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Home/Newscenter/Wundertüte gegen Spätzünder: Ulm und Oldenburg im Duell um die Playoff-Plätze

VorberichteWundertüte gegen Spätzünder: Ulm und Oldenburg im Duell um die Playoff-Plätze

16. Februar 2026

Die besondere Brisanz: Wenn eine Wundertüte und ein Spätzünder aufeinandertreffen, kann es schon mal knallen. Das hat es in Duellen von ratiopharm ulm und den EWE Baskets Oldenburg in der Vergangenheit in Form von spannenden Playoff-Duellen öfter, in der Gegenwart wollen beide Teams – Ulm als Siebter und Oldenburg als Zehnter – den Sieg im engen Rennen um die Playoff-Plätze.

Status quo: Warum die Ulmer eine Wundertüte sind? Zuletzt verlor der Vizemeister mit 73:85 in Vechta, obwohl RASTA zuvor sechsmal in Serie verloren hatte. Davor fügten die Ulmer den Bayern die erste Heimniederlage der Saison zu und brachten den Sensations-Aufsteiger Trier mit 97:67 auf den Boden der Tatsachen. Und davor verloren die Ulmer gegen die damaligen Kellerkinder Hamburg und Heidelberg, gegen die Academics trotz Führung von 22 Zählern. Warum die Oldenburger die Spätzünder sind? Unter Headcoach Lazar Spasic sind die Donnervögel wie ausgewechselt, acht ihrer vergangenen neun Partien haben sie gewonnen, zuletzt mit 102:88 gegen Ludwigsburg. Vergessen ist die Saisonphase als Abstiegskandidat, dank einer Bilanz von 9-10 müssen sich nicht nur die Ulmer (11-9) vor Oldenburg in Acht nehmen.

Brian Fobbs (rechts) gastiert mit den EWE Baskets bei Nelson Weidemann und ratiopharm ulm. (Foto: Ulf Duda)

Duell im Fokus: Ein Wundertüte ist Chris Ledlum hingegen nicht, die Ulmer wissen, was sie an ihrem Power Forward haben: In den vergangenen drei Partien war Ledlum Ulmer Topscorer, über die gesamte Saison ist der 24-Jährige dank 16,9 Punkten, 7,2 Rebounds und 2,4 Assists pro Partie effektivster Ulmer. Ledlum misst zwar nur 1,98 Meter, kann mit seiner Physis aber eine Abrissbirne in der Zone sein – manch Ulmer Fan mag sich da an Jeff Gibbs erinnern. Auf der Vier trifft Ledlum auf einen anderen Spielertyp: Tomislav Zubcic ist mit 2,12 Metern großgewachsen, verlagert sein Offensivspiel aber gerne nach außen: 6/7 Dreier beim Sieg gegen Ludwigsburg veranschaulichen, warum. Über die gesamte Saison trifft der 36-Jährige 42,3 Prozent seiner Dreier. Mit durchschnittlich 10,1 Zählern, 2,9 Rebounds und 1,6 Assists mag Zubcic nicht an Ledlums Zahlen heranreichen, einen X-Faktor kann er aber durchaus verkörpern.

Zahlen, bitte: Mit einer Quote von 39,0 Prozent sind die Oldenburger das treffsicherste Dreierteam, die Ulmer (30,7 3P%) rangieren nur auf dem drittletzten Platz. Die gleiche Diskrepanz ist bei der Quote aus dem Feld auszumachen, Oldenburg (48,8 FG%) steht auf der Eins, Ulm (43,0 FG%) ist 16. Aber: Die Ulmer Verteidigung erlaubt ihren Gegnern mit 29,9 Prozent die schwächste Dreierquote der Liga.

Das Hinspiel: Am 2. Oktober 2025 entführten die Ulmer einen 93:86-Erfolg aus Oldenburg. Nach zwölf Führungswechseln und zehn Unentschieden entscheiden die Gäste durch einen 6:0-Lauf in der Crunchtime die Partie für sich. Dort setzte Tobias Jensen (14 PTS, 5 AST) Akzente, über die gesamte Partie überzeugte Chris Ledlum (20 PTS, 7/10 FG, 8 REB) am meisten.

Die ewige Bilanz: Damit haben die Ulmer ihren 32. Sieg gegen Oldenburg eingefahren, mit 34 Erfolgen seit 1996/97 haben jedoch die Donnervögel den Schnabel vorne. Aber: Die Ulmer sind zu Hause gegen Oldenburg seit sechs Partien ungeschlagen, der letzte Oldenburger Sieg in der Münsterstadt datiert auf den 26. Dezember 2020. Von 2012/13 bis 2020/21 trafen beide Teams viermal in den Playoffs aufeinander, beide kamen je zweimal weiter.

Am Rande der Bande: Die Oldenburger mussten gegen Ludwigsburg auf Filip Stanic verzichten, Dakari Tucker setzte als siebter ausländischer Akteur aus.

Im Blick des Bundestrainers: Im letzten Spiel vor der Länderspielpause will man sich natürlich nochmal beweisen. Das dürfte in Ulmer Reihen vor allem auf Nelson Weidemann und Chris Sengfelder zutreffen, die schon beim vergangenen Länderspielfenster für das DBB-Team aufliefen, und in Oldenburger Reihen auf Nicholas Tischler. Aus diesem Trio macht in dieser Saison Tischler den konstantesten Eindruck, der seiner gewohnt starken Verteidigung auch ein effizienteres Offensivspiel hinzugefügt hat. Der Flügelspieler trifft 36,4 Prozent seiner Dreier und spielt zudem im Low-Post immer wieder seine Physis aus. Vielleicht honoriert dies auch Bundestrainer Alex Mumbru.

Alte Bekannte: Oldenburgs Seth Hinrichs lief 2019/20 für Ulm auf.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird am Mittwoch ab 18.15 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Florian von Stackelberg.