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Home/Newscenter/Vizemeister Ulm unter Druck: Packt Pokalsieger Bamberg wieder den Besen aus?

VorberichteVizemeister Ulm unter Druck: Packt Pokalsieger Bamberg wieder den Besen aus?

21. Mai 2026

Stand: BMA365 Bamberg Baskets (3) – ratiopharm ulm (6) 2-0

Die besondere Brisanz liegt natürlich aufseiten von ratiopharm ulm. Bei einer Heimniederlage gegen die BMA365 Bamberg Baskets ist die Saison für den Vizemeister beendet, dann würden die Ulmer vom Pokalsieger per Sweep und mit dem Besen aus den Playoffs gekehrt werden. Ganz ohne Playoff-Sieg bei einer Endrundenteilnahme auszuscheiden, widerfuhr Ulm zuletzt 2022. Wie schwer es für die Ulmer werden dürfte, die Serie noch zu drehen? Seit der digitalen Erfassung der Ergebnisse ab der Saison 1998/99 gelang es nur drei Teams in den Playoffs, einen 0:2-Rückstand zu drehen (hier mehr zu den größten Überraschungen in den BBL-Playoffs):

  • Halbfinale 1999/00: Leverkusen – Frankfurt 3:2
  • Viertelfinale 2001/02: Bonn – Bamberg 3:2
  • Viertelfinale 2002/03: Bonn – Leverkusen 3:2

Status quo: Die Bamberger gehen also mit breiter Brust in das Spiel in Ulm und haben derweil ihre erste gewonnene Playoff-Serie seit 2017/18 vor Augen.

Der Blick zurück: Nachdem die Bamberger im Auftaktspiel noch Comeback-Qualitäten im vierten Viertel gezeigt hatten, musste das Team von Anton Gavel im zweiten Duell aber selbst etwas zittern: Beinahe hätten die Bamberger eine Führung von 13 Punkten zu Beginn des Schlussabschnitts verspielt, nach einem 1:14-Auftakt und dem Ausgleich fingen sich die Bamberger wieder und setzten sich mit 90:87 durch.

Was wir bisher gelernt haben: Bamberg kann also doch Crunchtime. In der Hauptrunde sah dies noch anders aus: Dort verlor der Pokalsieger sieben von neun Spielen, die mit maximal fünf Punkten Differenz entschieden wurden; keine Mannschaft auf den Playoff- und Play-In-Rängen wies eine schwächere Bilanz auf. Die Ulmer kamen mit 4-7 übrigens auf die zweitschwächste Bilanz jener zehn Mannschaften.

Duell im Fokus: Die Bamberger haben bisher bewiesen, dass sie mehr sind als „nur“ ihre konstante Startformation, dabei sticht von der Bank vor allem Austin Crowley heraus – der das Kunststück geschafft hat, in beiden Partien die gleiche Stat-Line von 14 Punkten, vier Rebounds, vier Assists und zwei Steals in den Boxscore zu zimmern. Der Forward ist mit seiner Vielseitigkeit so wichtig, dass er bis auf 1:50 Minuten die kompletten 20 Minuten an vierten Vierteln auf dem Parkett stand. Die Ulmer bringen bislang Mark Smith von der Bank, der als Combo-Guard mit seiner Rebound-Stärke ebenfalls zu den vielseitigeren Spielern unserer Liga gehört. Dass Smith auch weiß, wo der Korb hängt, bewies er im zweiten Spiel, als er mit 29 Punkten nur vier Zähler unter seinem Karrierebestwert in der Beletage blieb. Ob Crowley oder Smith: Beide Bankspieler könnte erneut ein Spiel beenden.

Mark Smith (rechts) und seine Ulmer werden im dritten Spiel nichts unversucht lassen, um die Bamberger Gegenwehr zu überwinden. (Foto: Daniel Löb)

Zahlen, bitte: Nur 10,5 Ballverluste im Schnitt verzeichnen die Bamberger bislang in der Serie, damit hindert die Gavel-Truppe die Ulmer auch daran, ins Laufen zu kommen: Der Vizemeister hat in beiden Spielen zusammen nur acht Fastbreak-Punkte erzielt! Dafür schaffen es die Ulmer bisher gut, die Bamberger an den Brettern zu attackieren: In der Serie haben sich die Ulmer insgesamt 22 Rebounds mehr geschnappt, das Punkteduell nach zweiten Wurfchancen geht mit 48:16 somit auch deutlich an den Vizemeister.

Die ewige Bilanz: Die Bamberger haben ihre Bilanz gegen Ulm auf 76-27 ausgebaut. Übrigens entscheiden die Franken bereits die vergangenen drei Playoff-Duelle gegen Ulm per Sweep für sich: in den Finals 2016, im Halbfinale 2015 und in den Finals 2012.

Weise Worte: „Die Duelle des Pokalsiegers mit dem Vizemeister waren aus meiner Sicht die intensivsten und physischsten“, schreibt Stefan Koch hier in seiner aktuellen Kolumne, in der er noch mehr auf die beiden Serien blickt, die derzeit 1:1 stehen.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Als die Ulmer zuletzt durch einen Sweep in den Playoffs ausschieden, war Justin Simon auch dabei – nur beim damaligen Gegner Ludwigsburg. Für den Forward ging es nach jener Saison 2021/22 nach Australien. Dort war Simon für die Sydney Kings aktiv und feierte die Meisterschaft in der NBL. Finals-Gegner damals? Die New Zealand Breakers. Bei ihrer ersten Finals-Teilnahme seit acht Jahren verpassten die Breakers ihre vierte Meisterschaft – worauf sie bis heute warten. Neben Simon waren bei den Kings in Xavier Cooks und Derrick Walton Jr. damals übrigens zwei weitere ehemalige Spieler unserer Liga aktiv. Vielleicht haben sich die Breakers ja gedacht, aus Deutschland zu verpflichten, ergibt Sinn – womit sie vielleicht genau auch deshalb einen langjähriger BBL-Trainer und Weltmeister-Coach der DBB-Auswahl geholt haben: Gordon Herbert. Denn auch die Breakers wissen: German Basketball is mad sexy.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Samstag ab 16.30 Uhr live hier bei Dyn übertragen, wo es jetzt auch den Playoff-Pass gibt (hier die Details zum Angebot). Kommentator ist Florian von Stackelberg, als Experte ist Akeem Vargas am Mikro.