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Home/Newscenter/Bamberg siegt erneut: Entscheidung im Halbfinale fällt am Dienstag in Berlin

NachberichteBamberg siegt erneut: Entscheidung im Halbfinale fällt am Dienstag in Berlin

06. Juni 2026

Die BMA365 Bamberg Baskets gleichen im Halbfinale der Playoffs aus. Das 81:67 der Franken schickt die Serie gegen ALBA BERLIN in den großen Showdown am Dienstag. Austin Crowley avanciert von der Bank kommend zum Spieler der Partie.

Stand: ALBA BERLIN (2) – BMA365 Bamberg Baskets (3) 2-2

Spielverlauf und Wendepunkt: Mit einer 2:1-Führung ging ALBA BERLIN in das vierte Spiel der Halbfinalserie bei den BMA365 Bamberg Baskets. Logisch, dass der Druck aufseiten der Franken lag.

Die wiederum präsentierten sich vor 5.700 Zuschauern in der erneut ausverkauften Brose Arena höchst motiviert und entschlossen. Eine Halbzeit lang wogte die Partie, beiderseits außerordentlich verbissen und intensiv geführt, hin und her. Es gelang den Kontrahenten dabei jeweils nur kurz, sich kleine Vorteile zu erspielen. Beim Stand von 36:36 zum Seitenwechsel waren alle Beteiligten so schlau wie zum Tipoff.

In der zweiten Halbzeit änderte sich die Geschichte des Abends dann aber zunehmen. Die Bamberger, angeführt vor allem von Austin Crowleys Vielseitigkeit und spektakulären Einlagen von Demarcus Demonia, verschafften sich ein zunehmendes Übergewicht, das nach dem dritten Viertel und einem Zwischenstand von 60:54 im Ergebnis zunächst noch keine vorentscheidenden Spuren hinterließ. Im finalen Abschnitt aber wurde die Lücke aus Sicht der Gäste zu groß, um noch einmal zurückkommen zu können.

Duell im Fokus: Zwei Forwards konnten am Samstagabend beiderseits besondere Akzente setzen. Während Demarcus Demonia nicht nur mit zwölf Punkten aufwartete, sondern auch mit eindrucksvollen Alley-oop-Kunststücken für Ekstase auf den Rängen sorgte, hielt Berlins Nachverpflichtung Michael Rataj mit 18 Punkten und großem Einsatz dagegen. Da er von seinen Mitspielern aber keine ausreichende Unterstützung erhielt, blieb den Berlinern der vorzeitige Einzug in die Finalserie verwehrt.

Austin Crowley war von der Berliner Verteidigung kaum in den Griff zu bekommen. (Foto: Daniel Löb)

Spieler der Partie: Hier führt kein Weg vorbei an Austin Crowley. Der 25-jährige US-Amerikaner bot eine reife Leistung und sammelte neben seinen 17 Punkten auch noch sechs Rebounds und fünf Assists.

Zahlen, bitte: 26-mal stand ALBA an der Freiwurflinie, 13-mal landete der Ball nur im Ziel. 50 Prozent Quote: Das war natürlich viel zu wenig an einem Abend, an dem die Berliner zudem auch nur 21 Prozent ihrer Dreier versenkten. Damit setzte sich ein Trend der Serie fort: Die ALBA-Dreierquote wurde seit dem ersten Spiel immer schlechter.

Die Deutschen: Moritz Krimmer erzielte acht Punkte für die Bamberger, während bei Berlin Rataj mit seinen 18 Zählern eine neue persönliche Bestmarke aufstellte. Sam Griesel kam auf elf Punkte, Jack Kayil auf acht.

Was wir bisher gelernt haben: Keiner unterschätze die Resilienz der Bamberger. Der Pokalsieger wähnte sich nach den beiden deutlichen Auftaktniederlagen und einem 0:2-Rückstand auf der schiefen Bahn, schlug nun aber vor heimischer Kulisse zurück. Vier Heimsiege gab es in der Serie bislang – setzt sich das am Dienstag fort? Bamberg ist heiß, zum vierten Team zu werden, das in den Playoffs aus einem 0:2 noch ein 3:2 macht. Das gelang vorher seit der digitalen Erfassung der Ergebnisse ab der Saison 1998/1999 zweimal Bonn und einmal Leverkusen (mehr dazu hier).

Am Rande der Bande: Während bei Berlin Moses Wood nach seiner Handverletzung im dritten Spiel wieder mitwirken konnte und bei Bamberg EJ Onu auf das Parkett zurückkehrte, musste Alex O’Connell bei ALBA aussetzen.

Wie geht’s weiter: Am Dienstag, 9. Juni, steigt der Showdown in dieser Serie in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Spielbeginn ist um 20:30 Uhr. Do or die deluxe: Der Verlierer hat Sommerpause, der Sieger trifft in der Finalserie auf den FC Bayern Basketball, der sich gegen die Telekom Baskets Bonn mit 3:0 souverän durchsetzte und dem bunten Treiben zwischen Berlin und Bamberg vom Sofa aus zuschaut.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.