Absichtserklärung legt Grundstein für mehrjährige Zusammenarbeit / Fokus liegt auf Spielerentwicklung, Medialisierung, Vermarktung und Nachwuchsarbeit / U18-Team von ALBA BERLIN in wenigen Wochen in Japan zu Gast / Statement von Welt- und Europameister Johannes Thiemann
Die easyCredit Basketball Bundesliga und die höchste japanische Basketballliga B.LEAGUE haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) unterzeichnet, in der beide Organisationen ihre Zusammenarbeit offiziell bekräftigen. Ziel der Kooperation ist es, entlang von vier Feldern wichtige Impulse und Erkenntnisse für das weitere dynamische und nachhaltige Wachstum beider Ligen in ihren jeweiligen Märkten zu gewinnen. Die vier Felder sind: Spielerentwicklung, Medialisierung, Vermarktung und Nachwuchsarbeit.
Im Rahmen der Vereinbarung wollen beide Ligen über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren zusammenarbeiten und gemeinsame Projekte in den genannten vier Bereichen entwickeln. Regelmäßige Treffen sollen sicherstellen, dass die gemeinsamen Aktivitäten laufend bewertet, nachjustiert und weiter vorangetrieben werden.
Mit dieser Zusammenarbeit legt die easyCredit Basketball Bundesliga einen weiteren Grundstein für das zentrale strategische Ziel der Liga und ihrer Clubs: nachhaltiges Wachstum. Die aktuellen internationalen Erfolge der deutschen Nationalmannschaft rücken auch die easyCredit BBL zunehmend in den Blickpunkt. Die Perspektive aus dem Ausland auf die Liga fällt dabei eindeutig positiv aus – nicht zuletzt, weil ein wesentlicher Teil dieser Erfolge in den Klubs sowie im Ausbildungs- und Entwicklungssystem der Liga verankert ist. Auch die jüngsten europäischen Titel der Telekom Baskets Bonn (Gewinn Basketball Champions League 2023), der NINERS Chemnitz (Gewinn FIBA Europe Cup 2024) sowie die sportliche Entwicklung des FC Bayern Basketball auf europäischer Ebene gelten hierfür als aussagekräftige Belege.
Dank dieser Erweiterung ihrer bereits bestehenden vielfältigen internationalen Verzahnung positioniert sich die Liga als offen und international ausgerichtet, greift globale Entwicklungen im Sport und Sportbusiness aktiv auf und überträgt diese gezielt auf die eigenen Markt- und Wachstumsaktivitäten.

Bereits seit mehreren Jahren stehen der Deutsche Basketball Bund (DBB) und der Japanische Basketball-Verband (JBA) in einem regelmäßigen Austausch. So empfing der DBB im Oktober 2024 eine japanische Delegation in München, der auch Vertreter der B.LEAGUE angehörten. Im Zuge dieses Besuchs verfolgte die Delegation u.a. das BBL-Spiel zwischen dem FC Bayern Basketball und den FIT/One Würzburg Baskets im BMW Park auf dem ASB Glass Floor. Im Mittelpunkt des Aufenthalts stand ein intensiver inhaltlicher Austausch zur Struktur der Bundesligen, zur Entwicklung des Basketballs in Deutschland sowie zur Nachwuchsförderung. Dabei präsentierte Stefan Holz die Strukturen, strategischen Ziele und Visionen der easyCredit BBL. Nur wenige Monate später setzte er den Dialog beim All-Star Game Weekend in Japan fort. In der Folge wurden die Gespräche weiter intensiviert und mündeten schließlich in der nun beschlossenen Partnerschaft zwischen der easyCredit BBL und der B.LEAGUE. Diese wurde heute in Japan im Rahmen des All Star Game Weekend 2026 in Nagasaki von Dr. Stefan Holz als Geschäftsführer der easyCredit BBL und Shinji Shimada als Präsident der B.LEAGUE unterzeichnet (Foto oben).
Als Auftakt im Rahmen dieser Kooperation wird bereits in wenigen Wochen, wie in den beiden Vorjahren, erneut ein U18-Team eines BBL-Clubs nach Japan reisen – in diesem Jahr ALBA BERLIN. Im Sommer folgt zudem die Teilnahme eines BBL-Teams am B.LEAGUE Invitational-Format.
Dr. Stefan Holz, Geschäftsführer der easyCredit BBL: „Wir freuen uns sehr über die nun besiegelte Kooperation mit der B.LEAGUE. Wir wissen es sehr zu schätzen, dass sich die B.LEAGUE für uns als erste europäische Liga entschieden hat – und dies genau ein Jahr nach der Bekanntgabe ihrer Zusammenarbeit mit der NBA.“ Diese Absicht wurde im Rahmen des All-Star Game Weekend 2025 in Funabashi verkündet, an dem Holz persönlich teilnehmen durfte. „Ich war tief beeindruckt, nicht nur von der Inszenierung des Events selbst und der Verbindung von Sport und Popkultur sowie der vergleichsweise jungen und weiblichen Fanbase, sondern insbesondere auch von der umfassenden und rasanten Entwicklung des professionellen Basketballs in Japan – sportlich, medial und wirtschaftlich“, so Holz weiter. „Fest steht: Die B.LEAGUE und wir verfolgen sehr ähnliche Ambitionen, den Basketballsport in unseren jeweiligen Ländern nachhaltig weiterzuentwickeln und wachsen zu lassen. Es liegt nun an uns als Liga sowie an unseren Klubs, aus dieser Kooperation wichtige Impulse für die weitere dynamische Entwicklung der easyCredit BBL zu ziehen.“
Shinji Shimada, Präsident der B.LEAGUE: Wir freuen uns sehr über die gemeinsame Absichtserklärung mit der deutschen Basketball-Bundesliga. Der deutsche Basketball zählt zu den wettbewerbsstärksten der Welt, was sich in herausragenden Erfolgen, darunter dem Gewinn der Basketball-Weltmeisterschaft 2023 und der FIBA EuroBasket 2025, widerspiegelt. Die traditionsreiche Basketball Bundesliga, die gerade ihr 60-jähriges Jubiläum feiert, hat zudem bemerkenswerte Erfolge bei der Entwicklung junger Spieler erzielt. Für die B.LEAGUE, die sich bei ihrem Ziel, fünf NBA-Spieler hervorzubringen, stetig weiterentwickelt, bietet diese Partnerschaft wertvolle Möglichkeiten zu lernen. Neben den gemeinsamen sportlichen Aktivitäten streben wir natürlich auch starke Synergien im Geschäftsbetrieb an und werden gemeinsam am weiteren Wachstum und der Entwicklung unserer beiden Ligen arbeiten.

Der deutsche Welt- und Europameister Johannes Thiemann (Bamberg, Ludwigsburg und Berlin) kennt beide Länder und Ligen. Thiemann gewann mit ALBA BERLIN zweimal den BBL-Pokal (2020 und 2022) sowie dreimal die Deutsche Meisterschaft (2020, 2021 und 2022); bei seinem dritten Meistertitel im Juni 2022 wurde er zudem als MVP der BBL-Finals ausgezeichnet. Im Juli 2024 wagte Thiemann den Schritt nach Japan und wechselte in die B.LEAGUE, wo er seither für die Gunma Crane Thunders aufläuft.
„Die japanische B.LEAGUE ist für mich eine einzigartige Erfahrung“, so Thiemann. „Aufgrund ihrer restriktiven Ausländerregelung kann sie sportlich mit der europäischen Spitze noch nicht mithalten, doch Doppelspieltage und insgesamt 60 Saisonspiele sorgen für eine ebenfalls hohe Intensität. Die deutsche Liga mag auf den ersten Blick ausgeglichener und kompetitiver erscheinen, dafür beeindruckt die B.LEAGUE mit hochmodernen Arenen sowie insbesondere mit ihren leidenschaftlichen und fairen Fans, die beide Mannschaften unterstützen. Wenn man bedenkt, dass die Liga erst 2016 gegründet wurde und sich in so kurzer Zeit sportlich wie gesellschaftlich etabliert hat, ist diese Entwicklung äußerst beeindruckend. Selbstverständlich gibt es kulturelle Unterschiede, doch gerade deshalb ist es spannend, wenn beide Ligen von ihren jeweiligen Stärken profitieren und voneinander lernen können, um ihre Wachstumsziele zu verfolgen. Ich bin gerne Ansprechpartner und Mittler zwischen beiden Organisationen, um die Kooperation zu unterstützen. Darauf freue ich mich sehr.“
B.LEAGUE:
Die B.LEAGUE ist Japans führende Basketball-Profiliga für Männer und feiert in der Saison 2025/26 ihr zehnjähriges Bestehen. Mit Vereinen in fast allen 47 Präfekturen Japans ist die B.LEAGUE landesweit vertreten und bekannt für ihre erstklassigen Arena-Events und ihre leidenschaftliche Fangemeinde. Sie hat sich als dominierende Kraft in Asien etabliert, die East Asia Super League (EASL) zweimal in Folge gewonnen und die Basketball Champions League Asia 2025 für sich entschieden. Mit Kadern aus Top-Talenten verschiedenster Nationalitäten zählt die B.LEAGUE weiterhin zu den am schnellsten wachsenden und wettbewerbsstärksten Ligen weltweit.
easyCredit Basketball Bundesliga:
Die easyCredit Basketball Bundesliga ist die Dachorganisation aller Teams der höchsten deutschen Spielklasse im Basketball und richtet die Deutsche Meisterschaft sowie den BBL Pokal aus. Das operative Geschäft wird von der Basketball Bundesliga GmbH geführt. Sie zeichnet sich für die organisatorische Abwicklung der Wettbewerbe und die Spielansetzungen verantwortlich. Des Weiteren regelt die BBL GmbH die Lizenzierung und die Spielertransfers. Die easyCredit BBL schafft darüber hinaus die strategischen Rahmenbedingungen, um die Clubs sportlich und wirtschaftlich zu entwickeln und ist für die zentrale Vermarktung u.a. des Namensrechts sowie der Medienrechte verantwortlich.















