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Home/Newscenter/Das unerwartete Kellerduell: BCL-Teilnehmer Vechta zu Gast in Hagen – live und free im SPORTBILD-Stream

VorberichteDas unerwartete Kellerduell: BCL-Teilnehmer Vechta zu Gast in Hagen – live und free im SPORTBILD-Stream

28. Oktober 2026
Vechta braucht Erfolge, aber das könnte schwierig werden bei den heißen Hagenern, die mit drei Siegen in Folge (inklusive Pokal) die Kurve gekriegt haben. Den aufgestiegenen Feuervögeln um Headcoach Chris Harris dürfte der erste BBL-Sieg in der „Ische“ seit mehr als zehn Jahren weiteren Aufwind verliehen haben. RASTA dagegen hadert nach fünf Liganiederlagen in sechs Spielen – unterbrochen nur vom Erfolg im Pokal-Achtelfinale und dem Ligasieg gegen Ulm – weiter mit personellen Engpässen und ist als letztjähriges Playoff-Team nun punktgleich mit Hamburg und Chemnitz (alle 1-5) im Tabellenkeller.

Die besondere Brisanz: Vechta braucht Erfolge, aber das könnte schwierig werden bei den heißen Hagenern, die mit drei Siegen in Folge (inklusive Pokal) die Kurve gekriegt haben. Den aufgestiegenen Feuervögeln um Headcoach Chris Harris dürfte der erste BBL-Sieg in der „Ische“ seit mehr als zehn Jahren weiteren Aufwind verliehen haben. RASTA dagegen hadert nach fünf Liganiederlagen in sechs Spielen – unterbrochen nur vom Erfolg im Pokal-Achtelfinale und dem Ligasieg gegen Ulm – weiter mit personellen Engpässen und ist als letztjähriges Playoff-Team nun punktgleich mit Hamburg und Chemnitz (alle 1-5) im Tabellenkeller.

Status quo: Hagen gelang ein – in der Höhe nicht unbedingt verdienter – 88:73-Sieg über Braunschweig am Sonntag, während Vechta gegen den Tabellenzweiten aus Trier mit 88:97 das Nachsehen hatte.

Cameron Krutwig möchte mit Hagen den Aufwärtstrend fortsetzen. (Foto: Harry Langer)

Duell im Fokus: Chris Harris' Antwort auf die Frage, wer in dieser Saison sein wichtigster Spieler sei, kam wie aus der Pistole geschossen: „Cameron Krutwig!“ Der Coach bezog sich darauf, dass der 27-Jährige der einzige echte nominelle Center im Team der Hagener sei, doch die aktuellen Zahlen untermauern die Prognose des Cheftrainers: Mit 13,2 Punkten ist er zweitbester Scorer des Teams sowie bester Rebounder (6,5 RPG), und mit 5,8 Assists pro Spiel zählt er zu den fünf besten Vorlagengebern der Liga – als Big Man unter lauter Guards! Das Auge für seine Mitspieler zeichnet auch sein Gegenüber am kommenden Freitag aus: Allein durch seine Körpergröße von 2,18 Metern verfügt Tibor Pleiß über eine gute Court-Vision. Der (zusammen mit Berlins Norris Agbakoko und Rostocks Philipp Hartwich) längste Spieler der Liga verteilt 1,3 Assists pro Spiel, ist wie Krutwig bester Rebounder seines Teams (10,0 RPG) und kommt durch 10,3 Punkte auf ein Double-Double im Schnitt. Somit wird die Partie zwischen den beiden Kellerkindern (auch) unter dem Korb entschieden …

Zahlen, bitte: 59,7 Prozent ihrer Zwei-Punkte-Würfe verwandeln die Hagener und sind somit unter den Top Drei der Liga. Gleichzeitig sind die Westfalen verhalten, was die Anzahl der Wurfversuche angeht: 35,2 Würfe nehmen Bjarne Kraushaar & Co. pro Spiel – nur Rostock (33,7) und Ludwigsburg (34,5) nehmen weniger.

Die ewige Bilanz spricht für Hagen, und zwar mit 2-1. In der Saison 2013/14 gewann Phoenix beide Spiele, in Hagens „Insolvenzsaison“ gewann RASTA die einzige Partie gegen die Westfalen mit 98:96. 

Was die KI meint (ChatGPT) – ist Vechtas aktuelle Verletzungsmisere die schlimmste in der Historie der ersten Liga? „Was Vechta besonders trifft, ist nicht allein die Zahl der Verletzten, sondern deren sportliche Bedeutung und die Häufung auf Schlüsselpositionen. Ein Klub kann fünf Ausfälle unter Umständen kompensieren. Fehlen gleichzeitig mehrere Spielmacher und wichtige Leistungsträger, gerät das gesamte Spielsystem unter Druck. Fünf Verletzte, die zusammen eine konkurrenzfähige Startformation bilden könnten, mehrere langfristige Ausfälle und zeitweise kaum noch Alternativen auf den Schlüsselpositionen: RASTA Vechta erlebt eine Verletzungsmisere historischen Ausmaßes. Ob es die schlimmste in 60 Jahren Basketball-Bundesliga ist, lässt sich nicht belegen. Ein naheliegender Vergleich ist ALBA Berlin in der Saison 2024/25. Im November 2024 fehlten beziehungsweise beeinträchtigten Verletzungen unter anderem Malte Delow, Matt Thomas, Matteo Spagnolo, Gabriele Procida, Žiga Samar, Yanni Wetzell und Justin Bean. Bean fiel nach einem Handgelenksbruch rund drei Monate aus. Zu den außergewöhnlichsten Personalnotständen der jüngeren Ligageschichte gehört Vechtas Verletzungsmisere aber allemal.“

Meilensteine: Fabian Bleck fehlt noch ein Dreier bis 150, Philipp Herkenhoff braucht noch 31 Punkte bis 1.500. Tommy Kuhse fehlen noch zwei Punkte, um mit Josh Young (1.056 Punkte, 1. Platz) gleichzuziehen, und noch fünf Assists, um TJ Bray ( 324 Assists, 1. Platz) einzuholen.

In Zivil: So sehr sich die Personalsituation bei Vechta gebessert hat, fehlten gegen Trier nach wie vor drei Akteure: Tommy Kuhse, Lloyd Pandi und Lamin Sabally konnten nicht mitwirken, bei Hagen fiel zuletzt weiterhin Marcus Graves aus.

Am Rande der Bande saßen beim jüngsten Heimspiel der Feuervögel 3.145 Zuschauende. Damit war die Ischelandhalle zum zweiten Mal in der noch jungen Saison ausverkauft – gegen Vechta dann zum dritten Mal?

Weise Worte: „Heute haben wir mit einem anderen Kader gespielt als in den letzten Wochen. Man hat in einigen Phasen gesehen, dass wir uns hier und da einfach wieder neu finden müssen – das ist ein Prozess, auf den wir uns freuen. Wir müssen jetzt weiter daran arbeiten, diese kleinen Fehler im Spiel abzustellen. Davon hatten wir heute hier und da zu viele“, sagte Vechtas Headcoach Christian Held nach der Niederlage gegen Trier.

Sonstiges: Bei Vechta wirkten gegen Trier erstmals Neuzugang Justice Sueing (12 MIN, 4 PTS) und der zuvor verletzte Kihei Clark (9 MIN, 0 PTS) mit.Derweil ist noch offen, an wem sich Hagens Übungsleiter Chris Harris in dieser Saison ein Beispiel nehmen wird: An Christian Held, Ty Harrelson und Jacques Schneider – oder an Danny Jansson? Dieses Quintett ist mit seinen Teams erstmals in die erste Liga aufgestiegen und hat im ersten Jahr in der Beletage unterschiedlich performt: Held gelangen in der Saison 2022/23 mit Rostock 16 Siege bei 18 Niederlagen (9. Platz), Harrelson schaffte mit Vechta ein Jahr später die beachtliche Bilanz von 21-13 (6.) und die Playoffs. Schneider erreichte nach gelungener Hauptrunde (17-17, 8.) Play-ins und Playoffs. Nur Jansson tanzte etwas aus der Reihe: Mit Tübingen gelangen ihm nur sechs Siege bei 28 Niederlagen, die prompte Rückkehr in die ProA war die Folge. Also, Chris: Lieber so wie Christian, Ty und Jacques – oder droht „ein zweites Tübingen“?

Livestream / Fernsehen: Das Spiel wird am Freitag, 30. Oktober, ab 19.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Johannes Hülstrung.

Anmerkung der Redaktion:

  • Die Vorberichte (sowie auch die Nachberichte) werden geschrieben von unserem zwölfköpfigen Redaktionsteam von Basketball-Journalisten, die sich mit dem deutschen Basketball und speziell mit der easyCredit BBL befassen.
  • Für die Rubrik „Trainer-Take“ äußert sich aus einem Pool von Co-Trainern je ein Assistent Coach eines Bundesligisten anonym zu einer anstehenden Partie, an der sein Verein nicht beteiligt ist. Auf welches Team oder welchen Aspekt er sich dabei konzentriert, ist ihm freigestellt.
  • KI-Tools werden lediglich für die Rubrik „Was die KI meint“ sowie gelegentlich für die Recherche zur Rubrik „Alte Bekannte“ benutzt.