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Home/Newscenter/Siebter Pokalsieg für Bamberg / Demonia als MVP ausgezeichnet / Mr. Bundesliga bei Night of the Legends

NewsSiebter Pokalsieg für Bamberg / Demonia als MVP ausgezeichnet / Mr. Bundesliga bei Night of the Legends

23. Februar 2026
Ehre, wem Ehre gebührt: Herzlichen Glückwunsch an die BMA365 Bamberg Baskets zum Gewinn des BBL Pokals. Die Franken krönten ein beeindruckendes Wochenende damit, dass sie dank eines 103:97 nach Verlängerung gegen den FC Bayern Basketball und eines 74:72 über ALBA BERLIN zum siebten Mal den Pott mit nach Hause nehmen durften. Für Anton Gavel, der als BBL-Cheftrainer (mit Ulm) bereits anno 2023 die Meisterschaft errang, war es im dritten Pokalfinale hintereinander der erste Erfolg.

Hier kommt mit den Fundamentals der Rückblick auf ein packendes BMW TOP FOUR um den BBL Pokal 2026.

Ehre, wem Ehre gebührt: Herzlichen Glückwunsch an die BMA365 Bamberg Baskets zum Gewinn des BBL Pokals. Die Franken krönten ein beeindruckendes Wochenende damit, dass sie dank eines 103:97 nach Verlängerung gegen den FC Bayern Basketball und eines 74:72 über ALBA BERLIN zum siebten Mal den Pott mit nach Hause nehmen durften. Für Anton Gavel, der als BBL-Cheftrainer bereits anno 2023 mit Ulm die Meisterschaft errang, war es im dritten Pokalfinale hintereinander der erste Erfolg.

Nach sieben Jahren Wartezeit feierte Bamberg den siebten Pokalsieg. (Foto: Pahnke)

Finale: Kleiner Etat, große Leistung

Als am frühen Sonntagabend die Uhr auf 18:35 Uhr umsprang, brachen bei den BMA365 Bamberg Baskets alle Dämme. Sieben Jahre nach dem letzten Gewinn des BBL Pokals holten die Franken den begehrten Pott endlich wieder an die Regnitz - zum insgesamt siebten Mal. Dabei liefen die Schützlinge von Trainer Anton Gavel über weite Strecken dem Team von ALBA BERLIN hinterher, bei denen einmal mehr Malte Delow (17 Punkte) eine starke Leistung zeigte. Knapp sechs Minuten vor Schluss ging Bamberg erstmals in Führung, hatte jedoch nie mehr als vier Zähler Vorsprung und behielt schlussendlich mit 74:72 die Oberhand.

Mit dem kleinsten Etat der easyCredit BBL ausgestattet schalteten die Baskets diverse „Teams von internationalem Kaliber“ aus, wie Gavel auf der anschließenden Pressekonferenz formulierte. Im Achtelfinale setzte Bamberg sich zunächst gegen den seinerzeit amtierenden Pokalsieger Weißenfels durch, im Viertelfinale daraufhin gegen Heidelberg (das auch in der Basketball Champions League aufläuft). Im Pokal-Halbfinale folgte ein 103:97 nach Verlängerung über den Euroleague-gestählten Kader des FC Bayern Basketball, ehe mit Berlin im Finale ein weiterer BCL-Club bezwungen wurde.

Der MVP: Immer da, wenn Bamberg ihn brauchte

Sowohl beim 103:97 im Halbfinale gegen München als auch beim 74:72 im Finale gegen Berlin erzielte Demarcus Demonia die letzten Punkte der Partie. Gegen den FCB waren es acht Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe, gegen die Hauptstädter war es 7,3 Sekunden vor dem Ende der Gamewinner per Korbleger. Am Samstag legte Bambergs Power Forward elf Punkte und je vier Assists sowie Rebounds auf, am Sonntag ließ der 26-Jährige starke 19 Punkte und je zwei Rebounds und Steals folgen.

Der Mann für die entscheidenden Momente: Demarcus Demonia (Foto: Pahnke)

Mehr Basketball-Historie an einem Ort geht nicht: Night of the Legends

Wie bereits vor zwei Jahren, als die Pokalendrunde ebenfalls in München stattfand, richtete der FC Bayern Basketball im Vorfeld des Turniers eine „Night of the Legends“ aus, die einem hochklassigen Familientreffen von Basketballern und Funktionären verschiedener Generationen gleichkam. Mit von der Partie: Mike Jackel a.k.a. Mr. Bundesliga, der mit seinen 10.783 Punkten nach wie vor an der Spitze der ewigen Bestenliste rangiert - ein Rekord, der wohl bis in alle Ewigkeit bestehen bleiben wird. Video-Impressionen des Events gibt es hier, hier und hier.

(Foto: FC Bayern Basketball / Martin Vogel)

Erstes Halbfinale: Bamberg stürzt München nach Verlängerung

Anton Gavel brachte es nach der Partie (zumindest äußerlich gelassen) auf den Punkt. „Unser Plan war, so lange wie möglich im Spiel zu bleiben, um uns hinten raus eine Chance erarbeiten zu können“, konstatierte der Bamberger Cheftrainer im Anschluss an das 103:97 nach Verlängerung über München. In der Tat schafften es die Franken, dem Turnierausrichter über die volle Distanz der regulären Spielzeit mit viel Einsatz und defensiver Disziplin Paroli zu bieten - und sie lagen in der Crunchtime gar in Führung. Doch zwei Dreier durch Andreas Obst (17) und Nenad Dimitrijevic (24) retteten den FCB in die Extraschicht.

In dieser brachen alle defensiven Dämme. Insgesamt versenkten beide Mannschaften zusammen sieben von neun auf den Weg gebrachte Dreier, wobei Cobe Williams für „Freak City“ zum Zünglein an der Waage mutierte. Der Baskets-Guard traf während der Verlängerung gleich zweifach aus der Distanz, setzte mehrfach seine Nebenleute in Szene und kam letztlich mit 22 Punkten sowie zehn Assists auf ein lupenreines Double-Double.

Versenkte allein in der Verlängerung zwei Dreier: Cobe Williams (Foto: Pahnke)

Zweites Halbfinale: Nationalspieler schalten Rekordmann aus

Waren Berlin und Oldenburg im regulären Ligabetrieb erst Anfang Januar aufeinander getroffen, gab es entsprechend wenig taktische Geheimnisse voreinander. Die Marschroute der Hauptstädter auf dem Weg zum klaren 98:78-Erfolg schien jedoch klar zu sein: Chris Clemons den Weg an den Ball so schwer wie möglich machen und vor allem Tomislav Zubcic als Schaltstelle im Lowpost aus dem Spiel nehmen. Ersteres gelang zumindest in Ansätzen, da der Rekordmann für seine 29 Punkte (9/19 aus dem Feld, 7/9 Freiwürfe) ganz schön ackern musste. Dafür wurde der nachverpflichtete Big Man mit gutem Auge für den Nebenmann bei null Assists gehalten.

So entwickelte Berlin im Gang nach vorn einen Rhythmus, der ganz nach dem Geschmack von Headcoach Pedro Calles war. Der Ball lief schnell und sicher durch die eigenen Reihen, immer auf der Suche nach dem noch freieren Mitspieler. Dies hatte zur Folge, dass in Malte Delow (21), Norris Agbakoko (16, 10 Rebounds) und Jack Kayil (12, 8 Assists) gleich drei Nationalspieler der Partie ihren Stempel aufdrückten.

Nationalspieler im Beastmode: Norris Agbakoko (links) und Malte Delow hatten alles im Griff. (Foto: Pahnke)