mühten sich die Bonner durch eine hart umkämpfte Serie über die volle Distanz gegen Würzburg. Zwei Mal gewann die Stankovic-Truppe denkbar knapp, mit vier Punkten Unterschied in Spiel drei und drei Punkten Unterschied in Spiel fünf. Insgesamt neun Mal in 13 Partien behielten die Bonner heuer in der Crunchtime die Nerven und gewannen ein Spiel mit maximal fünf Punkten Differenz - Ligabestwert. München hingegen lässt sich so gut wie nie auf Messers Schneide schieben, musste nur fünf Mal in die Crunchtime - gewann dabei aber vier Mal, darunter auch im Januar am 15. Spieltag gegen ebendiese Bonner.

Das Problem mit dem langen Ball
Bonn war nicht nur das schlechteste Dreier-Team der Liga in der Hauptrunde (7,6 Treffer pro Spiel bei 27,2 Prozent Trefferquote), sondern unterbot seine wackelige Ausbeute von jenseits der 6,75-Meter-Linie sogar noch in Runde eins (5,8 Treffer pro Spiel bei 24,0 Prozent Trefferquote). Das sind schlechte News gegen München, die bereits in der Hauptrunde die viertbeste Defense gegen den Dreier stellten (32,6 Prozent) und diesen Wert gegen Trier noch einmal mächtig nach unten drückten (26,3 Prozent). Gleichzeitig netzte die Pesic-Truppe bisher extrem sicher von Außen, sowohl in der regulären Saison (37,1 Prozent) wie auch in den Playoffs (36,1 Prozent). Mit Andreas Obst, Justinian Jessup, Niels Giffey, Vladimir Lucic und Isiaha Mike versenken gleich fünf Bayern-Akteure mehr als einen Dreier pro Partie bei mindestens 33 Prozent Trefferquote. Die Bonner verfügen nur über einen solchen Spieler: Jalen Finch. Schwer vorstellbar, wie die Außenseiter genügend Druck auf die Bayern-Abwehr ausüben wollen, wenn von Außen kaum etwas fällt.
Alle Details dazu und noch mehr Infos gibt es hier im Vorbericht



















