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Home/Newscenter/Acht Tage nach dem Hinspiel: Zieht Rostock mit dem fünften Sieg am Stück an Bonn vorbei?

VorberichteAcht Tage nach dem Hinspiel: Zieht Rostock mit dem fünften Sieg am Stück an Bonn vorbei?

29. Januar 2026
Erst am vergangenen Wochenende standen sich die beiden Clubs gegenüber, gerade einmal acht Tage später folgt unmittelbar das Rückspiel. Nach der 77:81-Heimspielniederlage wollen sich die Bonner selbstredend revanchieren und den SEAWOLVES-Erfolgslauf gleichzeitig ausbremsen. Rostocks TJ Crockett war in einer Partie, in der beide Mannschaften zusammen auf 37 Ballverluste kamen, mit 19 Punkten Topscorer.

Die besondere Brisanz: Erst am vergangenen Wochenende standen sich die beiden Clubs gegenüber, gerade einmal acht Tage später folgt unmittelbar das Rückspiel. Nach der 77:81-Heimspielniederlage wollen sich die Bonner selbstredend revanchieren und den SEAWOLVES-Erfolgslauf gleichzeitig ausbremsen. Rostocks TJ Crockett war in einer Partie, in der beide Mannschaften zusammen auf 37 Ballverluste kamen, mit 19 Punkten Topscorer.

Status quo: Beide Clubs stehen zum Start in die Rückrunde auf einem Platz, der zur direkten Qualifikation für die Playoffs ausreichen würde. Mit einem Sieg könnten die SEAWOLVES als aktueller Sechster (9-7) an den Telekom Baskets, momentan Fünfter (10-8), vorbeiziehen. Die Rostocker zeigten sich zuletzt als Seriensieger und weisen mit vier Erfolgen am Stück hinter dem FC Bayern Basketball (+13) die längste Erfolgsstrecke der easyCredit BBL auf. Außerdem haben die Schützlinge von Trainer Przemyslaw Frasunkiewicz im FIBA Europe Cup Chancen auf das Viertelfinale.

Duell im Fokus: Eine Menge Erfahrung prallt unter den Körben aufeinander. Da ist aufseiten der ROSTOCK SEAWOLVES der 34-jährige Owen Klassen, der inzwischen mit deutschem Pass aufläuft und den Ostseestädtern im Schnitt 6,3 Punkte und 8,1 Rebounds beschert. Bei den Telekom Baskets steht ihm Mike Kessens gegenüber, der in knapp zwei Wochen seinen 36. Geburtstag feiert. Der Champions-League-Sieger von 2023 (Bonn) und EuroCup-Champion von 2024 (Paris) markiert durchschnittlich 7,3 Punkte und 6,7 Rebounds. Getreu dem Motto „Schuster, bleib bei deinen Leisten“ konzentrieren sich beide vornehmlich auf die Arbeit in der Nähe des Korbes: Klassen nahm in seinen bisher 239 Spielen in der easyCredit BBL überschaubare 76 Dreier (und traf 22; in der laufenden Spielzeit versuchte es bislang noch gar nicht), Kessens bei 226 Auftritten in der Beletage sogar nur zehn (bei exakt einem Treffer).

Routiniers unter sich: Bonns Mike Kessens (rechts) trifft auf Rostocks Owen Klassen. (Foto: Sebastian Derix)

Zahlen, bitte: Bonn hat den Schlüssel für eine erfolgreiche Offensive nach wie vor nicht gefunden, wovon durchschnittlich 79,2 Punkte pro Partie zeugen – der drittschlechteste Wert der easyCredit BBL (Rostock: 82,3, 14.). Defensiv stehen die Rheinländer besser: Sie kassieren 78,5 Zähler, hier sind nur drei Teams besser. Vor allem aus der Distanz tun sich die Schützlinge von Headcoach Marko Stankovic schwer: Nur 26,0 Prozent der Versuche finden ihr Ziel, das ist mit Abstand die schlechteste Quote der Beletage (Rostock: 31,9 Prozent, 13.). Was bei beiden deutlich besser läuft, ist die Reboundarbeit: Rostock greift sich mit durchschnittlich 42,1 gemeinsam mit Jena die meisten Abpraller, Bonn ist mit 39,8 Vierter. 

Die ewige Bilanz: Achtmal standen sich die Standorte Rostock und Bonn seit 1995 gegenüber, sechsmal siegten die Telekom Baskets. In Rostock gewannen die SEAWOLVES nur 2023 gegen Bonn. Das Pokalspiel der Bonner 1995 gegen den damaligen Oberligisten EBC Rostock endete übrigens mit einem satten 157:35 (!), laut Club-Historie der höchste Bonner Sieg jemals. Und das passenderweise im ersten Pflichtspiel der Telekom Baskets überhaupt!

Meilensteine: Owen Klassen (Rostock) fehlen noch sechs Offensiv-Rebounds, um mit Aleksandar Nadjfeji (622 Offensiv-Rebounds, 6. Platz) gleichzuziehen. Zudem benötigt er noch ein Double-Double, um Christopher Williams and Jared Jordan (22 Double-Doubles, 11. Platz) zu überholen.

Am Rande der Bande: Beide Mannschaften weisen Langzeitverletzte auf. Bonn spielte vergangene Woche ohne Jonathan Bähre, Rostock ohne Andy van Vliet, Oshane Drews und Robin Amaize.

Alte Bekannte: Rostocks Dominic Lockhart und Elias Baggette kennen Bonns Joel Aminu und Patrick Heckmann von gemeinsamen Auftritten in Bamberg (2021/22). Mit Bonns Jeff Garrett spielte Lockhart zusammen mit seinem heutigen Kollegen DeAndre Lansdowne zudem in Chemnitz, mit Mike Kessens lief er im Trikot der deutschen Nationalmannschaft auf (2021 bis 2022, siehe unten).

Weise Worte: Bonns Headcoach Marko Stankovic war mit dem Auftritt seiner Mannschaft in der vergangenen Woche absolut nicht einverstanden, wie er hinterher betonte: „Das war von unserer Seite aus kein gutes Spiel. Wir müssen unserem Gegner zu einem absolut verdienten Sieg gratulieren. Ehrlich gesagt sind diese minus vier Punkte fast ein kleines Wunder. Sie hätten es vielleicht sogar verdient, mit einem größeren Abstand zu gewinnen.“

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Große Dinge beginnen oft im Kleinen. Bevor die deutsche Nationalmannschaft im Jahr 2023 die Goldmedaille bei der WM gewann (zur Erinnerung: Deutschland ist nach wie vor amtierender Weltmeister!), musste der lange Weg durch die Qualifikation beschritten werden. In vier dieser Spiele wirkten zwei Akteure gemeinsam mit, die sich an diesem Samstag auf dem Parkett gegenüberstehen: Rostocks Dominic Lockhart und Bonns Mike Kessens. Dreimal war in dieser Phase auch Bonns Patrick Heckmann dabei. Damit haben natürlich auch sie elementaren Anteil daran, dass der deutsche Basketball ist, wie er ist: mad sexy!

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag ab 18:15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Heiko Schaffartzik.