Autor: Horst Schneider
Foto: Christina Pahnke
Der zweite Teil des dieswöchigen EuroLeague-Doppelspieltags führt den FC Bayern Basketball am Donnerstag in die stets stimmungsvolle Belgrade Arena, wo es gegen Roter Stern Belgrad zum Wiedersehen mit zwei deutschen Nationalspielern und ehemaligen Bayern-Akteuren kommt.
Diese Woche in Europa
Mittwoch, 18:00: BC Opava – Trier (FEC)
Mittwoch, 19:00: Chemnitz – Bourg-en-Bresse (EC)
Mittwoch, 19:00: Vechta – Hapoel Holon (BCL)
Mittwoch, 19:00: Würzburg – Dziki Warschau (FEC)
Mittwoch, 19:00: Weißenfels – Dubrava Zagreb (ENBL)
Mittwoch, 19:30: Derthona Tortona – Rostock (EC)
Mittwoch, 20:00: Berlin – Surne Bilbao (BCL, zu den Mittwoch-Vorberichten geht es hier)
Donnerstag, 20:00: Roter Stern Belgrad – München (EL)
Während der Deutsch-Amerikaner Nick Weiler-Babb, der 2022 mit der DBB-Auswahl EM-Bronze gewann, fünf Jahre für die Bayern spielte und im Münchener Trikot 2025 als bester Verteidiger der EuroLeague und der easyCredit BBL ausgezeichnet wurde, spielte der Deutsch-Österreicher David Krämer 2021 nur wenige Monate für die Bayern. Seinen Durchbruch schaffte der wurfstarke Guard, der bis 2019 vor allem in Ulm groß geworden war, erst später von 2021 bis 2023 in Braunschweig sowie als frischgebackener Weltmeister von 2023 in der spanischen Liga mit Granada und Teneriffa. Im Sommer wechselte Krämer von Real Madrid nach Belgrad. Nick Weiler-Babb spielte vor seinem Wechsel nach Belgrad in der vergangenen Saison für Anadolu Efes Istanbul.
EuroLeague: Crvena Zvezda Meridianbet Belgrad – FC Bayern Basketball (Do, 20:00 Uhr)
Status quo: Drei Niederlagen in Folge haben die Münchner Bilanz auf 2–6 Siege verschlechtert. Crvena Zvezda (Roter Stern) hat sich nach zwei Auftaktniederlagen auf 5–3 Siege verbessert. Einzig eine Overtime-Niederlage im Derby gegen Partizan trübte in der vergangenen Woche diesen Lauf.
Gegner: Wie im früheren Jugoslawien kämpft der 15-fache jugoslawische Meister auch in Serbien mit Partizan um die Vorherrschaft und hatte dabei seit 2015 neunmal die Nase vorn (zuletzt 2024). In der Adria-Liga gewann Roter Stern sieben der letzten zehn Titel (zuletzt ebenfalls 2024). In der EuroLeague zog Zvezda 2016 ins Viertelfinale ein, verpasste aber seitdem regelmäßig die Playoffs – 2025 und 2026 allerdings erst in den Play-Ins. In der Adria-Liga und in Serbien reichte es in den letzten beiden Jahren etwas überraschend jeweils nur zum Halbfinale.
Stars: Trainer Ibon Navarro vertraut im Backcourt neben den vor allem korbgefährlichen US-Guards Jared Butler und Tyson Carter auf die Kreativität von Chris Jones (6,1 APG). Nick Weiler-Babb kommt wie David Krämer hinter diesem Trio zumeist von der Bank. Große Korbgefahr strahlen die Forwards Semi Ojeleye, Jordan Nwora und Chima Moneke aus. Während der NBA-Import Patrick Baldwin sich auf der Vier noch an Europa gewöhnen muss, feierte der nachverpflichtete Christian Koloko am Dienstag gegen Maccabi mit guter Defensivarbeit ein gelungenes Debüt. Unter dem Korb ist neben Ebuka Izundu mittlerweile auch der langarmige Johnathan Motley wieder fit.
Aktuelle Form: Auch in der Adria-Liga hat Zvezda sich nach einem Fehlstart (89:90 beim eigenen Farmteam FMP) auf 3–1 Siege verbessert. In der EuroLeague überrumpelten die Belgrader am Dienstag Maccabi Tel Aviv gleich in der ersten Halbzeit mit 10/17 Dreiern zu einer 55:30-Führung. Nach dieser Vorentscheidung schonten beide Seiten in der zweiten Hälfte ihre Kräfte für den Donnerstag. Tyson Carter (24) und Jared Butler (21) führten das 100:78-Schützenfest mit zusammen 9/15 Dreiern an.
Alte Bekannte: Neben den beiden deutschen Nationalspielern hat bei Roter Stern auch Ebuka Izundu eine Vorgeschichte in der easyCredit BBL. Der nigerianische Center spielte 2023/24 für die EWE Baskets Oldenburg.
Livestream/TV: Alle Spiele der EuroLeague werden in dieser Saison live und auf Abruf auf MAGENTA SPORT übertragen. Lukas Schönmüller kommentiert die Übertragung aus Belgrad ab 19:45 Uhr.















