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Team-PreviewRASTA Vechta: Weniger Topscorer-Momente, mehr Team-Basketball

14. September 2026
RASTA Vechta hätte im Viertelfinale mit starker Offense fast den späteren Meister Berlin ausgeschaltet, nun aber sind einige starke Scorer weg. Aufgefangen werden soll das als Team, wobei ein langer deutscher Frontcourt mit Tibor Pleiß, Lars Thiemann und Philipp Herkenhoff helfen soll.

RASTA Vechta hätte im Viertelfinale mit starker Offense fast den späteren Meister Berlin ausgeschaltet, nun aber sind einige starke Scorer weg. Aufgefangen werden soll das als Team, wobei ein langer deutscher Frontcourt mit Tibor Pleiß, Lars Thiemann und Philipp Herkenhoff helfen soll.

Saisonziel: Im vergangenen Viertelfinale hatte Vechta den späteren Meister ALBA BERLIN nach fünf Spielen am Rand der Elimination. In diesem Jahr „wollen wir in jedes Spiel gehen, um es zu gewinnen. Von daher schauen wir von Spiel zu Spiel. Wir wollen in der Liga bleiben und auch um die Play-Ins mitspielen“, sagt Headcoach Christian Held. Zuvor ist in Bulgarien beim Qualifikationsturnier für die Basketball Champions League gefordert. Dort trifft das Team am 15. September um 20 Uhr (live & kostenlos bei YouTube) im Viertelfinale auf Denizli Basket aus der Türkei.

Spielweise: Vergangene Saison war das offensive System stark auf das Duo Alonzo Verge Jr. und Tevin Brown ausgelegt, ins diesem Jahr fehlen solche individuell starken Scorer. Stattdessen soll das gesamte Team deren Verluste auffangen.

Zahlen, bitte: 90,1 Punkte pro Spiel bedeuteten für RASTA vergangene Rang zwei in der Liga, beim Effizienzwert gehörte Vechta ebenfalls zur Spitzengruppe.

Die große Personalie: … misst 2,18 Meter, ist mit Berlins Norris Agbakoko und Rostocks Philipp Hartwich längster Spieler der Liga, hat zwei EuroLeague-Titel und insgesamt 19 Meisterschaften und Pokalsiege in der Vita: Tibor Pleiß hat in Vechta um ein weiteres Jahr verlängert, vergangene Saison netzte der Big Man 42,3 Prozent seiner Dreier (30/71).

Wichtigster Zugang: Matt Lewis könnte der beste Verteidiger im Team von Vechta werden. Er ist ein klassischer „Three-and-D“-Spieler, der schon über reichlich Europa-Erfahrung verfügt. Nach dem College und zwei Jahren im Farmteam der Minnesota Timberwolves spielte er in Frankreich (Le Mans Sarthe Basket) und Griechenland (AS Karditsa Iaponiki und Panionios Athen) und sammelte dabei auch Erfahrung im EuroCup und der Champions League. Lewis ist in Vechta als einer der Schlüsselspieler vorgesehen.

Alte Bekannte: Neben dem deutschen Center-Duo Tibor Pleiß und Lars Thiemann sowie Power Forward Philipp Herkenhoff bleiben auch Lloyd Pandi (erst im August verlängert) und Spielmacher Tommy Kuhse, von dem erwartet wird, dass er das Team zusammen mit den Liga-Veteranen Pleiß und Herkenhoff anführt.

Under Pressure: Tommy Kuhse war nach einer MVP-verdächtigen Saison 2023/24 vergangenes Jahr nach Vechta zurückgekehrt, konnte aufgrund zweier langwieriger Verletzungen und einer veränderten Rolle im Team nicht an seine Glanzzeit zuvor anknüpfen. Nun wird von ihm wieder mehr erwartet.

Tommy Kuhse soll bei Vechta wieder eine größere Rolle spielen. (Foto: Christian Becker)

Highlight-Maschine: Der 25-Jährige Armaan Franklin ist im Basketball-verrückten Indiana aufgewachsen, hat am College für die legendären Hoosiers gespielt, danach in der NBA G-League sowie in Israel und Frankreich. Für Limoges kam er vergangene Saison auf 10,1 Punkte, 2,4 Rebounds, 1,2 Assists und 0,9 Steals.Er ist ein sehr kräftiger Spieler, ausgestattet mit einer sehr guten Athletik und einer, der auch auf den Forward-Positionen einsetzbar ist.

Der nächste Schritt: Big Man Thiemann hat mit seinen Leistungen viele überrascht. Dem 26-Jährigen ist zuzutrauen, kommende Saison noch mehr Verantwortung zu übernehmen.

Der Trainer: Christian Held geht in sein zweites Jahr in Vechta. Der 38-Jährige ist einer von fünf deutschen Trainern in der ersten Liga. Rostock hatte er 2022 zum Aufstieg in die Beletage und in den zwei Jahren darauf zum Klassenerhalt geführt, ehe sein Vertrag bei den Seestädtern nicht mehr verlängert wurde.

Jung und talentiert: Linus Trettin (21 Jahre) hat seine BBL-Minuten in der Saison 2025/26 gut genutzt und ist bereit für größere Aufgaben.

Offene Fragen: Seit Anfang September ist das Team ohne D’Mitrik Trice. Der Shooting Guard zog sich eine Sprunggelenksverletzung zu und wird voraussichtlich mehrere Wochen ausfallen. Und auch Lamin Sabally fällt mit einer Blessur vorerst aus. Die Verantwortlichen entschieden sich entsprechend, Kihei Clark und Nelson Weidemann jeweils für zunächst drei Monate unter Vertrag zu nehmen (Weidemann besitzt dabei eine Ausstiegsklausel).

Vermisstenanzeige: Offensiv werden die RASTA-Fans Alonzo Verge Jr. und Tevin Brown vermissen. Das Duo zeichnete in der vergangenen Saison für 33,9 Punkte pro Spiel verantwortlich. „Ich denke, dass wir Alonzo und Tevin nicht zu 100 Prozent ersetzen können. Also wollen wir das über das ganze Team schaffen“, sagt Trainer Held.

Was neu ist: Fans von RASTA Vechta bekommen in dieser Saison ganz besondere Einblicke ins Innenleben des Klubs. Der NDR begleitet die Mannschaft über die ganze Spielzeit. Jeden Monat wird es eine neue Folge bei „Hallo Niedersachsen“ und natürlich immer auf Abruf in der Mediathek des Senders geben, so wie hier die erste der zehn Folgen von Ende August.

Bis zum Start der Saison 2026/27 am Freitag, den 18. September wird es auf der Liga-Homepage zu jedem Team eine Preview geben, wobei Braunschweig (Wildcard) und Hagen (Aufsteiger) zuerst vorgestellt werden und Berlin, München und Bamberg als Champion, Vizemeister und Pokalsieger als letztes.