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Home/Newscenter/Chemnitz empfängt Heidelberg: Playoffkampf und Abstiegsangst im Duell der Rückkehrer

VorberichteChemnitz empfängt Heidelberg: Playoffkampf und Abstiegsangst im Duell der Rückkehrer

16. Februar 2026
Die besondere Brisanz: Die NINERS Chemnitz kämpfen um den Anschluss an die Playoff-Ränge, die MLP Academics Heidelberg um den Klassenerhalt. Aktuell läuft es bei beiden Teams nicht wie erhofft. Chemnitz ist auf Rang zwölf zwar mit neun Siegen nur einen weiteren vom Sprung in die Top Ten entfernt, nach zuletzt vier Playoff-Teilnahmen in Folge sind die NINERS aber auch etwas mehr gewohnt. Für Heidelberg hingegen geht es aktuell nur um den Klassenerhalt. Der Ausflug in die Playoffs letztes Jahr war ein positiver Ausreißer nach oben, wovon wieder geträumt werden kann, wenn die Ligazugehörigkeit für kommende Saison gesichert ist.

Die besondere Brisanz: Die NINERS Chemnitz kämpfen um den Anschluss an die Playoff-Ränge, die MLP Academics Heidelberg um den Klassenerhalt. Aktuell läuft es bei beiden Teams nicht wie erhofft. Chemnitz ist auf Rang zwölf zwar mit neun Siegen nur einen weiteren vom Sprung in die Top Ten entfernt, nach zuletzt vier Playoff-Teilnahmen in Folge sind die NINERS aber auch etwas mehr gewohnt. Für Heidelberg hingegen geht es aktuell nur um den Klassenerhalt. Der Ausflug in die Playoffs letztes Jahr war ein positiver Ausreißer nach oben, wovon wieder geträumt werden kann, wenn die Ligazugehörigkeit für kommende Saison gesichert ist.

Status Quo: In der easyCredit BBL gab es für die NINERS zuletzt zwei wichtige, emotional wertvolle Siege. Auf den prestigeträchtigen 79:75-Erfolg im Ostderby gegen den SYNTAINICS MBC folgte vergangenen Sonntag ein 105:100 bei den VET-CONCEPT Gladiators Trier. Die sind - nicht erst seit offizieller Anpassung ihrer Saisonziele – ernsthafte Konkurrenz im Kampf um die Playoffs. Für die MLP Academics setzte es hingegen nicht nur zwei Niederlagen, sondern richtige Schlappen. Auf ein 63:106 gegen den FC Bayern Basketball folgte letzten Freitag ein 54:70 bei den Fitness First Würzburg Baskets. Da kommt das anstehende Länderspielfenster vielleicht gerade recht: Denn nach dem 21. Spieltag geht es – mit Ausnahme der Teams im BMW TOP FOUR um den BBL Pokal – bis März in die Pause. Es ist die letzte große Unterbrechung in der Liga und zugleich die letzte Möglichkeit, nochmals in aller Ruhe ein paar Dinge anzupassen. Und wer möchte nicht mit einem Siegesgefühl in diese Pause gehen?

Duell im Fokus: Für Marcel Keßen und Osun Osunniyi wird es ein harter Arbeitstag. Denn in Kevin Yebo und Amadou Sow verdienen sich die besten Punktesammler der NINERS ihre Zähler vor allem an und in der Zone. Yebo führt mit seinen 16,4 Punkten pro Spiel nicht nur sein Team an, sondern ist einer der zehn besten Scorer der Liga. Sow steuert als zweitbester Chemnitzer 14,6 Punkte bei, fehlt allerdings seit knapp einem Monat verletzungsbedingt. Für ihn springt aktuell Yordan Minchev in die Bresche, der mit 22 Punkten und sieben Rebounds frisch in der Starting Five des vergangenen Spieltags stand. Auch bei den Rebounds sind Yebo und Minchev das Maß aller NINERS. Minchev greift 6,5 Rebounds pro Spiel ab, Yebo 6,2 – nur Sow fängt mit 7,1 noch mehr. Offensiv spielen Keßen mit 9,1 und Osunniyi mit 6,7 Punkten pro Spiel keine Rolle der gleichen Größenordnung. Und bei den Rebounds haben die Center mit 3,4 (Keßen) und 4,7 pro Spiel statistisch ebenfalls das Nachsehen. Doch vielleicht bremsen sie ihre Gegner mit Blocks entscheidend aus? Osunniyis 1,2 Blocks pro Spiel sind der viertbeste Wert in der Liga, davon sind Minchev (0,3) und Yebo (0,2) weit entfernt. Zudem mischt in dieser Statistik noch ein anderer Heidelberger Spieler mit: Michael Weathers räumt im Schnitt 1,4 Würfe pro Spiel ab und ist damit drittbester Shotblocker in der Basketball Bundesliga.

Sonstiges: 2,08 Meter misst Osunniyi offiziell, das bringt Vor- und Nachteile mit sich. Ein Nachteil: „Hosen kaufen ist nervig“, sagt er auf der Webseite der MLP Academics. Ein Vorteil wiederum, von dem er wie geschrieben Gebrauch macht: Blocks.

Alte Bekannte: Yebo und Keßen spielten 2020/21 zusammen in Bremerhaven.

Paul Zipser (mit Ball) und die MLP Academics gastieren in Chemnitz. (Foto: Lukas Adler)

Rückkehrer im Duell: Sie waren Erfolgsfaktoren der Vorsaison und kamen als Hoffnungsträger wieder. Auf dem Flügel stehen sich Ryan Mikesell und Aher Uguak gegenüber, die beide Anfang des Jahres zu ihren Teams zurückkehrten; Mikesell von seiner Zwischenstation bei den London Lions, Uguak aus langer Verletzung. Gerade Mikesell übernimmt seitdem wieder viel Verantwortung im Trikot der MLP Academics, steht nach sechs Spielen bei einem Punkteschnitt von 12,0 und das bei durchschnittlich über 30 Minuten auf dem Parkett. Bei den letzten beiden Niederlagen gegen München und in Würzburg verbuchte er aber gerade mal sechs je Partie. Dafür liefert er mit 5,5 Rebounds und 4,5 Assists pro Spiel an anderer Stelle wichtige Impulse. Zudem gewann Heidelberg von den sechs Spielen mit ihm auf dem Parkett drei – und damit bereits eins mehr als aus den 14 zuvor ohne ihn. Chemnitz‘ Rückkehrer Uguak stand in fünf Partien für die NINERS im Kader, dabei kommt er mit gut 25 Minuten pro Spiel ebenfalls auf ordentliche Anteile. Mit 3,0 Punkten pro Spiel ist seine statistische Ausbeute aber deutlich geringer; dazu lieferte er erst zwei Assists überhaupt. Bei seinen Einsätzen gab es bisher drei Niederlagen und zuletzt eben zwei Siege, dennoch dürfte er aufgrund seiner defensiven Stärken ein wichtiger Faktor gegen Mikesell sein.

Am Rande der Bande: Bei Chemnitz fehlten zuletzt in Amadou Sow und Julian Steinfeld zwei Spieler unter dem Korb. Auch bei Heidelberg ist die Personaldecke dünn: Topscorer DJ Horne fiel gegen Würzburg krankheitsbedingt aus; Michael Weathers und Samuell Williamson fehlten angeschlagen.

Zahlen, bitte: Offensive gewinnt Spiele. Viel mehr gibt es bei diesem Duell vorweg nicht zu schreiben. Mit 85,6 Punkten pro Spiel legen die NINERS im Schnitt knapp acht mehr auf als Heidelberg. Das steht mit 77,7 Punkten am Ende der Tabelle, und gegen München und in Würzburg kam das Team vom Neckar gerade mal auf 63 bzw. 54 Punkte. Defensiv ist der Unterschied dagegen statistisch nicht so groß: 85,5 Punkte kassierten die Gäste bisher im Schnitt, Chemnitz mit 87,4 sogar etwas mehr. Ins Gewicht fällt noch der Distanzschuss. Mit 10,8 getroffenen Dreiern pro Spiel macht kein Team mehr Punkte aus der Distanz als Chemnitz, hier liegen die MLP Academics mit 8,3 auf Rang 16. Allerdings drückt Chemnitz mit 32,1 Dreiern pro Spiel so oft ab wie sonst niemand.

Die ewige Bilanz: 15 Spiele stehen zu Buche, von denen neun Siege an die NINERS Chemnitz gingen. Darunter ein Viertelfinale im BBL-Pokal der letzten Saison, in dem Heidelberg das Team aus Sachsen rauswarf. Auch im Playoff-Viertelfinale standen sich die Teams 2025 gegenüber, wobei Heidelberg ebenfalls mit 3:1 gewann und ins Halbfinale einzog.

Das Hinspiel ging am dritten Spieltag der Saison mit 90:83 an Chemnitz. Den Sieg machte das Team aus Sachsen erst in letzter Minute klar, angeführt von Topscorer Yebo, der mit 20 Punkten und zehn Rebounds dabei sein erstes (von drei) Double Double der Saison auflegte.

Im Blick des Bundestrainers: Kostja Mushidi hat sich als MVP des Monats Januar in der easyCredit BBL deutlich in Stellung gebracht für eine Nominierung zu den anstehenden WM-Qualifikationsspielen gegen Kroatien. Daran ändert auch die Maske nichts, mit der er gegen Trier nach erneutem Nasenbruch wieder aufgelaufen war.

Was die Lokalpresse schreibt: Chemnitz' Trainer Rodrigo Pastore plauderte schon mal ein wenig über das bevorstehende Länderspielfenster und dass sein Team vier Spieler dafür abstellen wird. Klar war es im Fall von Minchev, der für Bulgarien aufläuft, und Mushidi ist ein Kandidat mit guten Aussichten für das deutsche Team. Nach Informationen der Freien Presse wird es zudem zwei Debütanten geben: Yebo wird wohl nach einiger Anlaufzeit der Einladung zum Nationalteam der Elfenbeinküste folgen. Und Nike Sibande soll aufgrund familiärer Wurzeln für Uganda auflaufen.

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Anfang März stehen also die nächsten Spiele in der WM-Qualifikation an, damit Deutschland als Weltmeister zur Mission Titelverteidigung antreten kann. Noch etwas mehr Zeit bis zur ersten WM haben die aktuellen U15-Nationalspieler des Deutschen Basketball Bundes. 23 von ihnen haben gerade eine Einladung von Ex-Bundestrainer Dirk Bauermann und Steffen Hamann zum „Burkhard Wildermuth Camp“ nach Heidelberg erhalten. Darunter in Liam Böhme und Finn Thönelt zwei Spieler aus der Nachwuchsakademie der NINERS Chemnitz. Deutschlands Basketball ist eben nicht nur gerade mad sexy, sondern legt in der Jugend schon Grundsteine, damit das so bleibt.

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Mittwoch ab 19:45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Michael Körner.