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Home/Newscenter/Oldenburg und Berlin sind heiß: Donnervögel oder Albatrosse - wer feiert den vierten Sieg in Serie?

VorberichteOldenburg und Berlin sind heiß: Donnervögel oder Albatrosse - wer feiert den vierten Sieg in Serie?

02. Januar 2026

Die besondere Brisanz: Neben dem FC Bayern Basketball (neun Siege in Serie) und ratiopharm ulm (fünf) sind die EWE Baskets Oldenburg und ALBA BERLIN derzeit die heißesten Teams der Liga: Sie (und die NINERS Chemnitz) haben zuletzt dreimal in Folge gewonnen. Oldenburg hat sich durch diese Serie vom letzten auf den 15. Platz vorgearbeitet; die Albatrosse, die acht ihrer jüngsten zehn Partien gewinnen konnten, sind aktuell Tabellendritter. Beide sind natürliche Playoff-Kandidaten, wobei die Niedersachsen nach ihrem katastrophalen Saisonstart mit neun Niederlagen aus den ersten zehn Spielen von den Postseason-Plätzen derzeit noch ein gehöriges Stück entfernt sind. Bei ihren drei jüngsten Siegen lief die Offensivmaschinerie der EWE Baskets jedenfalls auf Hochtouren und produzierte 93 Punkte gegen Braunschweig, 94 gegen Hamburg und 96 gegen Vechta. Auf der anderen Seite kassierten die Donnervögel im Schnitt nur 72,0 Punkte. Bemerkenswert: Alle drei Siege gelangen in der Fremde, das kommende Heimspiel gegen ALBA ist das erste seit drei Wochen. Die Hauptstädter haben ihrerseite vier ihrer sechs Auswärtsspiele gewonnen und kommen aus zwei überzeugenden Heimsiegen gegen Ludwigsburg mit 33 und gegen Braunschweig mit 31 Punkten Differenz.

Status quo: Oldenburg war im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel zum zweiten Mal im Lokalderby in Vechta erfolgreich: Nach dem dramatischen 72:69-Pokalsieg im Viertelfinale durch einen Buzzer Beater von Chris Clemons (hier geht´s zum Video) siegte die Mannschaft von Headcoach Lazar Spasic nach einem starken Schlussspurt mit acht Dreiern im Schlussviertel mit 96:79. Unter dem Serben haben sich die Oldenburger in den vergangenen Wochen vor allem in der Verteidigung gesteigert. In Braunschweig gestatteten die EWE Baskets den Löwen nur 68 Zähler und in Hamburg den Towers nur 69 Punkte. ALBA hatte derweil beim 104:73 gegen die Basketball Löwen Braunschweig zu ungewohnter Mittagszeit am Silvestertag keine Mühe.

Ein freundlicher Empfang dürfte Norris Agbakoko (Mitte) bei der Rückkehr nach Oldenburg gewiss sein. (Foto: Florian Ullbrich)

Duell im Fokus: Norris Agbakoko kehrt mit ALBA zu dem Klub zurück, der ihn seit Jugendzeiten ausgebildet hat. Im Sommer hatte Oldenburg alles versucht, dem 2,18-Meter-Mann den Verbleib an der Hunte schmackhaft zu machen, aber das Angebot aus Berlin konnte und wollte Agbakoko (25) nicht ablehnen. Sein Nachfolger auf der Centerposition in Oldenburg ist Michale Kyser, 34 Jahre alt und 2,08 Meter groß und All-Time-Block-Leader der Basketball Champions League. Der am ganzen Körper tätowierte Amerikaner legt für die Niedersachsen im Schnitt 10,0 Punkte und 4,0 Rebounds pro Spiel auf, außerdem blockt er fast einen Wurf pro Spiel. Agbakokos Werte sind ähnlich (8,2 PPG und 4,7 RPG), allerdings kommt der (mit Tibor Pleiß und Philipp Hartwich) größte Spieler der Liga im Vergleich „nur“ auf 0,3 BPG.

Alte Bekannte: Neben Norris Agbakoko gibt es in Pedro Calles einen weiteren Rückkehrer. Der Cheftrainer von ALBA BERLIN war vor seiner Ankunft an der Spree bei den EWE Baskets von 2022 bis 2024 tätig, wo er im November 2024 entlassen wurde. Bei ALBA wurde er zwei Monate später Co-Trainer von Israel Gonzaléz, ehe er diesen nach dessen Entlassung im März 2025 als Headcoach beerbte. Eine Oldenburger Vergangenheit hat auch Point Guard Bennet Hundt, der von 2021 bis 2023 das Baskets-Trikot trug. Aus dem ALBA-Jugendprogramm entsprungen ist Oldenburgs Big Man Filip Stanic: Der gebürtige Berliner spielte bis 2017 bei den Albatrossen.

Zahlen, bitte: Im Gegensatz zu den aktuellen Tabellenplatzierungen ähneln sich die statistischen Werte beider Klubs: Bei Punkten (Oldenburg 83,8 PPG / ALBA 85,2 PPG), Dreierquote (38,0 % / 37,1 %), Feldwurfquote (47,8 % / 47,3 %) und Fouls (21,4 FPG / 21,5 FPG) liegen die Baskets und ALBA auf Augenhöhe. Ligaspitze ist Berlin bei den Assists (20,6 APG), Oldenburg liegt in dieser Statistik auf Rang zehn mit 16,8 Assists.

Die ewige Bilanz: Das Duell zwischen den EWE Baskets und ALBA zählt zu den Klassikern in der Liga. 81-mal standen sich beide Teams gegenüber, 58-mal gewannen die Albatrosse. Den jüngsten Vergleich in Oldenburg in der Rückrunde 2024/25 gewannen gleichwohl die Gastgeber mit 97:92.

Am Rande der Bande: Bei Oldenburg saß zuletzt nach wie vor Kyle Lofton draußen, bei ALBA fehlte gegen Braunschweig Alex O’Connell.

Sonstiges: Die Berliner sind in der Saison 2025/26 erstmals nach zuvor fünf Jahren nicht mehr in der EuroLeague vertreten. Der Club nimmt stattdessen an der FIBA Champions League teil und qualifizierte sich dort dank einer Bilanz von 5:1 souverän für die „Round of 16“, die am 20. Januar beginnt. Auch im BBL Pokal liegen die Hauptstädter auf Kurs: ALBA steht im TOP FOUR und trifft dort im Halbfinale - auf die EWE Baskets Oldenburg.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Sonntag, 4. Januar 2026, ab 14:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Arne Malsch.