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Nachberichte17:0-Lauf bringt Aufsteiger auf Kurs: Hagen feiert gegen Braunschweig ersten BBL-Heimsieg seit über zehn Jahren

25. Oktober 2026

Phoenix Hagen hat zum ersten Mal seit dem 1. Mai 2016 wieder ein Heimspiel in der Beletage gewonnen: Der 88:73-Erfolg über die Basketball Löwen Braunschweig beschert dem Aufsteiger den wettbewerbsübergreifend dritten Sieg in Serie. Ein 17:0-Lauf im ersten Viertel bringt Hagen auf Kurs, ein 14:3-Lauf im vierten Viertel bringt die Entscheidung.

Wendepunkt: Genau genommen gab es für Phoenix Hagen zwei Wendepunkte: Zunächst drehte der Aufsteiger durch einen 17:0-Lauf von Ende des ersten bis Mitte des zweiten Viertels die Partie und holte sich eine 35:25-Führung, dabei zwangen die Hagener die Gäste zu 13 Fehlwürfen aus dem Feld in Serie. Die Gäste kamen aber zurück, glichen dank De'Jour Reaves und Sheldon Edwards viermal aus und lagen knapp sechs Minuten vor Spielende nur mit 69:71 zurück. Dann gelang Hagen der zweite Wendepunkt: Durch einen 14:3-Lauf zogen sie entscheidend davon, Trenton Gibson markierte dabei acht Zähler.

Duell im Fokus: In Hagens Bjarne Kraushaar und Braunschweigs Gian Aydinoglu starteten bei beiden Teams zwei deutsche Spieler auf der Eins. Beide müssen momentan mehr Verantwortung schultern, da bei beiden Teams ein Guard verletzt ausfällt. Und beide überzeugten auch im direkten Duell: Aydinoglu übernahm als Scorer, war der erste Braunschweiger mit zweistelliger Punkteausbeute und legte insgesamt 13 Zähler sowie vier Assists auf. Kraushaar dirigierte das Spiel, verteilte allein im vierten Viertel vier Assists und kam am Ende auf vier Zähler, vier Rebounds, acht Assists und drei Steals. Schwache Wurfquoten bei beiden (Aydinoglu: 5/14 FG; Kraushaar: 2/9 FG) sind zu verschmerzen.

Zahlen, bitte: Mit 22 Offensiv-Rebounds holten sich die Hagener mehr Bälle von den Brettern als die Braunschweiger Defensiv-Rebounds (19)! Folgerichtig ging das Punktuell nach zweiten Wurfchancen mit 28:14 deutlich an die Hausherren.

Rekordverdächtig: Gleich zwei teaminterne Tiefstwerte in einem Viertel standen für Braunschweig zu Buche: die zwölf im zweiten und zwölf Zähler im vierten Viertel.

Erster Heimsieg in der Beletage seit zehn Jahren? Scheint auch Hagens Trenton Gibson zu schmecken. (Foto: Nico Piepenstock)

Spieler der Partie: Trenton Gibson drehte nicht nur bei der entscheidenen Hagener Drangphase auf, sondern avancierte mit 22 Zählern auch zum Topscorer des Spiels. Der Guard zeigte sich treffsicher (8/11 FG), fehlerarm (1 TO in 32:23 MIN) und legte zudem acht Rebounds sowie drei Steals auf. Auch Tyler Polley (20 PTS, 8/11 FG, 6 REB in 19:44 MIN) agierte sehr effektiv.

Die Deutschen: Neben Kraushaar setzten bei Hagen im vierten Viertel auch Tim Uhlemann (8 PTS, 3 REB) und Fabian Bleck (4 PTS) Akzente.

In Zivil: Die Braunschweiger mussten erneut ohne Devin Askew (Fuß), Eddy Edigin (Oberschenkel), Benny Schröder (Sprunggelenk) und Romario Holloway (Knie) antreten, bei Hagen fiel weiterhin Marcus Graves aus.

Wie geht’s weiter: Im zweiten Heimspiel nacheinander empfangen die Hagener am kommenden Freitag Vechta. Für Braunschweig geht es tags darauf mit einem Heimspiel gegen Würzburg weiter.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.