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NewsDer Meister auf dem Weg zum Sweep? / Bamberg gewinnt zwei Thriller / Vechta und Würzburg klauen Heimvorteil

20. Mai 2026

Herzlich willkommen … zu den Fundamentals. Die beste Zeit des Jahres ist da! Die Auftaktbegegnungen der Viertelfinalserien in den easyCredit BBL Playoffs haben uns bereits in den ersten vier Playoff-Tagen mächtige Überraschungen und massive Comebacks geliefert. Während der Titelverteidiger und die BMA 365 Bamberg Baskets ihre heimischen Fans glücklich machten, ließen sich die Berliner und Bonner auf eigenem Parkett deklassieren und bereits ein Stück weit in die Bredouille bringen.

Viel Zeit zum Durchschnaufen gibt es nicht, denn ab Freitag, den 22.05.2026, geht es mit den Duellen drei und (falls notwendig) vier weiter. Wer überlebt, wer übernimmt die Kontrolle in seiner Serie? Alles LIVE hier bei Dyn, wo es jetzt auch den Playoff-Pass gibt (hier alle Details zum Angebot).

Der Meister mit Tiefe in Richtung Sweep

Stand: FC Bayern Basketball (1.) vs. VET-CONCEPT Gladiators Trier (8.) 2-0

Zwei Spiele, zwei klare Blowout-Siege für Titelverteidiger FC Bayern Basketball gegen Aufsteiger VET-CONCEPT Gladiators Trier: München gewann Spiel eins der Best-of-Five-Serie deutlich mit 101:80 (Video-Highlights) und setzte am Dienstagabend in der SAP Arena mit dem 92:65 sogar noch einen drauf. Die Zweiklassengesellschaft wird deutlicher, je länger diese Serie dauert ...

Auf der einen Seite der amtierende Deutsche Meister, auf der anderen Seite ein Aufsteiger, dem die Belastung der Play-Ins und des fünften Spiels innerhalb von zehn Tagen zum Verhängnis wurde. In beiden Partien startete Trier als das schnellste Team der regulären Saison besser, wurde aber im zweiten Viertel immer einkassiert und vor allem in den Hustle-Kategorien deklassiert: 32:21 Offensivrebounds für die Bayern, 23:13 "Stocks" (Steals plus Blocks), 40:23 Freiwurfversuche… der FCBB ist tiefer, erfahrener, besser. Neun verschiedene Akteure im Pesic-Kader punkteten bisher zweistellig, bei Trier nur drei. Der Offensiv-Spieler des Jahres, Jordan Roland, traf nur sechs seiner 21 Würfe aus dem Feld für 7,5 Punkte im Schnitt.

Wer hilft den Playmakern?

Stand: ALBA BERLIN (2.) vs. RASTA Vechta (7.) 1-1

Das Warten hat für Pedro Calles ein Ende! Der ALBA-Coach fuhr nach 16 Playoff-Pleiten in Folge endlich wieder einen Sieg ein. ALBA BERLIN rehabilitierte sich für die deutliche 89:103-Niederlage im ersten Spiel (Video-Highlights) mit einem knappen, aber überlebenswichtigen 90:85-Heimsieg am Dienstag, der die Best-of-Five-Serie auf 1:1 stellte. Die Offensiven zünden bisher auf beiden Seiten, insgesamt 367 erzielte Punkte sind der mit Abstand höchste Wert aller vier Erstrundenserien.

Die beiden Spielmacher-Duos Jack Kayil und Martin Hermannsson auf der einen, Alonzo Verge und Tommy Kuhse auf der anderen Seite, lieferten in beiden Partien ab und liegen nach 80 Minuten nahe beinander (61:49 Punkte, 6:8 Dreier, 23:18 Assists, 14:8 Turnovers). Den Unterschied machten in beiden Partien die Anderen: während in Spiel eins Tevin Brown (30 Punkte), Lloyd Pandi (18) und TJ Bamba (15) RASTA zum Sieg powerten, waren Norris Agbakoko (17 Punkte), Moses Wood (14) und Justin Bean (10 Punkte, 11 Rebounds) die Matchwinner in Game 2. Wird sich das Team, das seinen Guards am meisten Unterstützung liefert, in dieser Serie durchsetzen?

Pokalsieger überlebt zwei Thriller zum Auftakt

Stand: BMA 365 Bamberg Baskets (3.) vs. ratiopharm ulm (6.) 2-0

Mit zwei umkämpften Heimsiegen gegen ratiopharm ulm sind die BMA365 Bamberg Baskets erfolgreich in die Playoffs gestartet. Dabei sah es am Samstag lange nach einem Erfolg der Gäste aus, die mit aggressiver Defense und hoher Intensität früh die Kontrolle übernahmen, ehe Bamberg in Halbzeit zwei zurückstürmte und final überlebte (80:74, Video-Highlights). Auch in Spiel zwei führten die Ulmer zur Pause, bevor Anton Gavels Mannen das Ding abermals drehten und noch knapper gewannen, diesmal 90:87.

Obwohl die Gäste das Geschehen an den Brettern dominierten (22 Rebounds mehr, davon zwölf mehr am offensiven Brett), machten ihnen mentale Aussetzer einen Schritt durch die Rechnung. 55:36 persönliche Fouls schickten Bamberg nicht nur häufiger an die Freiwurflinie. 32 Ulmer Turnover in 149 Ballbesitzen (21,5% TO-Rate) sind fast 50 Prozent mehr als auf der Gegenseite (21 Turnover, 14,2% TO-Rate) und machten angesichts fast identischer Wurfquoten (44/28/72 gegenüber 41/33/72) bisher den Unterschied in der Serie.

Würzburg klaut Heimvorteil in Bonn

Stand: Telekom Baskets Bonn (4.) vs. Fitness First Würzburg Baskets (5.) 1-1

"Home of Defense" wird der Telekom Dome in diesen Playoffs von den Bonner Anhängern auch genannt. Nach zwei Spielen in der Best-of-Five-Serie zwischen den Telekom Basketball Bonn und den Fitness First Würzburg Baskets lässt sich festhalten: der Name war bisher nur bedingt Programm. Zwar gestatteten die Bonner den Würzburgern in den ersten beiden Duellen nur 38,4 und 39,7 Prozent Wurfquote aus dem Feld. Gleichzeitig legte die Truppe von Sasa Filipovski das bisher dritthöchste Offensiv-Rating aller acht Playoff-Mannschaften auf, erzielte starke 115,4 Punkte pro 100 Ballbesitze.

Es waren die Gäste, die beim 69:54-Auftaktsieg (Video-Highlights) einen Saison-Tiefstwert der Bonner bei den Punkten erzwangen. Die Rheinländer drehten in Spiel zwei den Offensiv-Hahn auf und glichen dank dominanter zweiter Hälfte und einem 88:81-Erfolg die Serie aus. Der Ball lief gut (20 Assists), vier Spieler erzielten mindestens 15 Zähler, mit 1,07 Punkten pro Feldkorbversuch waren die Hausherren kaum zu bremsen. Genau diese Art offensiver Ausbeute von allen Positionen braucht das Stankovic-Team, wenn es mit Würzburgs dynamischer Guard-Hydra über die volle Serienlänge mithalten will.

Bonn und Berlin siegen - die Zukunft ist golden

Bereits zum dritten Mal fand am Wochenende das RSM Ebner Stolz Jugend-TOP4 in Berlin statt. Dabei wurden die Deutschen Meister in den männlichen Klassen U16 sowie U19 (Ligahomepage) sowie der weiblichen U18 (Ligahomepage) bestimmt. In der JBBL gewann Team Baskets Bonn/Köln RAG durch ein 101:85 gegen ratiopharm ulm den Titel, in der NBBL triumphierte ALBA BERLIN mit 87:83 gegen ratiopharm ulm, während in der WNBL ebenfalls ALBA mit einem 66:61 gegen die TG Main Sharks Würzburg den Titel 2026 einheimste. Re-Streams der Finalpartien gibt es hier, Highlights und vieles mehr gibt es hier.

Das Team Baskets Bonn/Köln RAG wurde Deutscher Meister der JBBL beim RSM Ebner Stolz Jugend Top4 (Foto: Florian Ullbrich)