Die BMA365 Bamberg Baskets haben nach wettbewerbsübergreifend vier Niederlagen in Serie wieder in die Erfolgsspur gefunden. Das Team von Headcoach Jesus Ramirez entführt einen 80:70-Sieg von den EWE Baskets Oldenburg. Durch einen 11:0-Lauf in der Crunchtime entscheiden die Bamberger um Topscorer Richard Balint das Spiel für sich. Vor der Partie muss Oldenburg die nächste Hiobsbotschaft hinnehmen: Auch Nicho Tischler fällt verletzt aus. So kassieren die Niedersachsen ihre vierte Niederlage nacheinander.
Wendepunkt: Vielleicht war es nur eine Frage der Zeit, bis dezimierte Donnervögel die Flügel hängen lassen würden. Die Bamberger eröffneten das vierte Viertel mit einem 9:0-Lauf und zwangen Oldenburg nach zweieinhalb Minuten zur zweiten Auszeit. Zu Beginn der Crunchtime traf Tre Scott zwei Dreier in Serie und sorgte mit seinem Treffer zum 77:68 bei 4:15 Minuten zu spielen für die bis dato höchste Führung des Spiels. 4:22 ohne Punkte und ein 0:11-Lauf brachen den Oldenburgern letztlich das Genick.
Duell im Fokus: Ein Duell der Gegensätze verorteten wir im Vorbericht auf der Vier zwischen Oldenburgs Tylan Pope und Bambergs Tre Scott. Am Ende war es ein Duell auf Augenhöhe – was an Pope lag. Der 25-Jährige markierte mit 17 Punkten einen persönlichen Saisonbestwert, zeigte sich mit 7/11 aus dem Feld treffsicher und half nach Nicho Tischlers Verletzung auch auf der Drei auf und verteidigte dort u.a. Bambergs Topscorer Jordan Wright. Im vierten Viertel ging Pope aber etwas die Puste auf, in Bamberger Reihen drehte derweil Scott auf: Mit zwei Crunchtime-Dreiern brachte er sein Team auf die Siegerstraße. Am Ende standen für den ehemaligen NBA-Akteur elf Zähler (3/4 3P), drei Rebounds und zwei Steals im Boxscore.

Zahlen, bitte: Mit 6:20 verloren die Oldenburger das vierte Viertel deutlich, zuvor war ihr Saisontiefstwert in einem Schlussabschnitt bei elf Punkten gelegen. Dabei verfehlten sie jeden ihrer vier Dreier, über die gesamte Partie waren es nur 3/18 (16,7%) von Downtown.
Spieler der Partie: Parkplatz-Dreier, Korbleger, Midrange-Jumper nach ballfernem Block – Richard Balint zeigte im vierten Viertel, auf welch unterschiedliche Weise er punkten kann. Auch dank des Bamberger Shooting Guards holten sich die Gäste zu Beginn des vierten Viertels das Momentum, am Ende war der tschechische Nationalspieler mit 18 Zählern, drei Rebounds und zwei Assists Topscorer des Spiels.
Die Deutschen: Bei beiden Teams setzten zwei deutsche Spieler von der Bank Akzente: Bei Bamberg Joshua Obiesie mit acht Punkten und vier Assists, bei Oldenburg Michael Keßen mit sieben Zählern, fünf Rebounds und zwei Assists.
In Zivil: Die Oldenburger mussten nicht nur weiterhin auf Le’Tre Darthard und Nate Johnson, welche immerhin wieder ins Training eingestiegen sind, sowie Ja’Qualyn Gilbreath verzichten, sondern auch auf Nicho Tischler: Der Flügelspieler hat sich im Training einen Finger gebrochen und wird drei bis vier Wochen aussetzen müssen.
Wie geht’s weiter: Für die Oldenburger steht die nächste Partie gegen einen langjährigen Playoff-Rivalen an, am Samstag, dem 31.10., geht es für die Donnervögel nach Ulm. Die Bamberger empfangen tags darauf den Aufsteiger Jena, zuvor steht am kommenden Dienstag ein Europapokalspiel gegen Varese an.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.















