Auch der in die Liga zurückgekehrte Ryan Mikesell (15 Punkte, 6 Rebounds) kann die sechste Niederlage in Folge für die MLP Academics Heidelberg nicht verhindern. Gegen ALBA Berlin fehlt es dem Forward zuweilen an Unterstützung, während die Hauptstädter von ihrer tiefen Bank Gebrauch machen, um das Tempo permanent hochzuhalten. Angeführt von Jack Kayil (19) und Martin Hermannsson (16) ziehen die Gastgeber auf zwischenzeitlich 27 Zähler davon und fahren ihren zehnten Saisonsieg ein.
Spielverlauf und Wendepunkt: Die Gäste fanden gut in die Partie, was sie vor allem Ryan Mikesell zu verdanken hatten. Der Rückkehrer wusste direkt durch seine in der easyCredit BBL bekannte Vielseitigkeit zu überzeugen, womit sich die Berliner Verteidigung zunächst etwas schwertat. Nach der Einwechslung von Norris Agbakoko übernahm ALBA allerdings in der Zone die Kontrolle und damit auch die Führung (18:16, 10. Minute). Den einmal aufgenommenen Schwung behielten die Hausherren bei, zumal der ebenfalls von der Bank kommende Jack Kayil so viel Tempo mitbrachte, dass Heidelberg abreißen lassen musste (45:26, 20. Minute).
Berlin startete mit einem 8:0-Lauf in die zweite Hälfte und setzte damit früh den Ton. Da es den „Akademikern“ allerdings zunehmend besser gelang, in Osun Osunniyi ein personelles Gegengewicht in Brettnähe zu etablieren, konnte das Tabellenschlusslicht vor dem Gang ins Schlussviertel noch auf ein Comeback hoffen (62:50, 30. Minute). Auf der Zielgeraden sorgten schnelle Dreier durch Martin Hermannsson jedoch dafür, dass dies nur theoretischer Natur blieb und die 8.237 Zuschauer auf den Rängen frühzeitig feiern konnten.
Duell im Fokus: Es gab in dieser Saison bereits Basketballabende, da brauchte ALBA BERLIN einen Justin Bean in Bestform. Der so starke Forward war gegen Heidelberg allerdings kaum gefordert, stand nur knapp 17 Minuten auf dem Parkett und kam auf zwei Zähler. Auf der Gegenseite machte Ryan Mikesell bei seinem Liga-Debüt eine gute Figur und musste von allen Heidelberger Akteuren klar am längsten ran (32:29 Minuten). In dieser Zeit avancierte er teamintern zum Topscorer (15 Punkte) und griff sich mit sechs Rebounds zudem die meisten Abpraller.
Zahlen, bitte: 13 … Offensiv-Rebounds griff Berlin sich - und damit mehr als doppelt so viele wie Heidelberg (5).
18 … Ballverluste leisteten sich die Gäste, davon allein deren elf nach dem Seitenwechsel.
58 … Punkte kamen bei Berlin von der Bank, die Heidelberger Reservisten kamen lediglich auf 18 Zähler.
Meilensteine: Glückwunsch, Jonas Mattisseck … der ALBA-Guard absolvierte sein 250. Spiel in der easyCredit BBL. Zudem fehlen ihm nur noch vier Steals bis zur Marke von 150 geklauten Bällen.
Malte Delow fehlen noch zwei Steals bis 150.
Martin Hermannsson fehlen noch vier Ballgewinne bis 100.
Spieler der Partie: Als Anführer der zweiten Garde drückte Jack Kayil dem Berliner Spiel einmal mehr seinen Stempel auf. Der Youngster traf auf dem Weg zu 19 Zählern starke 60,0 Prozent seiner Dreierversuche (3/5).

Die Deutschen: Auch Norris Agbakoko (11, 6 Rebounds) und Malte Delow (10, 7 Rebounds, 4 Assists, 3 Assists) kamen für ALBA von der Bank und wussten komplett zu überzeugen.
Weise Worte: „Auch wenn der Sieg deutlich ausgefallen ist, mussten wir viel Energie aufbringen“, konstatierte Martin Hermannsson nach der Schlusssirene. „Wir wussten, dass Heidelberg nach einer schweren Woche mit unserem Tempo Probleme haben könnte - wenn wir es das komplette Spiele über aufrecht erhalten können.“
Am Rande der Bande: … saßen 8.237 Zuschauer.
So geht’s weiter: Die MLP Academics Heidelberg empfangen am Freitag, den 16.01.2026, daheim die EWE Baskets Oldenburg (Spielbeginn: 20:00 Uhr). Für ALBA BERLIN geht es am kommenden Samstag, den 17.10.2026, auswärts bei RASTA Vechta weiter - der Tipoff ist für 20:00 Uhr angesetzt.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.




















