ALBA BERLIN verteidigt den zweiten Tabellenplatz mit einem erst am Ende deutlichen 85:68-Erfolg gegen Science City Jena. Im Viertelfinale treffen die Berliner auf einen Play-In-Qualifikanten, Jena verabschiedet sich mit dem bereits seit Freitag feststehenden Klassenerhalt in die Sommerpause.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die Vorzeichen vor der Partie waren klar: ALBA musste gewinnen, um sich endgültig Platz zwei nach Abschluss der Hauptrunde zu sichern, Jena konnte befreit aufspielen, nachdem es am Freitag den Klassenerhalt mit dem Sieg gegen Jena gesichert hatte. Ohne Druck traten die Gäste unbeschwert auf und gewann das erste Viertel mit 23:14. Es dauerte bis Mitte des zweiten Viertels, ehe die Albatrosse ins Spiel fanden: Ein Dreier des ausgezeichneten Jack Kayil (siehe Sonstiges) brachte den Hausherren nach 16 Minuten die erste Führung nach langer Zeit (27:26). Ein Dreier von Malte Delow besorgte zur Halbzeit die erste deutlichere Führung für Berlin (38:31).
Nach dem Seitenwechsel schien das Spiel seinen erwarteten Verkauf zu nehmen, Moses Wood versenkte zwei Freiwürfe zum 52:40 (26.). Doch Jena kämpfte, ein Dreier von Chris Carter brachte den Aufsteiger wieder auf 54:57 heran (29.). Jonas Mattiseck setzte dann ebenfalls aus der Distanz den Schlusspunkt hinter ein unterhaltsames drittes Viertel (61:56). Im Schlussabschnitt blieben die Jenaer bis Mitte des Viertels in Schlagdistanz, Wiliam McNair Jr. versenkte zwei Freiwürfe zum 65:73 aus Gästesicht (36.). Ein erfolgreicher Dreier von Justin Bean zwei Minuten vor der Schlusssirene war dann für ALBA der Knotenlöser (78:65). Die Freiwürfe von McNair sollten die letzten Punkte der Gäste bleiben, die Albatrosse schraubten das Ergebnis am Ende noch auf 83:65. ALBA ist Tabellenzweiter, Jena bleibt als Tavellen-16. eine weitere Saison in Liga eins - das ist die Quintessenz dieser Partie am 34. Spieltag.

Duell im Fokus: Joe Wieskamp ackerte in seinem vielleicht letzten Spiel für Jena wieder unermüdlich und kam am Ende auf 16 Punkte (4/8 Dreier) und 14 (!) Rebounds. ALBAs Pendant auf der Power Forward-Position, Justin Bean, legte mit acht Punkten, zehn Rebounds und zwei Steals eine gewohnte Allround-Performance hin.
Zahlen, bitte: 18 Turnover leistete sich Jena am Ende - zu viel, um gegen solide Albatrosse (zwölf Ballverluste) bestehen zu können. Hinzu kam eine durchwachsene Dreierquote von 29,6 Prozent - wobei ALBAs sogar nur 25,8 Prozent betrug.
Meilensteine: Justin Bean fehlt nun nur noch ein Steal bis 100, Martin Hermannsson benötigt weiterhin noch zwei Dreier bis 150.
Spieler der Partie: Norris Agbakoko lieferte eines seiner besten Saisonspiele und kam mit 16 Punkten und neun Rebounds in 25:41 Minuten fast auf ein Double-Double.
Die Deutschen: Jack Kayil erzielte zehn, Malte Delow neun Punkte für Berlin. Alex Herrera war bei Jena bester Deutscher mit zwölf Punkten und sechs Rebounds.

Sonstiges: Eine Woche, zwei Awards für Jack Kayil: Nachdem der 20-Jährige erst am Mittwoch als bester Nachwuchsspieler der easyCredit BBL ausgezeichnet worden war, wurde dem ALBA-Guard auch der Award als „Basketball Champions League Best Young Player“ verliehen. Die Verkündung fand im Rahmen des BCL Final Fours im spanischen Badalona statt.
Wie geht’s weiter: Das verrät unser Postseason-Spielplan; ALBA BERLIN bestreitet am 16./17. Mai in eigener Halle Spiel eins seiner Viertelfinalserie.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.




















