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Home/Newscenter/Rekordverdächtige 54 Punkte zugelassen: Würzburg klaut in Defensivschlacht Bonn den Heimvorteil

NachberichteRekordverdächtige 54 Punkte zugelassen: Würzburg klaut in Defensivschlacht Bonn den Heimvorteil

16. Mai 2026

Die Fitness First Würzburg Baskets stehlen direkt im ersten Playoff-Spiel den Telekom Baskets Bonn den Heimvorteil. Beim 69:54-Auswärtserfolg beenden die Würzburger das zweite Viertel mit einem 10:1-Lauf, holen sich das Momentum und bestimmten fortan die Partie. Die Würzburger Verteidigung hält Bonn bei der ligaweit viertniedrigsten Punkteausbeute der Saison.

Stand: Telekom Baskets Bonn (4) – FIT/One Würzburg Baskets (5) 0-1

Spielverlauf und Wendepunkt: Die Bonner begannen heiß und trafen ihre ersten fünf Würfe aus dem Feld, noch mehr überzeugten sie aber defensiv: Immer wieder hatten die Hausherren ihre Hände in den Passwegen, Mitte des ersten Viertels ließen sie drei Minuten keine Punkte zu und setzten sich nach einem 8:0-Lauf erstmals zweistellig ab (22:12). Auch die Würzburger zeigten, aus welchem Holz sie defensiv geschnitzt sind, zogen immer wieder Offensiv-Fouls und hielten die Bonner in den letzten 7:16 Minuten vor der Pause ohne Treffer aus dem Feld! Durch einen 10:1-Lauf glichen die Gäste zur Pause zum 30:30 aus. In einer defensivgeprägten Partie hatte bis dahin nur ein Spieler zweistellig gepunktet: Würzburgs Davion Mintz (13 PTS).

Das Momentum blieb auch nach der Pause auf Würzburger Seite, da sich die Gäste offensiv nun ausgeglichener präsentierten. Charles Thompson und Christian Skladanowski zeichneten kurz vor Ende des dritten Durchgangs für die erste zweistellige Führung der Gäste verantwortlich, Skladanowski flog per Alley-Oop zur 54:41-Führung ein. Im vierten Viertel kämpften sich die Bonner zurück und verkürzten auf 51:58, dann antwortete erst Marcus Carr per Dreier mit Brett, bei dreieinhalb Minuten auf der Uhr erhöhte Mintz aus der Distanz auf 64:51 – ein früher Dagger, da die Bonner offensiv einfach keinen Lauf mehr hinlegen konnten.

Würzburg um Marcus Carr (links) ließ Bonn um Mike Kessens (am Boden) ab dem zweiten Viertel nicht mehr zur Entfaltung kommen. (Foto: Sebastian Derix)

Duell im Fokus: Bonns Joel Aminu und Würzburgs Davion Mintz setzten bei ihren Teams als erstes Impulse, Aminu tat das auch defensiv. Am Ende avancierte der Shooting Guard mit zwölf Zählern sogar zum Bonner Topscorer, jedoch traf er in den letzten 17 Minuten nicht mehr aus dem Feld. Mintz ließ zwar nach der Pause nur noch sechs Zähler folgen, mit 19 Punkten, fünf Rebounds und zwei Assists war er dennoch effektivster Spieler der Partie.

Spieler der Partie: Diesen Titel teilt sich Mintz mit Marcus Carr, der nach der Pause auffälliger agierte und sich mit zwölf Zählern, fünf Rebounds und acht Assists vielseitig präsentierte.

Zahlen, bitte: Die Würzburger Verteidigung hielt Bonn bei 54 Punkten – nur vier Teams haben in dieser Saison weniger Zähler in einem Spiel markiert, zu Hause hat sogar keine Mannschaft weniger auf die Anzeigetafel gebracht. Die Bonner trafen drei ihrer ersten sechs Dreier, danach aber nur noch zwei von 17 Würfen von Downtown. So waren die Hausherren mit 21,7 Prozent aus der Distanz noch schwächer als in der Hauptrunde.

Rekordverdächtig: Wie defensivgeprägt die Partie war? Lediglich zusammengerechnet 60 Punkte standen zur Halbzeit an der Anzeigetafel – in nur vier Spielen fielen zur Pause weniger Zähler, unter anderem auch im Hinspiel zwischen beiden Teams (59 PTS). 23 Punkte markierten beide Teams zusammen im zweiten Viertel – in nur drei Spielen fielen weniger in einem Spielabschnitt.

Die Deutschen: Aminus Leistung wurde angesprochen, bei Würzburg war Christian Skladanowski für den Würzburger Lauf im dritten Viertel mitverantwortlich; acht Punkte und vier Rebounds standen für den Forward am Ende im Boxscore.

Was wir bisher gelernt haben: Dass man auch mal mit den eigenen Mitteln geschlagen wird. Über die Hauptrunde waren die Bonner das beste Team beim Offensiv-Rebound, im ersten Playoff-Duell war dies aber ein Schlüssel für den Würzburger Sieg. Zehn ihrer insgesamt 20 Offensiv-Rebounds schnappten sich die Gäste im vierten Viertel, so nahmen sie auch viel Zeit von der Uhr, um eine Bonner Aufholjagd zunichte zu machen.

Am Rande der Bande saß bei Bonn Zach Cooks.

Wie geht’s weiter: Am Montag geht es in der Serie weiter, dann steht in Bonn ab 18.30 Uhr das zweite Spiel an.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.