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Home/Newscenter/Verkehrte Welt in Niedersachsen: Viertelfinalist Vechta unten, Wildcard-Club Braunschweig oben

VorberichteVerkehrte Welt in Niedersachsen: Viertelfinalist Vechta unten, Wildcard-Club Braunschweig oben

03. Oktober 2026
Die Euphorie nach der gelungenen Qualifikation für die Champions League ist verflogen, stattdessen ist in Vechta nach missratenem Saisonstart Ernüchterung eingekehrt. Mit durchschnittlich 20,3 Punkten Differenz verlor RASTA, im Frühjahr noch im Playoff-Viertelfinale, seine ersten drei Saisonspiele; besonders das 67:108 gegen Pokalsieger Bamberg zum Saisonauftakt schmerzte. Ganz anders die Gemütslage beim niedersächsischen Rivalen aus Braunschweig: Nach der Wildcard zumeist als Abstiegskandidat eingestuft, gewannen die Löwen ihre ersten beiden Heimspiele und führen die Tabelle mit Oldenburg und München an.

Die besondere Brisanz: Die Euphorie nach der gelungenen Qualifikation für die Champions League ist verflogen, stattdessen ist in Vechta nach missratenem Saisonstart Ernüchterung eingekehrt. Mit durchschnittlich 20,3 Punkten Differenz verlor RASTA, im Frühjahr noch im Playoff-Viertelfinale, seine ersten drei Saisonspiele; besonders das 67:108 gegen Pokalsieger Bamberg zum Saisonauftakt schmerzte. Ganz anders die Gemütslage beim niedersächsischen Rivalen aus Braunschweig: Nach der Wildcard zumeist als Abstiegskandidat eingestuft, gewannen die Löwen ihre ersten beiden Heimspiele und führen die Tabelle mit Oldenburg und München an.

Status quo: Vor den Augen ihres Hauptgesellschafters Dennis Schröder siegte Braunschweig am ersten Spieltag 116:107 gegen die ambitionierten Trierer, um dann einen nicht minder bejubelten 83:82-Hitchcock-Sieg gegen hochgehandelte Rostocker einzufahren. Die Vechtaer verloren nach ihrer Rückkehr vom BCL-Quali-Turnier in Bulgarien zweimal glatt gegen Bamberg (67:108) und Frankfurt (81:93). Am Donnerstag setzte es schließlich im Nachholspiel in Jena die nächste Pleite (71:79).

Kann sich Felipe Haase (rechts) im Montagsspiel mit seinen Braunschweigern in Vechta durchsetzen? (Foto: Christian Schlüter)

Duell im Fokus: Alter schützt vor spielerischer Klasse nicht: Big Man Tibor Pleiß (36 Jahre) erlebt in Vechta derzeit seinen x-ten Frühling und war am Wochenende bei der Niederlage in Frankfurt mit 21 Punkten und 16 Rebounds bester Mann. Hat der 2,18-Meter-Mann nun gegen Braunschweig (auch) leichtes Spiel? Auf der Fünf wird Pleiß auf Zaba Bangala und damit einen „nur“ 2,02 Meter großen Center treffen. Der schwedische Nationalspieler lieferte im Netto BBL Pokal mit einem Double-Double (18 PTS, 12 REB) einen starken Einstand, muss sich aber auch noch an die Beletage gewöhnen, wie seine 5,0 Ballverluste im Ligabetrieb andeuten. Dennoch: Das Duell Größe gegen Physis ist ein interessantes, zumal das auch auf die anderen Big Men – Vechtas Lars Thiemann (2,12 Meter) und Philipp Herkenhoff (2,08) sowie dem derzeit verletzten Braunschweiger Center Eddy Edigin (2,03) – zutrifft.

Zahlen, bitte: Braunschweig hat in den ersten zwei Spielen im Schnitt 53,1 Prozent aus dem Feld, 48,1 Prozent von Downtown (beides Liga-Bestwert) und 80,4 Prozent von der Linie eingenetzt.

Die ewige Bilanz ist schiedlich-friedlich unentschieden: Acht Duelle gewann bislang Vechta, acht Braunschweig. Vergangene Saison setzte sich jeweils das Heimteam durch.

Rekordverdächtig: Sollten die Braunschweiger auch in Vechta gewinnen, wäre das ihr bester Saisonstart in der ersten Liga seit 24 Jahren. In der Saison 2002/03 legten die Niedersachsen – damals als TXU Energie Braunschweig – sogar einen 6:0-Start hin; Braunschweig beendete die Saison damals auf Rang drei und erreichte das Playoff-Halbfinale. 2024/25 starteten die Löwen auch mit drei Siegen, allerdings ist dabei ein Erfolg im Pokal eingerechnet.

Am Rande der Bande: Neben den noch verletzten Gian Aydinoglu (Schulter), Eddy Edigin (Oberschenkel) und Romario Holloway (Knie) fehlte Braunschweig zuletzt Chip Flanigan kurzfristig aus persönlichen Gründen. Bei Vechta wurden in beiden Bundesligaspielen Tommy Kuhse, D’Mitrik Trice, Kihei Clark und Lamin Sabally schmerzlich vermisst.

Im Blick des Bundestrainers: Knapp 27 Minuten pro Spiel schickt Löwen-Coach Ramon Diaz in dieser Saison bislang Benny Schröder aufs Parkett. Sollte der 23-Jährige diesen Schnitt halten, würde er zwölf Minuten länger als vergangene Saison (14:53 MPG) spielen. Der Forward hat noch jede Menge Entwicklungspotenzial – das ihn interessant für ein mittelfristiges Länderspielfenster macht?

Alte Bekannte: Vechtas Youngster Eliah Braun kommt aus Braunschweig und ist der Sohn von Ex-Nationalspieler Oliver Braun. Braunschweigs Chip Flanigan hat von 2022 bis 2024 in Vechta gespielt.

Was die KI meint (ChatGPT): Wie lange wird das verletzungsgeplagte RASTA Vechta in der Bundesliga noch auf den ersten Sieg warten müssen?
„Ich würde den ersten Sieg am ehesten gegen Braunschweig oder Trier erwarten. Gegen Braunschweig ist RASTA trotz der Ausfälle nicht chancenlos: In Jena war die Mannschaft wesentlich konkurrenzfähiger als beim 67:108 gegen Bamberg und beim 81:93 in Frankfurt. Das Hauptproblem ist derzeit ziemlich eindeutig die Offensive: nur 36 Prozent aus dem Feld und 23 Prozent Dreier in Jena. Mein Tipp: RASTA beendet die Serie innerhalb der nächsten drei BBL-Spiele – wahrscheinlich schon gegen Braunschweig, andernfalls gegen Trier.“

Meilensteine: Philipp Herkenhoff fehlen noch 43 Punkte bis 1.500.

Weise Worte: „Es ist gerade eine extrem schwere Phase. Nichtsdestotrotz bin ich stolz darauf, wie die Mannschaft gefightet und sich nie aufgegeben hat. Wir müssen weiterarbeiten, an uns glauben und hier und da den einen oder anderen noch verletzten Spieler zurückbekommen“, sagte Vechtas Coach Christian Held nach der Partie in Jena.

German Basketball is mad sexy: Weltmeister, Europameisterschaft, NBA-Veteran und nebenbei Hauptgesellschafter bei den Basketball Löwen: Keine Frage, Dennis Schröder ist der Hauptgrund, warum German Basketball mad sexy ist. Aktuell bereitet sich der Spielmacher auf seine 14. NBA-Saison mit den Charlotte Hornets vor. „Ich bin so froh, dass ich wieder mit ihm zusammenarbeiten kann“, sagt Coach Charles Lee. Der 41-Jährige war zwischen 2014 und 2018 Assistant Coach unter Mike Budenholzer in Atlanta, also in jenen Jahren, als auch Schröder bei den Hawks unter Vertrag stand. Und: Lee hat sogar eine Vergangenheit in Deutschland, zwischen 2008 und 2010 spielte er als Guard in der Basketball-Bundesliga für Göttingen und die Artland Dragons. „Er hat sich zu einem Anführer entwickelt“, lobt Lee. „Er nimmt Einfluss auf Spiele in der Regular Season und den Playoffs. Sein Wissen wird uns helfen und defensiv gibt er immer 100 Prozent.“

Livestream / Fernsehen: Das Spiel wird am Montag, 5. Oktober, ab 19.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Sebastian Meichsner.