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Home/Newscenter/Dank 33 Punkten durch Liga-MVP Obst: München setzt im Finale gegen Berlin den ersten Stich

NachberichteDank 33 Punkten durch Liga-MVP Obst: München setzt im Finale gegen Berlin den ersten Stich

12. Juni 2026
Der Auftakt zur siebten Finalserie zwischen dem FC Bayern Basketball und ALBA BERLIN verläuft schwungvoll. Die Gastgeber versenkten 16 Dreier (bei 32 Versuchen, 50,0 Prozent), die Hauptstädter treffen 13-mal aus der Distanz (30 Versuche, 43,3 Prozent). Das beidseits offene Visier ist eine Einladung für Liga-MVP Andreas Obst, um mit 33 Zählern sowohl eine neue persönliche Saisonbestleistung aufzulegen, aber vor allem seine Farben zum 102:94 zu führen.

Der Auftakt zur siebten Finalserie zwischen dem FC Bayern Basketball und ALBA BERLIN verläuft schwungvoll. Die Gastgeber versenken 16 Dreier (bei 32 Versuchen, 50,0 Prozent), die Hauptstädter treffen 13-mal aus der Distanz (30 Versuche, 43,3 Prozent). Das beidseits offene Visier ist eine Einladung für Liga-MVP Andreas Obst, um mit 33 Zählern eine neue persönliche Saisonbestleistung aufzulegen, aber vor allem seine Farben zum 102:94 zu führen.

Stand: FC Bayern Basketball (1.) – ALBA BERLIN (2.) 1 - 0

Spielverlauf und Wendepunkt: Den Gästen aus der Hauptstadt war die deutlich kürzere Pause zunächst überhaupt nicht anzumerken. Coach Pedro Calles wechselte früh viel durch, um möglichst frische Beine auf dem Feld zu haben, was sich direkt auszahlte. Berlin kam zu vielen freien Dreiern, die im ersten Viertel hochprozentig fielen. Erst als München defensiv anzog und über gute Pässe zu leichteren Abschlüssen am Brett kam, ergab sich ein Kräftemessen auf Augenhöhe (27:27, 10. Minute). Die „Albatrosse“ ließen sich davon jedoch nicht beirren und flirteten vor der Pause gar mit einer zweistelligen Führung. Das Momentum kippte jedoch nicht komplett auf die Seite Berlins, da Liga-MVP Andreas Obst aus der Distanz regelrecht heiß lief, die Lücke nahezu im Alleingang schloss und samt 24 Zählern im Gepäck in die Kabine ging (58:55, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel stand Berlin dem Welt- und Europameister deutlich enger auf den Füßen, worauf sich der FCB erst einstellen musste. Diese Phase nutzte Norris Agbakoko, um seine Farben erstmals in der Partie deutlicher in Front zu bringen (60:70, 24. Minute). Doch wie schon vor der Pause fand München einen Weg, den Rückstand aufzuholen und diesen gar in eine schmale Führung umzumünzen. Angeführt von Justus Hollatz sowie Johannes Voigtmann legten die Bajuwaren einen 19:6-Lauf aufs Parkett, welcher erst durch das Ende des Viertels gestoppt wurde (79:76, 30. Minute). München behielt den Schwung bei und fand in Xavier Rathan-Mayes einen Ballhandler, der regelmäßig fast nach Belieben bis zum Korb durchging (87:78, 33. Minute). Wenngleich die Mannen von der Spree auf der Zielgeraden nochmals alle vorhandenen Kräfte zu mobilisieren versuchten, ließ der FCB sich nicht mehr beirren oder von taktischen Fouls aus dem Konzept bringen und konnte sich schließlich über einen - für die Fans - unterhaltsamen Auftakterfolg freuen.

Eröffnete mit seinen Drives viele Räume für die FCB-Schützen: Xavier Rathan-Mayes. (Foto: Pahnke)

Duell im Fokus: Bei so viel Druck, bei so viel Tempo war es für beide Seiten enorm wichtig, den Ball zu kontrollieren und im Angriff smarte Entscheidungen zu treffen. Aufseiten der Hausherren tat sich vor allem in der zweiten Hälfte die Achse um Justus Hollatz (11 Punkte) sowie Xavier Nathan-Mayes (7 Punkte) positiv hervor. Bei ALBA schrammte Martin Hermannsson mit 14 Zählern und neun Assists nur haarscharf an einem Double-Double vorbei, während der von der Bank kommende Jack Kayil einmal mehr als Allrounder (8 Punkte, sieben Rebounds, 3 Assists) glänzte.

Zahlen, bitte: Sowohl München (16/17) als auch Berlin (11/13) zeigten sich an der Freiwurflinie extrem sicher.

Der FCB griff sich zwar nur neun Offensiv-Rebounds, generierte daraus allerdings satte 15 Zähler (Berlin: 11 Off-Reb, 10 Punkte).

Kein Team legte in diesen Playoffs mehr Punkte pro Spiel auf als die Bayern (90,5 PPG), die sich im Vergleich zur Hauptrunde (87,6 PPG) steigerten. Auch Berlin machte in der Postseason (87,1 PPG; Hauptrunde: 85,8 PPG) einen kleinen Sprung. Das Ergebnis des ersten Finalspiels deutete an, dass beide Mannschaften augenscheinlich gewillt sind, nochmals eine offensive Schippe draufzulegen.

Spieler der Partie: Wer 24 Zähler in einer Hälfte auflegt, empfiehlt sich grundsätzlich für diese Kategorie. Final ging Andreas Obst mit 33 Punkten vom Feld, womit er nur haarscharf an seinem persönlichen Karrierebestwert (34) vorbeischrammte. Auf dem Weg zu dieser Ausbeute versenkte der Nationalspieler sechs seiner zwölf Dreierversuche (50,0 Prozent) und blieb auch trotz teils taktischer Fouls an ihm nervenstark (5/6 Freiwürfe).

Einser, gefangen im Körper eines Centers: Johannes Voigtmann. (Foto: Pahnke)

Die Deutschen: Neben den bereits erwähnten Obst und Hollatz wussten beim FCB zwei weitere Adlerträger zu gefallen. Oscar da Silva wusste mit zehn Punkten, sechs Rebounds und drei Steals an beiden Enden des Feldes zu gefallen. Johannes Voigtmann setzte im Angriff in Form von acht Zählern und acht Assists (eingestellter Karrierebestwert) wertvolle Akzente.

Bei den „Albatrossen“ markierte Norris Agbakoko mit 21 Punkten einen neuen persönlichen Saisonbestwert.

Am Rande der Bande: … saßen 10.760 Zuschauer.

Wie geht’s weiter: Die zweite Partie der nach dem Modus „Best of five“ ausgetragenen Finalserie findet bereits am Sonntag, den 14.06.2026, an der Isar statt - der Tipoff ist für 15:30 Uhr angesetzt. Zu Spiel drei wechselt das Heimrecht am Mittwoch, den 17.06.2026, in die Hauptstadt (Spielbeginn: 20:30 Uhr).

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.