ALBA BERLIN ist einen Sieg von der Finalserie in der easyCredit Basketball Bundesliga entfernt. Am Montagabend entscheidet der Hauptrundenzweite auch das zweite Halbfinalspiel gegen die BMA365 Bamberg Baskets souverän für sich. Das Resultat von 85:71 drückt die Dominanz angemessen aus.
Stand: ALBA BERLIN (2) - BMA365 Bamberg Baskets (3) 2:0
Spielverlauf und Wendepunkte: Die gute Nachricht für die BMA365 Bamberg Baskets: Das zweite Viertel verloren sie im Gegensatz zu Spiel eins diesmal nicht mit 20 Punkten, sondern nur mit einem Zähler. Die schlechte Nachricht: Bereits im ersten Abschnitt waren die Gäste mit 21:28 unterlegen gewesen. Den 46:38-Halbzeitstand für ALBA BERLIN besorgte Martin Hermannsson per Dreier mit der Sirene. Das Aufbäumen der Franken kam vergebens. Was in erster Linie an der Stärke der Gastgeber lag, die ihren Gegner defensiv erneut herausragend im Griff hatten. Hermannsson war es, der auch Moses Wood zum Dreier zur ersten 20-Punkte-Führung (75:55/32.) auflegte. Berlin cruiste zum Sieg.
Duell im Fokus: Diesmal kam Cobe Williams zwar auf eine zweistellige Punkteausbeute (14), effizient agierte der Bamberger Offensivmotor obgleich erneut nicht. Nur fünf von 14 Würfen aus dem Feld verwandelte der unter der Kontrolle von Jonas Mattisseck stehende US-Amerikaner. Dagegen walteten und schalteten die ALBA-Guards Hermannsson und Jack Kayil nach Belieben.
Spieler der Partie: Kayil war es auch, der der zweiten Halbzeit seinen Stempel aufdrückte. Erneut war der Nationalspieler von Bamberg nicht zu kontrollieren. Seine 17 Punkte garnierte das Megatalent mit sechs Assists.

Zahlen, bitte: ALBA reboundete besser (40:33) und spielte mannschaftsdienlicher (15:10 Assists). So kann man selbst mit 21 Ballverlusten gewinnen, während sich die Gäste nur 16 erlaubten.
Meilensteine: Shooting-Slump? Welcher Shooting-Slump? Schon im Auftaktspiel zeigte sich Malte Delow vierfach treffsicher von der Dreierlinie. In Duell Nummer zwei legte der Berliner Guard zwei weitere Distanztreffer nach und steht nun bei 200 in seiner BBL-Karriere.
Die Deutschen: Hinter Kayil machte Michael Rataj schon wieder ein klasse Spiel, kam auf zehn Punkte und vier Rebounds, Delow hatte einen Zähler weniger und genauso viele Boards. Sam Griesel hatte acht Punkte, Mattisseck sechs. Einziger einheimischer Lichtblick bei den Bambergern war Daniel Keppeler mit je sieben Punkten und Rebounds.
Was wir bisher gelernt haben: Ganz vereinfacht: Dass ALBA BERLIN überragend verteidigt. Bamberg, Inhaber der drittbesten Offensive der regulären Saison, hat massive Schwierigkeiten zu scoren. Auf den Guard-Positionen haben die Albatrosse bislang ein deutliches Missmatch. Noch eklatanter ist der Vorteil auf den deutschen Spots, auch weil Akteure wie Mattisseck defensiv ihren Job großartig erledigen.
Wie geht’s weiter: Am Donnerstag (20.30 Uhr) wandert die Serie nach Bamberg, wo die Baskets zwingend gewinnen müssen, um ihre Chance aufs Finale zu wahren.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.



















