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Home/Newscenter/Erste Kontaktaufnahme fünf Wochen vor dem Pokalduell: Aufsteiger Hagen am Freitag beim Meister Berlin

VorberichteErste Kontaktaufnahme fünf Wochen vor dem Pokalduell: Aufsteiger Hagen am Freitag beim Meister Berlin

04. November 2026
Zu verschenken – womöglich als Bluff vor dem Pokal-Showdown – haben dabei weder Berlin noch Hagen etwas. In der Tabelle haben die Berliner auf dem elften Tabellenplatz mit einer für den Meister enttäuschenden Startbilanz von 3–4 Siegen nur einem Erfolg mehr auf dem Konto als Phoenix (2–5) auf dem vorletzten Platz. Beide wähnten sich am vergangenen Wochenende nach zuvor wettbewerbsübergreifend vier (Berlin) bzw. drei (Hagen) Siegen in Folge im Aufwind. Doch Berlin wurde am Sonntag von Bonn mit 95:88 gestoppt und Hagen erlebte am Freitag mit 74:100 gegen Vechta eine herbe Ernüchterung.

Die besondere Brisanz: Berlin und Hagen haben sich schon lange – fast auf den Tag genau zehn Jahre – nicht mehr gesehen. Am 4. November 2016 unterlag Phoenix Hagen in der Hauptstadt 77:81, aber das Resultat wurde wenige Wochen später wegen der Hagener Insolvenz und dem daraus resultierenden Lizenzentzug annulliert und aus der Wertung genommen. Jetzt sind die Westfalen zurück in der ersten Liga und spielen in fünf Wochen schon wieder gegen ALBA BERLIN – dann im Rahmen des Viertelfinales um den Netto BBL Pokal in Hagen. Kommt es vor diesem Hintergrund vielleicht ganz gelegen, dass man sich vorher in der easyCredit BBL schon mal wieder miteinander bekannt machen kann?

Status quo: Zu verschenken – womöglich als Bluff vor dem Pokal-Showdown – haben dabei weder Berlin noch Hagen etwas. In der Tabelle haben die Berliner auf dem elften Tabellenplatz mit einer für den Meister enttäuschenden Startbilanz von 3–4 Siegen nur einem Erfolg mehr auf dem Konto als Phoenix (2–5) auf dem vorletzten Platz. Beide wähnten sich am vergangenen Wochenende nach zuvor wettbewerbsübergreifend vier (Berlin) bzw. drei (Hagen) Siegen in Folge im Aufwind. Doch Berlin wurde am Sonntag von Bonn mit 95:88 gestoppt und Hagen erlebte am Freitag mit 74:100 gegen Vechta eine herbe Ernüchterung.

Duell im Fokus: Ein Center, der werfen, passen und dribbeln kann? Cameron Krutwig hat sich in den ersten Saisonwoche als eine der großen Entdeckungen in der Liga und als große Attraktion des Aufsteigers Phoenix Hagen entpuppt. Mit 13,1 PPG sowie 6,9 RPG und 5,0 APG ist der US-amerikanische Linkshänder der vierteffektivste Spieler der Liga. Mit dieser Vielseitigkeit spielt Krutwig ausgerechnet auf der Position, wo ALBA immer noch etwas dünn besetzt ist. Auch der in Berlin nach der Verletzung von Norris Agbakoko auf die Fünf hochgerückte Brandon Angel kann werfen, passen und dribbeln (und ist nebenbei ALBAs effektivster Spieler), ist aber wie der nachverpflichtete spanische Center Yankuba Sima zwanzig Kilo leichter als Krutwig.

Yankuba Sima trifft mit Berlin auf Hagen. (Foto: Tilo Wiedensohler)

Zahlen, bitte: Berlin (33,7 RPG) und Hagen (34,0 RPG) sind die beim Rebound schwächsten Mannschaften in der Liga. Berlin lässt vor allem am defensiven Brett zu viel liegen (in der Statistik Schlusslicht mit nur 21,6 DRPG). Hagen kommt vor allem am offensiven Brett zu oft zu spät (Schlusslicht mit nur 10,7 ORPG)

Die ewige Bilanz erinnert Phoenix Hagen daran, wie hoch die Körbe in der Hauptstadt für sie bis zum Abstieg 2016 hingen. Von acht Gastspielen in Berlin zwischen 2009 und 2016 gewannen die Westfalen kein einziges. Lediglich in der heimischen "Ische" erwischte Phoenix die Berliner viermal auf dem falschen Fuß. Unter dem Strich ergibt das eine Bilanz von 11:4 für ALBA.

Was die KI meint (ChatGPT) - Phoenix Hagen und ALBA BERLIN spielen Freitag in der Liga und in fünf Wochen schon wieder im Pokal gegeneinander. Welches ist das wichtigere Spiel? Das Pokalspiel ist das wichtigere Spiel. Dafür sprechen drei Gründe: 1) Es geht unmittelbar um den Einzug ins Final Four. 2) Eine Niederlage bedeutet das sofortige Pokalaus. 3) Ein Sieg eröffnet die realistische Chance auf einen Titel – und zwar bereits im Februar.

Am Freitag geht es um Standortbestimmung und Prestige. Am 13. Dezember geht es um eine echte Titelchance. Das zweite Spiel hat deshalb das größere sportliche Gewicht.

Trainer-Take: “Berlin ist der Favorit für dieses Spiel. Hagen verfügt über beachtliches offensives Talent, was auch für die Berliner gilt. Aber Berlin kann die defensiven Stellschrauben bei Bedarf deutlich enger als die Hagener anziehen. Martin Hermannsson gibt ALBA viel Erfahrung und ist eine Art zweiter Coach auf dem Feld. Die Hagener müssen sehr schnell spielen und die Partie über 40 Minuten zu einem Transition-Duell machen. Dazu müssen sie den Ball sehr gut werfen, um eine Chance zu haben. Sollte Hagen seinen offensiven Output im Halbfeld generieren müssen, wird es sehr schwer werden.“

Meilensteine: Malte Delow steht am Freitag vor seinem 250. Spiel in der easyCredit BBL – alle für ALBA BERLIN. Dabei fehlen dem Nationalspieler nur noch fünf Steals bis 200, was sein Jubiläumsspiel natürlich spektakulär veredeln würde.

In Zivil: Solange Marcus Graves noch verletzt ist, was dem Vernehmen nach nicht mehr lange der Fall sein wird, bleibt Trainer Chris Harris in Hagen die Qual der Wahl erspart, welchen seiner sieben Importspieler er auf die Tribüne verbannt. Auch in Berlin rückt das Comeback von Jack Kayil von seiner Wadenverletzung näher. Dann würde Trainer Pedro Calles nur noch der Langzeitverletzte Norris Agbakoko fehlen.

Alte Bekannte: Marvin Omuvwie (29) und Nicola Schultze (20) kehren mit Phoenix Hagen in ihre Geburtsstadt zurück. Marvin lernte sein Basketball-Einmaleins beim TuS Lichterfelde, bevor er 2013 als 16-Jähriger nach Ulm wechselte. Nicola Schultze, Sohn der ALBA-Legende Sven Schultze, begann seine Basketball-Karriere in der ALBA-Jugend. Seine 17-jährige Schwester Lilli Schultze spielt in ALBAs WNBL-Team und ist der aktuelle MVP der Nachwuchsliga.

German Basketball is mad sexy: Moritz Wagner versucht seit dem vergangenen Wochenende in der neuen Staffel der TV-Show "Wer stiehlt mir die Show?"(jeweils sonntags 20:15 Uhr auf ProSieben und Joyn) Moderator Joko Winterscheidt gemeinsam mit Carolin Kebekus und "Knossi" Knossalla den Job streitig zu machen. Wie er die Dreharbeiten erlebt hat, beschrieb Moritz bereits im Juni in seinem Podcast "Kannst du so nicht sagen": Er gestand dort: "Ich habe gelernt, dass ich mich komplett zum Affen machen kann". Aber er habe sich vorgenommen, das komplett durchzuziehen: "Was immer die mich fragen, mach ich." Schön, dann wird German Basketball jetzt auch im Unterhaltungs-Fernsehen mad sexy!

Livestream / Fernsehen: Die Partie wird Freitag ab 19:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Hannes Jakobi.

Anmerkung der Redaktion:

  • Die Vorberichte (sowie auch die Nachberichte) werden geschrieben von unserem zwölfköpfigen Redaktionsteam von Basketball-Journalisten, die sich mit dem deutschen Basketball und speziell mit der easyCredit BBL befassen.
  • Für die Rubrik „Trainer-Take“ äußert sich aus einem Pool von Co-Trainern je ein Assistent Coach eines Bundesligisten anonym zu einer anstehenden Partie, an der sein Verein nicht beteiligt ist. Auf welches Team oder welchen Aspekt er sich dabei konzentriert, ist ihm freigestellt.
  • KI-Tools werden lediglich für die Rubrik „Was die KI meint“ sowie gelegentlich für die Recherche zur Rubrik „Alte Bekannte“ benutzt.