Autor: Horst Schneider
Foto: Tilo Wiedensohler
Es ist kein Endspiel und auch kein „Do or die“. Das letzte Punktspiel von ALBA BERLIN in der Round of 16 gegen AEK Athen ist am Mittwoch trotzdem hochbrisant. Es geht um nicht mehr und nicht weniger als um den Heimvorteil im Playoff-Viertelfinale.
Dienstag, 19:30: Donar Groningen - Weißenfels (ENBL)
Dienstag, 20:00: Würzburg - Elan Chalon (BCL, zu den Dienstag-Vorberichten geht es hier)
Mittwoch, 19:00: Berlin - AEK Athen (BCL)
Donnerstag, 20:30: München - Dubai Basketball (EL)
Neben AEK (5-0 Siege) und ALBA (4-1) haben sich auch Joventut Badalona (4-2), Teneriffa (4-2), Unicaja Malaga (4-2) und am Dienstag überraschend auch Nymburk (3-3) bereits für die Playoffs qualifiziert. Galatasaray Istanbul (4-1) steht vor seinem Heimspiel am Mittwoch (gegen Vilnius) schon mit einem Bein im Viertelfinale. Egal, ob nun Rytas Vilnius (3-2) oder Le Mans (3-2) das Teilnehmerfeld als achtes Team abrunden, sind die diesjährigen Playoffs so stark besetzt wie noch nie in der zehnjährigen BCL-Geschichte. Gegen diese Konkurrenz in einer Serie „Best of three“ den Heimvorteil zu haben, wäre auf dem Weg ins Final Four ein großer Trumpf. Bei der Auslosung am Freitag in Badalona wird den vier Gruppensiegern jeweils ein Gruppenzweiter zugelost. Gemäß den Losregeln ist dabei ausgeschlossen, dass zwei Teams aus derselben Gruppe in den Playoffs erneut aufeinandertreffen. ALBA und AEK sehen sich somit – wenn überhaupt – frühestens beim Final Four wieder.
Champions League: ALBA BERLIN – AEK BC Athen (Mi, 19:00 Uhr)
Status quo: AEK und ALBA stehen bereits sicher in den Playoffs. Um den Athenern noch über den direkten Vergleich den Gruppensieg und damit den Heimvorteil im Viertelfinale „Best of three“ abzujagen, müssen die Berliner mit mindestens neun Punkten Differenz gewinnen.
Hinspiel: ALBA führte in Athen – wenn auch nur knapp – dank 20 Punkten von Jack Kayil und 17 von Moses Wood bis ins vierte Viertel hinein (69:74). Als die von Frank Bartley (26) und RaiQuan Gray (16) angeführten Gastgeber dann zur Schluss-Offensive bliesen, geriet die Berliner Defense jedoch aus dem Gleichgewicht. In den letzten zwei Minuten konnte so Vasilis Charalampopoulos mit zehn seiner 13 Punkte sogar fast im Alleingang aus einem 76:76 noch AEKs 88:80-Sieg machen.
Stars: AEKs Go-to-Guy Frank Bartley (17,9 PPG und 3,5 APG) hat im Backcourt den litauischen Spielmacher Lukas Lekavicius (10,7 PPG und 3,6 APG) sowie die erfahrenen Nationalspieler Dimitrios Flionis und Dimitrios Katsivelis an seiner Seite. Auf dem Flügel kann der 73-jährige Trainer Dragan Sakota auf die jeweils große Erfahrung seines Nationalspielers Vasilis Charalampopoulos und der Nachverpflichtung James Nunnally (13,0 PPG und 4,0 APG) zählen. Im Frontcourt bilden RaiQuan Gray (13,0 PPG sowie 6,2 RPG und 3,8 APG) und Greg Brown ein defensivstarkes Duo. Auf der Fünf wird Keyshawn Feazell von Gaios Skordilis entlastet.
Aktuelle Form: AEK ist in Griechenland mit 14-5 Siegen der erste Verfolger von Olympiakos und Panathinaikos, musste aber am Sonntag trotz einer frühen 40:23-Führung bei Panathinaikos erkennen, dass die beiden Europaligisten schon noch die Platzhirsche an der Ägäis sind. Pana wachte auf, und AEK verlor noch 78:103.
Alte Bekannte: Frank Bartley spielte 2020/21 für Bayreuth. Der letztjährige Bamberger Keyshawn Feazell spielte vor seinem Wechsel nach Athen bereits in der BCL-Vorrunde gegen ALBA. Marko Pecarski spielte 2016/17 für Bayern II in der ProB.
Livestream / TV: Florian von Stackelberg kommentiert die Übertragung aus Athen hier bei Dyn ab 18:50 Uhr.

















