Mit 84:82 gewinnen die NINERS Chemnitz beim Tabellenzweiten ALBA BERLIN und geben ihren Playoff- bzw. Play-In-Hoffnungen neue Nahrung. Die Albatrosse verpassen erneut die Sicherung des zweiten Tabellenplatzes.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die NINERS starteten mit großer Energie in die Partie und führten nach drei Minuten mit 9:4. Anders als beim jüngsten Heimspiel gegen Bamberg gingen die Chemnitzer aggressiv zu Werke und suchten (und fanden) immer wieder den Weg zum Korb. Kevin Yebo erhöhte mit sieben Punkten in Folge auf 16:7 (5. Minute), während Berlin Mühe hatte, offensiv zu seinem Rhythmus zu finden. Trotzdem gelang es den Gastgebern, den Rückstand durch zwei Punkte von Malte Delow mit der Viertelsirene auf 20:27 zu verkürzen.
Bis auf vier Punkte (27:31, 13.) kamen die Albatrosse kurz darauf heran, bevor Chemnitz wieder aufs Gaspedal drückte. Corey Davis wurde beim Dreier von Martin Hermannsson gefoult - dessen drittes dies war. Die NINERS hatten nun wieder Oberwasser, Yebo schraubte den Vorsprung - sehr zur Freude der zahlreich mitgereisten Fans - auf 46:34 (17.). Ein Dreier von Yordan Mintchev besorgte schließlich den deutlichen 52:39-Vorsprung für Chemnitz.
Die Fouls Nummer drei und vier von Jonas Mattisseck zu Beginn der zweiten Halbzeit waren ein weiterer Dämpfer für die Hausherren, die nun aber entschlossen waren, ein Comeback zu starten - allen voran Jack Kayil: Der ALBA-Youngster drehte mächtig auf, erzielte zwölf Punkte im dritten Viertel - darunter zwei Back-to-back-Dreier zum 64:64-Ausgleich (29.). Mit einer knappen 68:65-Führung für Chemnitz ging es in ein packendes Schlussviertel, in dem das Momentum mehrfach wechselte. Ein Dreier von Malte Delow zum 73:68 (33.) wurde auf der anderen Seite Kostja Mushidi ebenfalls von Downtown gekontert. 90 Sekunden vor Schluss brachte Michael Rataj Berlin mit 82:80 in Front, Eric Washington glich aus der Mitteldistanz zum 82:82 aus. Im nächsten ALBA-Angriff verfehlte Kayil aus der Distanz, Chemnitz hatte die Chance auf den Sieg. 5,9 Sekunden vor Schluss foulte Delow Corey Davis, der seine beiden Freiwürfe zum 84:82 verwandelte. Moses Wood vergab den letzten Dreier für die Berliner, die mit der knappen 82:84-Niederlage erneut nicht den zweiten Tabellenplatz in der Hauptrundentabelle dingfest machen könnten. Die NINERS hingegen glauben weiter an sich - und die Postseason.

Duell im Fokus: Zwei Deutsche drückten der Partie ihren Stempel auf: Der 20-jährige Jack Kayil sorgte mit zwölf Punkten im dritten Viertel für ALBAs Comeback, die Partie schloss der Nationalspieler mit 19 Zählern, drei Rebounds, zwei Assists und einem Steal ab. Bei Chemnitz machte Kevin Yebo einmal mehr Kevin-Yebo-Sachen: 18 Punkte, drei Rebounds und 8/10 Freiwürfe machten ihn zum Topscorer der NINERS.
Zahlen, bitte: Mannschaftliche Ausgeglichenheit ist das Markenzeichen von ALBA - gegen Berlin zeigten die diesmal auch die Chemnitzer, bei denen sechs Mann zweistellig scorten.
Meilensteine: Kevin Yebo knackte die Marke von 1.500 Punkten in der ersten Liga. Martin Hermannsson fehlen noch drei Steals bis 100.
Spieler der Partie: Corey Davis blieb mit einer Wurfquote von 2/9 unter seinen Möglichkeiten, war aber nervenstark an der Linie, um die spielentscheidenden zwei Freiwürfe zum 84:82 zu versenken.
Die Deutschen: Malte Delow kam auf sieben Punkte und drei Rebouns, Norris Agbakoko auf fünf Punkte und vier Rebounds und Jonas Mattisseck auf zwei Punkte - Kostja Mushidi erzielte 15 Punkte (3/6 Dreier)
Am Rande der Bande: … saßen über 1.000 Chemnitz-Fans, die unter anderem mit einem Sonderzug in die Hauptstadt gereist waren.

Weise Worte: „Viele Teams sind mental schon zu Hause. Wir nicht, wir kämpfen bis zum letzten Ball.“ Kostja Mushidi hat die Postseason noch längst nicht abgeschrieben.
Wie geht’s weiter: ALBA trifft am Sonntag im nächsten Ost-Duell auf Science City Jena, Chemnitz empfängt am Donnerstag die SKYLINERS aus Frankfurt.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.


















