Kampf um die Postseason: Während der FC Bayern Basketball den ersten Platz nach der regulären Saison und damit das Heimrecht in jedem möglichen fünften Spiel bis ins Finale sicher hat, hat das Spiel für die MHP RIESEN Ludwigsburg eine enorme Bedeutung. Das zeigt auch der Blick in den Tabellenrechner, denn die Schützlinge von Trainer Mikko Riipinen können einerseits noch bis auf den fünften Rang klettern, andererseits aber auch noch komplett aus den Postseason-Plätzen herausrutschen.
Die besondere Brisanz: Damit liegt der Druck ganz bei den Gastgebern. Die bekommen in der entscheidenden Phase keine Konstanz in ihre Leistungen: Erst kassierten sie 121 Punkte in Vechta, um in der Folge dreimal am Stück zu gewinnen – unter anderem in Bonn und gegen Chemnitz. Dann aber setzte es deutliche Niederlagen in Trier, gegen Berlin und in München, bevor Siege gegen Heidelberg und Rostock neues Selbstbewusstsein verschaffen sollten. Aber: Die RIESEN (17-15 Siege) blieben launisch und unterlagen beim Tabellenletzten Braunschweig. Zusätzliche Brisanz erhält das Duell durch den Umstand, dass es möglicherweise ein erneutes Aufeinandertreffen im Playoff-Viertelfinale geben könnte.
Status quo: Deutlich stabiler präsentieren sich die Münchner im Finale der Hauptrunde. Das 90:88 gegen Vechta war der siebte Ligasieg in Folge. Mit einer Bilanz von 27-5 schaut sich die Mannschaft von Headcoach Svetislav Pesic das Geschehen längst aus der Ferne an und darf die verbleibenden Spiele der regulären Saison in Ludwigsburg und gegen Oldenburg als Vorbereitung auf die beste Basketballzeit des Jahres nutzen.

Duell im Fokus: Kontinuierlich gewachsen ist die Rolle von Ludwigsburgs letztem Neuzugang in dieser Saison. Terrell Harris, der in bislang sieben Spielen im Schnitt auf 11,0 Punkte pro Partie kam und dabei sowohl bei den Dreiern (33,3 Prozent) als auch bei den Freiwürfen (66,7 Prozent) noch Verbesserungspotenzial aufweist, musste in den vergangenen vier Spielen immer länger ackern; in Braunschweig stand er 39:23 Minuten (inklusive Verlängerung) auf dem Parkett. Möglicherweise bekommt er am Donnerstagabend eine ganz besondere Aufgabe zugewiesen: Sein Gegenüber Andi Obst spielt mit 16,5 Punkten pro Partie eine bemerkenswerte Saison. Das ist übrigens die beste Ausbeute, die der Welt- und Europameister in seiner langen Karriere in der easyCredit BBL in einer Spielzeit auflegte.
Zahlen, bitte: Die Bayern sind mit 48,5 Prozent das beste Team der Liga, was die Quote aus dem Feld betrifft. Ludwigsburg hadert mit der Treffsicherheit: Nur 43,3 Prozent der Versuche landen im Korb, einzig Jena und Rostock sind noch schlechter. Ordentliche Arbeit leisten die MHP RIESEN bei den Rebounds: 39,9 sind der zweitbeste Wert hinter Rostock, die Münchner sind mit Ulm Sechster (38,6).
Die ewige Bilanz: 52 Spiele seit 1986; 38-14 für München. Letzter Heimsieg 24/25. 4 komplette Playoff-Serien (Corona-Saison ausgeklammert), Sieger immer München.
Das Hinspiel fand erst vor Kurzem statt, klarer Sieg Münchens (93:59).
Am Rande der Bande: Bei den Bayern setzten gegen Vechta zuletzt Kamar Baldwin, Stefan Jovic, Vladimir Lucic, Justus Hollatz und Rokas Jokubaitis aus. Bei Ludwigsburg verletzte sich Lenny Angibata in Braunschweig.
Alte Bekannte: Anigbata erhielt einen Teil seiner Jugend-Ausbildung beim FC Bayern Basketball, und auch Gavin Schilling blickt auf eine Münchner Vergangenheit zurück.
Fernsehen / Livestream: Das Spiel wird am Donnerstag ab 18.15 live hier bei Dyn übertragen. Kommentator vor Ort ist Chris Schmidt



















