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Home/Newscenter/Bayern macht den Finaleinzug perfekt: 77:57 für den Sweep gegen Bonn!

NachberichteBayern macht den Finaleinzug perfekt: 77:57 für den Sweep gegen Bonn!

04. Juni 2026

Der FC Bayern Basketball gewinnt auch das dritte Spiel im Halbfinale gegen die Telekom Baskets Bonn und zieht somit in die Finalserie um die Deutsche Meisterschaft ein. Das Team von Svetislav Pesic zeigt eine konzentrierte Vorstellung und siegt am Ende deutlich mit 77:57. Bester Werfer des Abends ist Xavier Rathan-Mayes mit 27 Punkten.

Endstand: FC Bayern Basketball (1) - Telekom Baskets Bonn (4) 3-0

Spielverlauf und Wendepunkt: Die Gäste aus München starteten konzentriert ins Spiel und kamen nach einer tollen Ballstafette auch zu ihren ersten Punkten durch Vladimir Lucic. Bonn vertraute im Angriff viel auf den Wurf von außen, haderte aber mit einer desaströsen Quote. Nur Tylan Birts konnte in den ersten 20 Minuten einen Wurf von jenseits des Bogens versenken. Einer gewohnt starken Arbeit am offensiven Brett verdankten es die Bonner, dass man nach einem relativ ausgeglichenen Auftaktviertel (17:19) zum Seitenwechsel "nur" mit zwölf Punkten im Hintertreffen lag (25:37).

Nach Wiederbeginn netzten Jalen Finch und Jeff Garrett direkt zwei Dreier und übertrafen somit binnen weniger Sekunden die Ausbeute der gesamten ersten Halbzeit. Die Bayern bestraften eine Bonner Zonenverteidigung durch drei Zähler von Topscorer Xavier Rathan-Mayes und hielten ihren Vorsprung im einigermaßen komfortablen Bereich. Die Hausherren versuchten viel, aber je länger das Spiel dauerte, desto mehr schwanden die Kräfte und die Gäste aus München spielten ihre Überlegenheit zunehmend aus.

Duell im Fokus: Bei Bonn bewies Joel Aminu mit bislang durchschnittlich 19,5 Punkten, dass er bereit für die große Halbfinal-Bühne ist. Auf der Gegenseite legte Welt- und Europameister Andreas Obst zum Auftakt der Serie mit elf Zählern inklusive zweier wichtiger Dreier im Schlussakt den Grundstein zum ersten Sieg, setzte im zweiten Spiel aber angeschlagen aus. Auch im dritten Spiel konnte der Weltmeister nicht mitwirken, wurde aber wie schon zuletzt durch Xavier Rathan-Mayes angemessen vertreten. Der Kanadier kam am Ende auf starke 27 Punkte und zeigte wie schon vor wenigen Tagen, dass er ein X-Faktor in der Münchner Offensive sein kann. Aminu konnte seinen Schnitt nicht halten und verließ das Parkett mit sieben Zählern.

Tylan Birts (rechts) traf den einzigen Bonner Dreier in der ersten Halbzeit - zu wenig, um den Bayern Paroli zu bieten. (Foto: Sebastian Derix)

Zahlen, bitte: Dass beide Mannschaften eine zweistellige Anzahl an Offensiv-Rebounds abgreifen, ist nicht zwingend die Regel. Dass dies schon zur Halbzeit passiert ist, noch viel weniger. Bonn hatte bis zur Pause zwölf zweite Wurfchancen gesichert, die Münchner hielten mit zehn gesicherten Rebounds am Bonner Korb aber sehr gut dagegen. Am Ende ging das Duell mit 19:15 an die Rheinländer.

Bei Bonn ist die Dreierquote fast schon traditionell ein Thema: Nach einem Treffer bei 18 Versuchen im ersten Durchgang stand am Ende eine Quote von 19 Prozent im Boxscore. Unter dem Strich zu wenig, um ein Spiel in einem Playoff-Halbfinale zu gewinnen.

Spieler des Spiels: 27 Punkte in 26 Minuten. Xavier Rathan-Mayes avancierte auch beim Gastspiel im Telekom Dome zum entscheidenden Mann für die Bayern.

Die Deutschen: Bester deutscher Scorer war Oscar da Silva mit neun Punkten. Für Bonn erzielte - wie bereits erwähnt - Joel Aminu sieben Zähler.

Am Rande der Bande: Bonn musste erneut auf den im ersten Spiel der Serie ausgefallenen Grayson Murphy verzichten. Die Bayern spielten wie zuletzt ohne Rokas Jokubaitis, Stefan Jovic und Kamar Baldwin. Rotationsbedingt setzte David McCormack als überzähliger Import-Profi aus, Andi Obst musste weiterhin passen.

Rekordverdächtig: .... wäre es gewesen, wenn die Bonner die Serie noch hätten umdrehen können. Seit der digitalen Erfassung der Ergebnisse ab der Saison 1998/1999 gelang es insgesamt nur drei Teams in den Playoffs, eine „Best of five“-Serie nach zwei Auftaktniederlagen noch zu drehen (hier mehr zu den größten Überraschungen in den BBL-Playoffs), zweimal waren die Magentafarbenen beteiligt:

Halbfinale 1999/00: Leverkusen – Frankfurt 3:2
Viertelfinale 2001/02: Bonn – Bamberg 3:2
Viertelfinale 2002/03: Bonn – Leverkusen 3:2

Wie gehts weiter: Für die Telekom Baskets ist eine dennoch erfolgreiche Saison zu Ende, während die Bayern im Finale nach dem dritten Meistertitel in Serie streben.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.