Die besondere Brisanz: Die Vorzeichen für die MLP Academics Heidelberg (8 Siege, 23 Niederlagen) sind klar: Verlieren sie ihr Heimspiel gegen den SYNTAINICS MBC (oder gewinnt Jena am Samstag in Rostock), sind sie abgestiegen. Wie die Heidelberger in der Beletage bleiben? Der Tabellenvorletzte muss seine restlichen drei Spiele gewinnen und auf drei Niederlagen Jenas (11-20) in den letzten drei Spielen hoffen. Bei einem Zweier-Vergleich muss Heidelberg eine 83:87-Hinspielniederlage gegen Jena wettmachen, ein Dreiervergleich mit Jena und Braunschweig (8-23) ginge in jedem Fall an die Academics.
Kampf um die Postseason: Durch die Heidelberger und Braunschweiger Niederlagen am vergangenen Wochenende war für den SYNTAINICS MBC der Klassenerhalt perfekt, dies feierten die Wölfe mit einem 83:52 gegen Würzburg – womit auf einmal auch wieder die Play-Ins in Sichtweite sind: Mit einer Bilanz von 13-18 haben die Weißenfelser nur einen Sieg Rückstand auf Chemnitz, Oldenburg und Rostock (jeweils 14-17). Unser Tabellenrechner sieht für die Wölfe sogar noch die Chance, auf den achten Platz zu klettern.
Status quo: Gegen Würzburg stellten die Weißenfelser ihren teaminternen Saisonrekord ein, auch gegen Berlin hatten sie mit 31 Punkten Differenz gewonnen. Für das Team von Headcoach Milenko Bogicevic war dies der fünfte Heimsieg in Serie, auswärts haben die Wölfe ihre vergangenen beiden Partien jedoch verloren. Die Heidelberger kassierten zuletzt eine 74:94-Packung in Oldenburg, womit sie vier ihrer vergangenen fünf Partien verloren haben.

Duell im Fokus: Steht Michael Weathers, der gerade von Stefan Koch hervorgehoben wurde, den Heidelbergern nicht zur Verfügung, können sie in dieser Saison einfach nicht gewinnen: Achtmal saß der Guard am Rande der Bande, achtmal verloren die Academics – wie zuletzt gegen Oldenburg, als Weathers aufgrund einer Sperre nicht mitwirken konnte. Die Heidelberger brauchen aber – gerade wegen der Verletzungspause von Spielmacher DJ Horne – einen Kreativspieler wie Weathers, um ihren Traum vom Klassenerhalt aufrechtzuerhalten. Dafür muss der effektivste Heidelberger Spieler aber konstanter auftreten: 4, 16, 2, 15 – das ist die Punkteausbeute von Weathers in den vergangenen vier Partien. Auch die Weißenfelser spürten in dieser Saison das Fehlen ihres effektivsten Spielers: Als Khyri Thomas zwei Monate verletzt ausfiel, verloren die Wölfe inmitten ihrer schwarzen Negativserie alle sieben Partien. Nach seiner Rückkehr gingen zwei Spiele verloren, dann berappelten sich die Weißenfelser und entschieden mit Thomas sechs von acht Partien für sich. Nachdem der NBA-erfahrene Flügelspieler in den ersten Saisonmonaten noch gar nicht so auffällig agierte, schultert er zuletzt immer wieder die Punktelast: In sechs seiner vergangenen 13 Partien hat Thomas mindestens 20 Zähler aufgelegt, so auch beim Sieg gegen Würzburg (22 PTS).
Zahlen, bitte: Während nur ein Team der Liga schwächer von Downtown auftritt als die Heidelberger (30,6 3P%), weisen die Weißenfelser (36,8 3P%) die viertbeste Dreierquote auf. Die Wölfe (11,9 TPG) verlieren am seltensten den Ball, die Heidelberger begehen die fünftmeisten Ballverluste (14,6 TPG).
Die ewige Bilanz fällt mit 6-5 knapp zugunsten der Wölfe aus, darunter waren auch zwei Siege im BBL Pokal. Zu Hause haben die Heidelberger aber drei ihrer vier Heimspiele gegen Weißenfels gewonnen.
Das Hinspiel Ende November ging mit 85:67 an Weißenfels, weil die Wölfe die zweite Hälfte mit 48:26 kontrollierten. Nach der Pause übernahm Spencer Reaves (18 PTS), zuvor hatte Charles Callison 18 seiner 25 Punkte in der ersten Hälfte markiert.
Meilensteine: Weißenfels' Spencer Reaves muss noch viermal von Downtown treffen, um die Marke von 250 Dreiern in seiner Bundesligakarriere zu erreichen.
Am Rande der Bande: Bei Heidelberg fielen zuletzt die Guards DJ Horne und Kevin McClain verletzt aus. Bei Weißenfels ist aktuell Andrew Harrison aus der Rotation gefallen, gegen Würzburg setzte zudem Marcus Foster aus.
Alte Bekannte: Akeem Vargas musste im Sommer 2024 Heidelberg verlassen und wechselte nach Weißenfels.
Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Montag ab 19.45 Uhr Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Chris Schmidt.

















