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Home/Newscenter/SKYLINERS: Mit sechs US-Profis in die Doppelbelastung

VorberichteSKYLINERS: Mit sechs US-Profis in die Doppelbelastung

10. September 2026

In den kommenden Jahren wollen die SKYLINERS in einer neuen Halle auf dem Toplevel in Europa ankommen. In der kommenden Saison gilt es zunächst, mit sechs US-Profis und einem eher kleineren Kader die Doppelbelastung mit nationaler Liga und EuroCup zu überstehen.

Saisonziel: Bis 2030 wollen die SKYLINERS aus Frankfurt wieder zu den Spitzenteams in Deutschland gehören, so wird Gunnar Woebke als geschäftsführender Gesellschafter hier in der Offenbach-Post zitiert. Nachdem die Hessen in den vergangenen beiden Spielzeiten gegen den Abstieg spielten und die Saison jeweils knapp über dem Strich abschlossen, möchte der Klub im Jahr 2027 um die Play-Ins mindestens mitspielen – eine Verlängerung der Saison über die Hauptrunde hinaus nicht ausgeschlossen.

Spielweise: Dafür haben Klaus Perwas und Co. einen kleinen Kader zusammengestellt – in doppelter Hinsicht: Einzig Till Pape und Jacob Knauf überspringen die Zwei-Meter-Marke wirklich deutlich. Der geneigte Kenner weiß: Was an Länge fehlt, wird mit Quirligkeit und Speed wieder wettgemacht. Die sechs Spots für ausländische Profis sind mit sechs US-Amerikanern besetzt, fünf Guards und Power Forward Race Thompson.

Was ist neu: Dass die SKYLINERS auch international antreten, ist in dem Sinne nicht neu, im Gegenteil: Die Teilnahme am internationalen Wettbewerb war für das Team aus dem Herzen Europas schon in der Anfangszeit ein elementarer Bestandteil der Identität und gipfelte im Triumph im FIBA Europe Cup 2016. Ab dieser Saison spielen die Frankfurter erstmals nach einer längeren Pause im EuroCup und müssen deshalb die Doppelbelastung aus Liga und Europapokal wegstecken. Unter anderem trifft das Team auf Venedig, London, Rom und Teneriffa.

Die große Personalie: Ist der kleinste Mann im Kader: Denn angesichts von offiziell nur 1,78 Metern ist Isaiah Swope nun wirklich kein Riese, hat aber letzte Saison mit 15,7 Punkten und 4,5 Assists groß aufgespielt. Dass die SKYLINERS einen Spieler mit diesen Werten frühzeitig am Main halten konnten, ist sicherlich ein Fingerzeig für die Ambitionen der Frankfurter.

Wichtigster Zugang: NBA-erfahren, Legende an seiner Alma Mater und nicht nur NCAA-Champion, sondern sogar Most Outstanding Player des Final Four – auf dem Papier ist Ryan Arcidiacono eine große Nummer (natürlich auch wegen dieses legeren Assists für den Buzzer Beater zur College-Meisterschaft). Der 1,91 Meter große Guard lief insgesamt sieben Jahre in der NBA auf, kam in der Zeit auf 257 reguläre Saisonspiele. Allerdings: Bei seinem ersten Europa-Abenteuer kam er in einem zugegebenermaßen von Krisen geschüttelten Team von Trapani Shark in Italien letztes Jahr nur auf 5,4 Punkte pro Spiel, ehe er dann in Puerto Rico wieder etwas besser aufgelegt war (12,6 PpS). Welche Version erhalten die Frankfurter?

Der Anführer: In den vergangenen beiden Saisons hat Tommy Klepeisz zusammengenommen mehr als eine Saison verletzungsbedingt verpasst. Der Wechsel an den Main zeigt: Der Deutsch-Österreicher hat auch mit 35 Jahren noch Bock auf Basketball und will Verantwortung übernehmen, wie schon zuvor in Braunschweig und Ulm. Mit Klepeisz und Ryan Arcidiacono stehen diese Saison zwei abgezockte Guards im Kader, die beide wissen, wie man ein Team anführt.

Alte Bekannte: Der Doktor hält wieder Sprechstunde: Till Pape ist auch in der kommenden Saison ein Fixpunkt im Frankfurter Spiel.

Till Pape soll wieder eine wichtige Rolle bei den Frankfurtern einnehmen. (Foto: Andreas Bez)

Highlight-Maschine: Will Christmas kann gern mal über Ringniveau abschließen, wie er mit seinem Wow of the Week im Februar eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Der nächste Schritt: 24 Jahre alt ist Roman Bedime, kommt bisher auf 36 BBL-Spiele für Chemnitz. Letzte Saison kam er auf Mittelwerte von 5,6 Punkten und 2,9 Rebounds in 13:34 Minuten, nach dem Wechsel an den Main hoffen die Verantwortlichen der Hessen auf den nächsten Schritt des Big Man zum verlässlichen BBL-Profi. Allerdings: Verletzungsbedingt droht ihm, den Saisonbeginn zu verpassen.

Jung und talentiert: In Jamie Edoka und Ivan Crnjac haben die Frankfurter zwei der größten Talente des deutschen Basketballs in ihren Reihen. Die beiden haben sich gegen den Weg ans College entschieden, um sich stattdessen in Frankfurt durchzusetzen. Schaffen sie es, in die Fußstapfen von Nationalspielern wie Johannes Voigtmann, Isaac Bonga oder Danilo Barthel zu treten?

Der Trainer: Stoiker Klaus Perwas ist seit 2008 in Diensten der Frankfurter, hat nun die erste „echte“ Saison als Cheftrainer hinter sich und ist Weltmeister. Mehr als drei Dinge über ihn zu erzählen, würde er wahrscheinlich für exzessiv halten; deswegen belassen wir es dabei.

Offene Fragen: Kann Tommy Klepeisz an seine Form vor den Verletzungen anknüpfen? In der Ulmer Meistersaison kam der Guard auf 10,2 Punkte und 3,7 Assists – Zahlen, die in der Folgesaison schon abwärts gingen und in den beiden darauffolgenden Spielzeiten, auch verletzungsbedingt, dieses Niveau nicht wieder erreichten. Erlebt Klepeisz am Main eine Wiederauferstehung zu früherer Klasse?

Zahlen, bitte: Zu den 34 Spielen in der easyCredit BBL kommen mindestens eins im Netto BBL Pokal sowie 14 im EuroCup – ergibt mindestens 49 Spiele für Frankfurt in der kommenden Saison.

Under Pressure: Julia Stollenwerk und Fabian Ottawa müssen abliefern. Denn angesichts des bisher kleinen Kaders der Frankfurter ist wichtig, dass die Physiotherapeutin und der Athletiktrainer mit ihrer Arbeit das Verletzungsrisiko minimieren.

Vermisstenanzeige: Mit 17,8 Punkten und 9,5 Rebounds war JaeDon LeDee in der ersten Saisonhälfte 2025/2026 natürlich der absolute Star im Frankfurter Team. Nach dem unschönen Abgang mitten in der Saison hinterließ er eine große Lücke im Kader der Hessen. Gibt es einen Spieler, der sich zu ähnlichen Leistungen aufschwingen kann?

Bis zum Start der Saison 2026/27 am Freitag, den 18. September wird es auf der Liga-Homepage zu jedem Team eine Preview geben, wobei Braunschweig (Wildcard) und Hagen (Aufsteiger) zuerst vorgestellt werden und Berlin, München und Bamberg als Champion, Vizemeister und Pokalsieger als letztes.