Nach vier Niederlagen in Serie kehren die Fitness First Würzburg Baskets (12:8) in die Erfolgsspur zurück. Der 70:54-Heimsieg gegen die MLP Academics Heidelberg (5:15) wird allerdings deutlich schwieriger herausgespielt, als es das Resultat vermuten lässt.
Spielverlauf und Wendepunkte: Was für ein Festival ... ein Turnover-Festival. Die erste Halbzeit war mit einem Wort: zäh. Würzburg kam nach 20 Minuten auf 13 Ballverluste, Heidelberg auf zwölf. Irre. Das bedingte den Lowscore von 25:23 zur Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde es etwas besser. Gefühlt kam kein einziger offener Wurf heraus, alles war schwergängig. Da waren solche Bonuspunkte wie das Dreipunktspiel von Charles Thompson plus Freiwurf für ein technisches Foul zum 34:30 (25.) umso wertvoller. Die Academics konterten mit einem seltenen Dreier, und für einen Moment wirkte es, als ginge der Knoten in dieser Begegnung auf. Das traf nur eingeschränkt zu, aber immerhin blieb die Partie so lange spannend. Die erste zweistellige Führung warf Marcus Carr erst kurz vor Schluss heraus (59:48/37.).
Duell im Fokus: In einem Spiel mit Würzburger Beteiligung erwartet man, dass die Guards im Mittelpunkt stehen. Doch Carr (12 Punkte, 7 Assists) wurde erst spät wach, Brae Ivey (1/5) war völlig von der Rolle. Stattdessen lieferten sich die Bigs beider Teams ein amtliches Duell, aus dem die der Baskets als Gewinner hervorgingen. Thompson (11 Punkte, 11 Rebounds) und Eddy Edigin (4/9) waren mit ihrem Rebounding entscheidend, wenngleich Heidelbergs Mateo Seric (14/5) und Marcel Keßen (14/7) alles dagegensetzten.
Zahlen, bitte: 18:14 lautete die finale Turnover-Statistik. Sah gar nicht so übel aus und bedeutete zugleich, dass die Gastgeber in der zweiten Halbzeit nur fünfmal den Ball verloren, der Vorletzte sogar nur zweimal.
Rekordverdächtig: Ryan Mikesell gelangen fünf Steals, locker ein BBL-Bestwert für den Heidelberger.

Spieler der Partie: Johnathan Stove führte die Franken zwar mit 19 Punkten an, doch der Zuschlag für diese Auszeichnung geht an Double-Double-Maschine Thompson.
Die Deutschen: Neben Seric und Keßen überzeugte bei den Gästen auch Erol Ersek mit zehn Punkten.
Am Rande der Bande: Würzburg muss weiter auf Alen Pjanic verzichten, Heidelberg auf Michael Weathers.
Wie geht’s weiter: Die Würzburger treten am Mittwoch (18.30 Uhr) beim Tabellenletzten Basketball Löwen Braunschweig an. Heidelberg spielt am selben Tag um 20 Uhr bei den NINERS Chemnitz.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.


















