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Home/Newscenter/Spielt der Playoff-Modus Chemnitz im EuroCup in die Karten? Berlin und die Wölfe in der Favoritenrolle

EuropapokalSpielt der Playoff-Modus Chemnitz im EuroCup in die Karten? Berlin und die Wölfe in der Favoritenrolle

10. März 2026

Autor: Horst Schneider
Foto: Moritz Hartmann

Am Mittwoch finden sich ALBA BERLIN in der Basketball Champions League (BCL) beim griechischen Karditsa Japoniki und der SYNTAINICS MBC im Achtelfinale der ENBL gegen den tschechischen Vertreter BK Olomoucko (deutsch: Olmütz) in der Favoritenrolle wieder.

Dienstag, 20:30: Joventut Badalona – Würzburg (BCL, zum Dienstag-Vorbericht geht es hier)

Mittwoch, 19:00: Cedevita Ljubljana – Chemnitz (EC)
Mittwoch, 19:30
: Weißenfels – BK Olomoucko (ENBL)
Mittwoch, 20:00
: Karditsa Japoniki – Berlin (BCL)

Donnerstag, 20:30: Efes Istanbul – München (EL)

Chemnitz ist hingegen als EuroCup-Debütant im Achtelfinale des BKT EuroCups auswärts beim slowenischen Serienmeister Cedevita Olimpija Ljubljana der Außenseiter. Allerdings könnte den NINERS dabei der im Achtel- und Viertelfinale noch geltende radikale Modus (nur ein Spiel entscheidet) entgegenkommen. Schließlich ist in einer einzelnen Begegnung die Chance des Außenseiters für einen Favoritensturz größer als in einer Serie, die über drei oder fünf Spiele geht. Im Halbfinale und im Finale ist der EuroCup mittlerweile auf Betreiben mehrerer Topclubs wieder zum „Best of three“ zurückgekehrt, aber im Achtel- und Viertelfinale gilt noch „Best of one“.

EuroCup: Cedevita Olimpija Ljubljana – NINERS Chemnitz (Mi, 19:00 Uhr)

Status quo: Die auf den Plätzen drei bis sechs eingelaufenen Teams spielen um den Einzug ins Viertelfinale. Als Dritter der Gruppe A hat Ljubljana gegen Chemnitz (Sechster der Gruppe B) Heimrecht. Auf den Sieger wartet schon nächste Woche im Viertelfinale Bourg-en-Bresse.

Gegner: Das 2019 aus einer Fusion entstandene Cedevita Olimpija spielt mit Sitz in Ljubljana regelmäßig im EuroCup und in der Adria-Liga. In die slowenische Meisterschaft steigt der Serienmeister erst zu den Playoffs ein. In der Adria-Liga erreichte Cedevita 2022 sowie 2023 das Halbfinale und im EuroCup 2022 sowie 2025 das Viertelfinale. Seinen dritten Platz in der Gruppe A des diesjährigen EuroCups sicherte sich Cedevita am vorletzten Spieltag mit einem 88:74-Sieg in Hamburg.

Stars: Trainer Zvezdan Mitrovic stehen in Umoja Gibson (16,3 PPG und 4,7 APG) und Aleksej Nikolic (15,6 PPG und 3,8 APG) zwei mit hohen Dreierquoten korbgefährliche Spielmacher zur Verfügung. Auf dem Flügel könnte neben Joseph Girard, Jaka Blazic und Rok Radovic auch der von einer Verletzung genesene Ognjen Jaramaz für den verletzten DJ Stewart (13,8 PPG) in die Bresche springen. Im Frontcourt teilen sich der nachverpflichtete Matthew Hurt und David Skara den Job auf der Vier. Der 18-jährige Franzose Cameron Houindou empfahl sich am Sonntag gegen Dubai als Alternative für den verletzten Thomas Kennedy (5,3 RPG).

Aktuelle Form: Als frischgebackener slowenischer Pokalsieger stürzte Cedevita am Sonntag in der Adria-Liga den Tabellenführer Dubai 93:80 und festigte damit seinen fünften Platz (12-5 Siege). In Abwesenheit der verletzten DJ Stewart und Thomas Kennedy war Umoja Gibson mit 20 Punkten und acht Assists der Matchwinner.

Alte Bekannte: Aleksej Nikolic spielte von 2015 bis 2018 für Bamberg und Ognjen Jaramaz von 2021 bis 2023 für München. Umoja Gibson begann seine Profi-Karriere 2023/24 in Göttingen. Thomas Kennedy spielte von 2023 bis 2025 für Bonn.

Livestream / TV: Alle Spiele des BKT EuroCups werden in dieser Saison live und auf Abruf auf MAGENTA SPORT übertragen. Benni Zander kommentiert ab 18:50 die Übertragung aus Ljubljana.

ENBL: SYNTAINICS MBC - BK Olomoucko (Mi, 19:30 Uhr)

Status quo: Das Achtelfinale wird in nur einem Spiel entschieden. Die Wölfe (7-1 Siege) haben als bestes Team der Punktrunde gegen die Tschechen aus Olmütz (16. Platz mit 4-4 Siegen) Heimrecht. Der Gewinner spielt im Viertelfinale gegen Groningen (8.) oder Opava (9.).

Gegner: Olomoucko ist in Tschechien seit zehn Jahren erstklassig und erreichte 2019 und 2025 das Halbfinale. International startete der Club 2022-24 im Alpe Adria-Cup und jetzt zum ersten Mal in der ENBL.

Stars: Schwere Verletzungen der US-Guards  Kobe Elvis und Jaren Holmes haben Trainer Matej Muzic zu einer schnellen Nachverpflichtung veranlasst. Der 36-jährige Lamb Autrey wird Ondrej Siska (3,7 APG) ab sofort im Backcourt unterstützen. Die US-Forwards Marek Nelson und Bernie Andre (13,0 PPG) sowie der kanadische Center Kyler Filewich (12,2 PPG und 10,4 RPG) sind die Leistungsträger auf den anderen Positionen.

Aktuelle Form: In Tschechien hat Olomoucko die Endrunde verpasst und verliert nach vier Niederlagen in Folge – zuletzt sogar trotz 22 Punkten von Bernie Andre mit 72:99 beim Tabellenletzten Hradec Kralove – bei nur noch 9-18 Siegen allmählich auch das Ziel aus den Augen, sich über die Relegationsrunde noch für die Play-Ins zu qualifizieren.

Alte Bekannte: Jonathan „Bernie“ Andre startete seine Profikarriere 2022/23 mit Bochum in der ProA.

Livestream / TV: Alle Spiele der ENBL werden live und auf Abruf auf dem YouTube-Kanal der ENBL gestreamt.

Champions League: AS Karditsa Japoniki – ALBA BERLIN (Mi, 20:00 Uhr)

Status quo: ALBA hat mit 3-1 Siegen in der Gruppe J zwar schon sein Playoff-Ticket sicher. Aber ein Sieg in Karditsa (0-4) würde die Chance eröffnen, in der kommenden Woche AEK Athen (4-0) im direkten Duell mit dem Tabellenführer in Berlin noch vom ersten Platz (Playoff-Heimvorteil) zu verdrängen.

Hinspiel: Nach einem Fehlstart gegen die mit 23 Punkten von Brandon Jefferson und 17 von Noah Horchler unbeschwert aufspielenden Gäste kam ALBA erst im vierten Viertel in Fahrt, als Foulprobleme Karditsa endlich aus dem Tritt brachten. Justin Bean (14) sorgte für den Ausgleich (70:70), und in der Crunchtime nahm Jack Kayil das Heft in die Hand und führte ALBA mit sieben seiner 20 Punkte noch zum 84:80-Sieg.

Stars: Mit Blick auf den Endspurt um die Playoffs in Griechenland hat Trainer Nikos Papanikolopoulos nach dem neuen Spielmacher Aaron Estrada in Devonte Upson kürzlich auch noch einen neuen Starter auf der Fünf engagiert. Combo Guard Brandon Jefferson bleibt mit 15,9 Punkten (bei einer 44-prozentigen Dreierquote) und 4,8 Assists pro Spiel natürlich Karditsas Dreh- und Angelpunkt. Damien Jefferson (12,8 PPG) und der erfahrene Leonidas Kaselakis runden weiter die erste Fünf ab. Nikos Diplaros ist mit durchschnittlich 4,7 Assists ein starker zweiter Spielmacher. Im Frontcourt kommen Noah Horchler (11,0 PPG und 6,3 RPG) sowie der finnische Center Alexander Madsen von der Bank.

Aktuelle Form: Karditsa ist in der griechischen Liga am Samstag mit einem 103:77-Sieg gegen den Siebten Mykonos stark aus der Länderspielpause gekommen und meldet sich als Zehnter (5-14 Siege) zurück im Kampf um die Playoff-Plätze. Brandon Jefferson war mit 22 Punkten, acht Rebounds und fünf Assists einmal mehr der Matchwinner.

Alte Bekannte: Brandon Jefferson spielte vor zehn Jahren eine Saison für Phoenix Hagen. Der nicht mit ihm verwandte Damien Jefferson spielte in der Rückrunde der vergangenen Saison für die NINERS Chemnitz.

Livestream / TV: Chris Schmidt kommentiert die Übertragung aus Karditsa hier bei Dyn ab 19:45 Uhr.