Die besondere Brisanz: Der Spielplan meint es theoretisch gut mit den Veolia Towers Hamburg. Sie bekommen am Sonntag die Chance zur unmittelbaren Revanche, denn nur sieben Tage nach dem Aus im Netto BBL Pokal (63:85) heißt der Gegner erneut FC Bayern Basketball. Praktisch ist das allerdings eine enorme Hürde für die Hanseaten, denn …
Status quo: … die Münchner kennen vor heimischer Kulisse in der easyCredit BBL keine Gnade. 108:72 gegen Bamberg, 95:61 gegen Berlin und 113:60 gegen Oldenburg – im Schnitt gewannen sie zu Hause bisher mit 41 Zählern im Schnitt: Es sieht bislang nicht danach aus, als ob es im BMW Park für gegnerische Teams etwas zu holen gibt. Hamburgs Auswärtsbilanz spricht auch nicht für den großen Coup: In drei Spielen gab es drei Niederlagen. Allerdings spielten die Bayern am Donnerstag noch international und mussten sich in heimischer Halle Dubai BC klar geschlagen geben. Nach dem 91:107 bezeichnete Coach Anton Gavel die Verteidigung in der ersten Halbzeit als "nicht existent".
Zahlen, bitte: Die Starting Five der Hamburger blieb im Pokalspiel deutlich unter ihren Möglichkeiten, denn die Herren Zakai Zeigler, Martin Breunig, Kenny Ogbe, Noah Thomasson und David Muenkat erzielten zusammen nur 20 der 63 Towers-Punkte.
Duell im Fokus: Vielleicht ist das erneut die Chance für andere? Mathys Kangudia beispielsweise erhielt gegen die Bayern eine Menge Spielzeit (26:36 Minuten) und erzielte 16 Punkte. Um in München zu bestehen, wird aber auch er seine Treffsicherheit optimieren müssen: Im Pokalspiel versenkte der Franzose nur fünf seiner 14 Versuche aus dem Feld. Als Shooting Guard könnte er es am Sonntag bei den Münchnern unter anderem mit Andi Obst oder Justinian Jessup zu tun bekommen – große Namen bei einer großen Aufgabe.

Die ewige Bilanz: 14 Aufeinandertreffen stehen zwischen München und Hamburg zu Buche, immerhin sechsmal gewannen die Towers. In der bayerischen Hauptstadt gelang den Besuchern aus dem Norden bislang allerdings erst ein Erfolg: 2023 setzten sie sich mit 89:70 durch, der Hamburger Trainer hieß schon damals Benka Barloschky.
Was die KI meint (ChatGPT): Was muss Hamburg am Sonntag anders machen als im Pokal, um in München siegen zu können? „Hamburg muss vor allem den 15:0-Lauf der Bayern verhindern, der im Pokal das Spiel kippte. Dafür braucht es über 40 Minuten defensive Konsequenz, weniger Ballverluste und mehr Physis beim Rebound. Offensiv müssen die Towers ihre Dreier treffen und mutiger zum Korb ziehen, statt sich auf schwierige Würfe zu verlassen. Entscheidend: München darf nie in seinen Rhythmus kommen. Nur wenn Hamburg konstant Druck macht und seine Chancen effizient nutzt, ist die Überraschung drin.“
Trainer-Take: “Für eine Sensation müssten die Hamburger überdurchschnittlich gut von der Dreipunktelinie werfen und die Bayern ihren Kontrahenten nach dem souveränen Erfolg vor einer Woche im Pokalspiel unterschätzen. Die Hamburger sind stark, wenn sie ein weites Feld zum Attackieren vorfinden. Daneben müssen die Bayern die Drag Screens in Transition und die Handoffs mit Martin Breunig verteidigen. Insgesamt ist die individuelle Qualität der Münchner so viel stärker als die der Hamburger, dass ich mir keinen Sieg der Towers vorstellen kann, zumal die Bayern in der BBL zu Hause bislang nur Kantersiege feierten.“

Sonstiges: Schiedsrichter Benjamin Barth wird seine 750. BBL-Partie pfeifen. Die aktuell meisten Einsätze weist Robert Lottermoser auf (1.098). Apropos...
Meilensteine: Martin Breunig fehlen noch acht Defensiv-Rebounds bis 750 und sechs Offensiv-Rebounds bis 500. Justinian Jessup braucht noch 4 Dreier bis zur Marke von 200.
Fernsehen / Livestream: Das Spiel wird am Sonntag ab 16.15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Es kommentiert Michael Körner.














