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Home/Newscenter/Zu Hause mit dem Rücken zur Wand: Ringen die Gladiatoren aus Trier in heimischer Arena den Meister nieder?

VorberichteZu Hause mit dem Rücken zur Wand: Ringen die Gladiatoren aus Trier in heimischer Arena den Meister nieder?

21. Mai 2026
Zweimal hat der Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier beim Meister FC Bayern München Basketball relativ klar verloren - beim ersten Heimspiel der Viertelfinalserie werden die Moselstädter mit ihren 5.400 Fans im Rücken alles daran setzen, den Sweet zu verhindern und die Serie zu verlängern.

Stand: VET-CONCEPT Gladiators Trier (8) - FC Bayern Basketball (1) 0-2

Die besondere Brisanz: Zweimal hat der Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier beim Meister FC Bayern München Basketball relativ klar verloren - beim ersten Heimspiel der Viertelfinalserie werden die Moselstädter mit ihren 5.400 Fans im Rücken alles daran setzen, den Sweep zu verhindern und die Serie zu verlängern. Dass dies nicht einfach werden dürfte, zeigt auch ein Blick in die Geschichtsbücher (siehe Rekordverdächtig). 

Nenad Dimitrijevic (rechts) und seine Münchner Kollegen rannten Trier im zweiten Spiel davon. Gelingt den Moselstädtern der Anschluss? (Foto: Matthias Stickel)

Was wir bisher gelernt haben: Trier startet stark - und lässt dann ganz stark nach. Auf diese knappe Formel lässt sich, salopp formuliert, die Geschichte der ersten beiden Spiele der Serie bringen. In Spiel zwei starteten die Gladiators brillant und lagen nach etwas mehr als zwei Minuten mit 10:0 vorne, um dann in den restlichen knapp 38 Minuten nur noch 55 Punkte draufzulegen - Trier verlor 65:92. Im ersten Spiel lagen die Gäste von der Mosel mit 16:7 vorne, verloren dann am Ende ebenfalls deutlich mit 80:101. Die Münchner starteten jeweils verhalten in die ersten beiden Partien, um dann im weiteren Spielverlauf aber ihre individuelle Qualität und ihre tiefe Bank zu nutzen.

Status quo: Trier liegt in der „Best of three“-Serie 0:2 hinten und steht vor Spiel drei mit dem Rücken zur Wand. Am Dienstag gelangen den Gladiators im dritten und vierten Viertel nur noch jeweils 16 Punkte, Bayern gewann 92:65. Eine Einschätzung über alle vier Viertelfinalserien gibt Experte Stefan Koch in seiner aktuellen Kolumne.

Duell im Fokus: Wenn Triers Topscorer Jordan Roland wie in Spiel zwei eine Off-Night hat (nur acht Punkte - allerdings auch gegen intensive Defense gegen ihn), müssen andere in die Bresche springen. Zuletzt tat das Maik Zirbes: Der routinierte Big Man, der mit seinen 35 Lenzen schon unzählige Playoff-Schlachten geschlagen hat, war Dienstag mit 14 Punkten Triers Topscorer, griff sich zudem fünf Rebounds. Auf der anderen Seite steht ein ebenso erfahrener Center, seines Zeichens Welt- und Europameister: Joe Voigtmann hat einen anderen Ansatz zum Spiel, bewies aber zuletzt (bei wieder steigenden Einsatzzeiten) seinen Wert und seine Effizienz für den Deutschen Meister. Elf Punkte, drei Rebounds und zwei Blocks in 15 Minuten Spielzeit ergaben für Voigtmann im zweiten Spiel einen Plus-Minus-Wert von 22.

Zahlen, bitte: Genauso deutlich wie in den ersten Playoff-Partien liegen Bayern und Trier auch in der Effektivitäts-Tabelle auseinander: Diese führen die Münchner mit einem Wert von 121,5 mit großem Abstand an; der Zweitplatzierte Berlin kommt auf 107,5. Trier ist in dieser Kategorie Schlusslicht mit 74,5.

Die ewige Bilanz: Von 14 direkten Duellen gewann München bislang zehn, darunter alle vier Partien in dieser Saison - zwei in der Hauptrunde, zwei in den Playoffs.

Rekordverdächtig: Seit der digitalen Erfassung der Ergebnisse ab der Saison 1998/99 gelang es nur drei Teams in den Playoffs, einen 0:2-Rückstand zu drehen (hier mehr zu den größten Überraschungen in den BBL-Playoffs):

Halbfinale 1999/00: Leverkusen – Frankfurt 3:2
Viertelfinale 2001/02: Bonn – Bamberg 3:2
Viertelfinale 2002/03: Bonn – Leverkusen 3:2

Im Blick des Bundestrainers: Alex Mumbru war am Dienstagabend Zaungast beim zweiten Playoffspiel und sah unter anderem seinen Schützling Oscar da Silva (14 Punkte, vier Rebounds) in guter Form, während Andreas Obst (vier Punkte) und Justus Hollatz (null) einen unauffälligen Abend hatten. 

Alter Bekannter: Maik Zirbes spielte 2017/18 eine Saison in München.

Weise Worte: „Ich bin nicht zufrieden mit der ersten Halbzeit heute, wie wir uns präsentiert haben. Wir waren in den ersten Minuten ausgezeichnet, vom Ballmovement, der Pace und der Execution her waren wir sharp. Danach hatten wir zu viel Respekt, haben zu viel nachgedacht und nicht mehr die Entscheidungen wie vorher getroffen. Auch im zweiten Viertel haben wir zu viel Respekt gezeigt, und wenn man gegen so eine Spitzenmannschaft schon ab der Halbzeit einem Rückstand hinterherläuft, ist es doppelt so schwer. Am Samstag wird es ganz anders aussehen, wir spielen zu Hause. Ich glaube an mein Team und weiß, dass wir physisch spielen werden, schnell, und mit unseren Fans im Rücken Bayern länger unter Druck setzen werden“, blickt Triers Headcoach Jacques Schneider zurück und nach vorn.

Am Rande der Bande: Bei München saßen im zweiten Spiel Kamar Baldwin, Rokas Jokubaitis, Leon Kratzer, Stefan Jovic und David McCormack neben dem Spielfeld. 

Sonstiges: Der ehemalige Trainer der Münchener, Gordon Herbert, hat einen neuen Job: Sein bereits zuvor kolportiertes Interesse an einem Job in Neuseeland wurde nun offiziell bestätigt.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag ab 14:15 Uhr live hier bei Dyn übertragen, wo es jetzt auch den Playoff-Pass gibt (hier die Details zum Angebot). Kommentator ist Sebastian Meichsner.