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Home/Newscenter/74:72-Sieg im Klassiker gegen Berlin: Bamberg unter Anton Gavel nach siebtem Pokaltriumph im siebten Himmel

Nachberichte74:72-Sieg im Klassiker gegen Berlin: Bamberg unter Anton Gavel nach siebtem Pokaltriumph im siebten Himmel

22. Februar 2026
Die Uhr springt auf 18:35 Uhr, der letzte Wurf von ALBA BERLIN auf den Ring, das Team der BMA365 Bamberg Baskets sichert sich zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den Gewinn des BBL Pokals. Gehen die Franken knapp sechs Minuten vor Schluss erstmals in Führung, behält „Freak City“ schlussendlich denkbar knapp mit 74:72 die Oberhand. Zum Matchwinner avanciert Demarcus Demonia (19 Punkte), der 7,3 Sekunden vor Ende den Korbleger zum Endstand verwandelt und als MVP des BMW TOP FOUR ausgezeichnet wird.

Die Uhr springt auf 18:35 Uhr, der letzte Wurf von ALBA BERLIN auf den Ring, das Team der BMA365 Bamberg Baskets sichert sich zum siebten Mal in der Vereinsgeschichte den Gewinn des BBL Pokals. Gehen die Franken knapp sechs Minuten vor Schluss erstmals in Führung, behält „Freak City“ schlussendlich denkbar knapp mit 74:72 die Oberhand. Zum Matchwinner avanciert Demarcus Demonia (19 Punkte), der 7,3 Sekunden vor Ende den Korbleger zum Endstand verwandelt und als wertvollster Spieler (MVP) des BMW TOP FOUR ausgezeichnet wird.

Spielverlauf und Wendepunkt: Zwar hatte Berlin aufgrund des später gespielten Pokal-Halbfinals rund drei Stunden weniger Regenerationszeit als Bamberg (das wiederum gegen München in die Verlängerung musste), dennoch gaben die Hauptstädter von Beginn an das Tempo vor. Vor allem Malte Delow knüpfte an seine gute Form des Vortages an und brachte allein im ersten Viertel satte elf Punkte auf die Anzeigetafel (15:22, 10. Minute).

Zwar durchlebten die Franken einen kurzen Schreckmoment, als sich Austin Crowley den Fuß vertrat, der Guard konnte jedoch nach kurzer Behandlungsphase wieder ins Geschehen eingreifen und kümmerte sich mit defensiver Hingabe um den Wirkungskreis von Delow. Allgemein bekamen die Baskets mehr Zugriff auf die Partie und suchten ihr Glück nach Ballgewinnen in der Transition. Besonders Demarcus Demonia kam im Fastbreak zu leichten Zählern und brachte seine Farben mit seinen neun Zählern im zweiten Abschnitt auf Tuchfühlung an Berlin heran (36:37, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel blieb es weiterhin eng. Zwar erzwangen die Baskets über ihre bissige Verteidigung weiterhin Berliner Ballverluste, ließen am eigenen Brett allerdings die nötige Physis vermissen. Die „Albatrosse“ gingen den eigenen Würfen konsequent nach, erarbeiteten sich zweite (oder gar dritte) Chancen und fanden beinahe nach Belieben die freien Schützen in den Ecken des Feldes. So sorgten Alex O’Connell und Justin Bean aus der Distanz dafür, dass die Spreestädter sowohl eine schmale Führung als auch das Momentum mit ins Schlussviertel nahmen (52:58, 30. Minute).

Letzteres kippte gleich zu Beginn des finalen Abschnitts auf die Seite der Franken. Essenzieller Bestandteil des Bamberger 14:4-Laufs war EJ Onu, der seinen zweiten Dreier des Pokalwochenendes versenkte und Pedro Calles mit einem krachenden Dunk zur Auszeit zwang (66:62, 35. Minute). ALBA antwortete seinerseits mit sieben Zählern in Folge, wobei die Achse um Delow und Bean an allen entscheidenden Situationen beteiligt war, was wiederum Anton Gavel dazu bewegte, seine Mannen an der Seitenauslinie zusammenzuholen (66:69, 37. Minute). Abgesehen von einem Dreier durch Jonas Mattisseck kam Berlin in der Crunchtime zu keinen weiteren Zählern mehr. Dafür sorgte Ibi Watson zunächst für den Ausgleich (72:72, 39. Minuten), womit die Bühne für Demonia bereitet war, für die Entscheidung zu sorgen. Der Forward suchte den Weg ans Brett und legte 7,3 Sekunden vor Ende über die ausgestreckten Arme seines Verteidigers hinweg den Baden-Ball zum 74:72 in den Korb - der anschließende, finale Wurf Berlins verfehlte sein Ziel.

Duell im Fokus: Beide drückten ihren jeweiligen Halbfinals den Stempel auf. Und auch im Finale schenkten sich Cobe Williams und Malte Delow im direkten Duell absolut nichts. Während Williams mit dem eigenen Abschluss haderte (6 Punkte, 1/7 aus dem Feld), nutzte er seine Anziehungskraft, um gute Abschlüsse für die Nebenleute zu generieren (7 Assists). Delow indes trug seine Mannen in der ersten Hälfte als Scorer - 15 seiner 17 Punkte kamen vor der Pause - und übernahm anschließend immer mehr die Rolle des Vorbereiters.

Zahlen, bitte: 21 … Offensiv-Rebounds griff Berlin sich und generierte daraus 18 Punkte. Damit pflückte ALBA mehr Abpraller vom Bamberger Korb als die Franken selbst (18).

Rekordverdächtig: In der Bundesliga-Historie gab es kein Spiel häufiger als Bamberg - Berlin (124-mal, Stand: 22.02.2026), und auch im Pokal ist das Überraschungsfinale ein Klassiker. Insgesamt gab es nun bereits neun Pokalpartien zwischen den beiden Klubs, wobei Bamberg nach dem jüngsten Titelgewinn mit 5:4 in Führung liegt.

2026: Finale mit 74:72 an Bamberg
2024: Halbfinale mit 80:67 an Bamberg
2020: Halbfinale mit 82:66 an Berlin
2019: Finale mit 83:82 an Bamberg
2015: Halbfinale mit 86:65 an Bamberg
2014: Halbfinale mit 83:67 an Berlin
2006: Finale mit 85:73 an Berlin
1998: Viertelfinale mit 68:60 an Bamberg
1997: Halbfinale mit 68:64 an Berlin

Er zeigt es an: Anton Gavel hat den zweiten Titel als BBL-Headcoach gewonnen. (Foto: Pahnke)

Der Weg zum Titel: Trotz des kleinsten geplanten Spieleretats der easyCredit BBL schalteten die BMA365 Bamberg Baskets diverse „Teams von internationalem Kaliber“ aus, wie Anton Gavel auf der Pressekonferenz formulierte. Im Achtelfinale setzte Bamberg sich zunächst gegen den seinerzeit amtierenden Pokalsieger Weißenfels durch, im Viertelfinale daraufhin gegen Heidelberg (das auch in der Basketball Champions League aufläuft). Im Pokal-Halbfinale folgte ein 103:97 nach Verlängerung über den Euroleague-gestählten Kader der Bayern, ehe mit Berlin im Finale ein weiterer BCL-Club bezwungen wurde.

Trainer der Partie: Anton Gavel wurde als Spieler dreimal mit Bamberg und einmal mit München Deutscher Pokalsieger. Als Trainer steht er in der easyCredit Basketball Bundesliga erst seit 2022 an der Seitenlinie, gewann aber gleich in seiner Debütsaison mit Ulm die Meisterschaft. Mit Ulm (2024) und Bamberg (2025 und 2026) erreichte er als Chefstratege an der Seitenlinie dreimal in Folge das Pokalfinale. Die Parallele des Pokalsieges zur Meisterschaft: Auf dem Weg zum Titel schaltete Gavel sowohl München als auch Berlin aus.

Spieler der Partie und MVP des BMW TOP FOUR: Sowohl beim 103:97 im Halbfinale gegen München als auch beim 74:72 im Finale gegen Berlin erzielte Demarcus Demonia die letzten Punkte der Partie. Gegen den FCB waren es acht Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe, gegen die Hauptstädter war es 7,3 Sekunden vor dem Ende der Gamewinner per Korbleger. Am Samstag legte Bambergs Power Forward elf Punkte und je vier Assists sowie Rebounds auf, am Sonntag ließ der 26-Jährige starke 19 Punkte sowie je zwei Rebounds und Steals folgen.

Der Mann für die entscheidenden Momente: Demarcus Demonia (Foto: Pahnke)

Die Deutschen: Bei ALBA BERLIN überzeugt einmal mehr Malte Delow, der sich mit 17 Zählern teamintern die Topscorer-Krone aufsetzt. Jack Kayil zeigt mit je sieben Punkten und Rebounds sowie vier Assists abermals eine solide Allround-Leistung.

Am Rande der Bande: … saßen 11.500 Zuschauer.

So geht’s weiter: Das Team von ALBA BERLIN muss am Freitag, den 06.03.2026, auswärts bei den MLP Academics Heidelberg ran (Spielbeginn: 18:30 Uhr). Die BMA365 Bamberg Baskets empfangen zeitgleich vor heimischem Publikum die Basketball Löwen Braunschweig.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.