Autor: Horst Schneider
Auch am Mittwoch haben alle deutschen Europapokal-Vertreter Heimrecht. Das kommt vor allem Chemnitz und Rostock (Foto oben: René Hudl) entgegen, die in ihren Wettbewerben mit einem Heimsieg einen großen – und eventuell schon entscheidenden – Schritt in Richtung Playoffs tun können.
Dienstag, 19:00: Ulm - Buducnost Podgorica (EC)
Dienstag, 19:00: Würzburg – Joventut Badalona (BCL)
Dienstag, 19:30: Weißenfels – Bulls Kapfenberg (ENBL)
Dienstag, 20:30: München - Paris Basketball (EL, zu den Dienstag-Vorberichten geht es hier)
Mittwoch, 19:00: Chemnitz – Dolomiti Trento (EC)
Mittwoch, 19:00: Rostock - Falco Szombathely (FEC)
Mittwoch, 20:00: Berlin – Japoniki Karditsa (BCL)
Donnerstag, 19:30: Hamburg – Cedevita Ljunbljana (EC)
Donnerstag, 20:30: München – AS Monaco (EL)
Für die ROSTOCK SEAWOLVES ist das Heimspiel im FIBA Europe Cup gegen den ungarischen Vizemeister und Pokalsieger Falco Szombathely mehr oder weniger ein Endspiel um den Einzug ins Viertelfinale. Mit einem Sieg kommen die Wölfe sicher weiter. Eine Niederlage wäre hingegen – auch wenn die im Hinspiel siegreichen Wölfe den direkten Vergleich retten – tragisch, weil die dann punktgleichen Ungarn am letzten Spieltag in eigener Halle gegen Trefl Sopot vor einer ungleich leichteren Aufgabe stehen würden als Rostock gegen den Top-Favoriten Murcia. Auch die NINERS Chemnitz können ihre Playoff-Teilnahme im BKT EuroCup mit einem Sieg gegen Trento klarmachen. Bei einer Niederlage fällt die Entscheidung im innerdeutschen Duell um das letzte Playoff-Ticket erst in der kommenden Woche. Ulm hat den direkten Vergleich gegen Chemnitz gewonnen.
EuroCup: NINERS Chemnitz – Dolomiti Energia Trento (Mi, 19:00 Uhr)
Status quo: Trotz der jüngsten Niederlagen rangieren die NINERS mit 8-8 Siegen in der Gruppe B immer noch auf dem sechsten und letzten Playoff-Platz. Sobald Ulm (Siebter mit 7-9) gewinnt, muss aber auch Chemnitz gewinnen, um Sechster zu bleiben. Trento (10-6) hat sein Playoff-Ticket schon gelöst und könnte mit zwei abschließenden Siegen sogar noch Zweiter werden und direkt ins Viertelfinale einziehen.
Hinspiel: Der mit 33 Punkten und acht Rebounds unaufhaltbare Kevin Yebo führte die NINERS in Trento zu einem schon ab dem zweiten Viertel ungefährdeten 105:94-Sieg. Ty Brewer (16), Corey Davis (16) und Kostja Mushidi (14) unterstützen den Spieltags-MVP effektiv. Aufseiten der Gastgeber erhielten Andrej Jakimovski (30) und DeVante Jones (23) deutlich weniger Unterstützung.
Stars: Trainer Massimo Cancellieri bietet im Backcourt in DeVante Jones (17,9 PPG und 4,5 APG), DJ Steward (14,0 PPG und 3,1 APG) und Khalif Battle ein korbgefährliches US-Trio auf. Auf dem Flügel strahlen der Litauer Matas Jogela (10,4 PPG), US-Forward Peyton Aldridge (5,8 RPG) und der Nordmazedonier Andrej Jakimovski (11,9 PPG und 5,9 RPG) bis hinter die Dreierlinie große Korbgefahr aus. Auch der 17-jährige Cheikh Niang (Bruder des 21-jährigen Nationalspielers Saliou Niang) sorgt bereits für Highlights. Unter dem Korb hat Selom Mawugbe den Kameruner Jordan Bayehe an seiner Seite.
Aktuelle Form: In der italienischen Liga hat Trento sich mit drei Siegen aus den letzten vier Spielen bei jetzt 8-9 Siegen auf den siebten Platz verbessert und wird spätestens seit seinem 87:85 am Sonntag beim (dadurch gestürzten) Tabellenführer Virtus Bologna als das Team der Stunde gefeiert. Jordan Bayehe und Khalif Battle (je 17) waren die Topscorer.
Alte Bekannte: Selom Mawugbe spielte nach zwei Jahren in der G-League seine erste Saison in Europa 2022/23 für die ROSTOCK SEAWOLVES in der easyCredit BBL.
Livestream / TV: Alle Spiele des BKT EuroCups werden live und auf Abruf auf MAGENTA SPORT übertragen. Jakob Lobach kommentiert die Übertragung aus Chemnitz ab 18:45.
FIBA Europe Cup: ROSTOCK SEAWOLVES – Falco Vulcano Energia Szombathely (Mi, 19:00 Uhr)
Status quo: Rostock (2-2 Siege) ist Zweiter der Gruppe K und Falco (1-3) Dritter. Mit einem Sieg würde Rostock die Ungarn endgültig abschütteln und die Playoff-Teilnahme klarmachen. Bei einer Niederlage wird die Entscheidung auf den letzten Spieltag vertagt. Die Wölfe empfangen da den Tabellenführer Murcia (4-0) und Falco das Schlusslicht Sopot (1-3).
Hinspiel: Trotz einer schwierigen Anreise legten die Rostocker in Ungarn in der ersten Halbzeit eine 40:34-Führung vor und überstanden mit 21 Punkten von TJ Crockett sowie 15 Punkten und acht Assists von DeAndre Lansdowne in der Crunchtime auch den verzweifelten Endspurt der Gastgeber. Aufseiten der Hausherren konnten je 15 Zähler der Nationalspieler Benedek Varadi und Zoltan Perl Rostocks 84:77-Sieg nicht verhindern.
Stars: Trainer Milos Konakov kann im Backcourt neben dem serbischen Spielmacher Strahinja Jovanovic (9,5 PPG und 5,4 ASPG) auf die Erfahrung der Nationalspieler Benedek Varadi (19,7 PPG und 3,7 APG) und Zoltan Perl (17,7 PPG und 3,9 APG) zählen. Auf dem Flügel wechseln sich der Serbe Aleksa Novakovic und der Brite Patrick Whelan ab. Im Frontcourt hat sich Falco zum Jahreswechsel von Szymon Wojcik und Jubrile Belo getrennt und präsentiert sich mit US-Forward Marchelus Avery und vor allem mit dem puerto-ricanischen Center Arnaldo Toro in der Zone deutlich stärker.
Aktuelle Form: In der ungarischen Liga erlitt Falco nach zuvor vier Siegen in Folge am Samstag trotz 24 Punkten und 19 Rebounds des neuen Centers Arnaldo Toro mit 84:90 nach Verlängerung in Debrecen einen Rückschlag, bleibt mit 12-6 Siegen aber Dritter.
Livestream / TV: Die Spiele des FIBA Europe Cups werden live auf der YouTube-Seite der FIBA gestreamt.
Champions League: ALBA BERLIN – Karditsa Japoniki (Mi, 20:00 Uhr)
Status quo: Berlin geht nach dem Sieg bei Tofas Bursa (1-1) und der Niederlage bei AEK Athen (2-0) in der Gruppe J mit einer Bilanz von 1-1 in sein erstes Heimspiel. Karditsa hat seine Auftaktspiele in Athen 73:88 und gegen Tofas 79:93 verloren.
Gegner: Der 2006 in Karditsa gegründete Club stieg in der Saison 2021/22 mit der Centerlegende Ioannis Bourousis, der seine Karriere in seiner Heimatstadt beendete, in die erste Liga auf. In der vergangenen Saison erreichte das von einem gleichnamigen Spezialisten für Auto-Ersatzteile gesponsorte Japoniki dort erstmals die Playoffs und qualifizierte sich als Fünfter für die Champions League. Dort qualifizierte sich Karditsa im Januar mit Brandon Jefferson als MVP der Play-Ins für die Round of 16.
Stars: Trainer Nikos Papanikolopoulos konnte sich im Backcourt bislang auf den 34-jährigen Brandon Jefferson (15,9 PPG und 4,7 APG) und Nikos Diplaros (5,4 APG) verlassen, hat für die Round of 16 aber in Aaron Estrada noch einen weiteren starken US-Point-Guard ins Team geholt. Auf dem Flügel wechselt sich Damien Jefferson (13,2 PPG) mit El Ellis und dem defensivstarken Georgios Kamperidis ab. Im Frontcourt teilen sich der frühere Nationalspieler Leonidas Kaselakis und der US-Brite Noah Horchler (10,9 PPG und 6,1 RPG) auf der Vier sowie der Finne Alexander Madsen (5,4 RPG) und US-Center Warren Washington auf der Fünf die Arbeit.
Aktuelle Form: Karditsa ist in der griechischen Liga seit Weihnachten mit sechs Niederlagen in Folge bei jetzt 4-12 Siegen auf den vorletzten Platz zurückgefallen. Am Montag schied Karditsa trotz 19 Punkten und fünf Assists des Neuzugangs Aaron Estrada mit 75:76 auch aus dem griechischen Pokal aus.
Alte Bekannte: Brandon Jefferson spielte vor zehn Jahren eine Saison für Phoenix Hagen. Der nicht mit ihm verwandte Damien Jefferson spielte in der Rückrunde der vergangenen Saison für die NINERS Chemnitz.
Livestream / TV: Chris Schmidt kommentiert die Übertragung aus Würzburg hier bei Dyn ab 18:45 Uhr.


















