Einen Abend mit Bestmarken erleben 3.140 Zuschauer in Vechta: Gastgeber RASTA setzt sich gegen die Basketball Löwen Braunschweig mit 120:98 durch. Keinem Team gelangen zuvor 44 Punkte in einem Viertel und 75 Punkte in der ersten Halbzeit. Alonzo Verge avanciert mit 29 Punkten zum Topscorer des Abends.
Spielverlauf und Wendepunkt: RASTA Vechta mauserte sich zuletzt zum Team der Stunde in der easyCredit Basketball Bundesliga und wollte sich im Rennen um einen Platz in der Postseason auch nicht von den Basketball Löwen Braunschweig aus dem Tritt bringen lassen. Für die Gäste geht es um den Klassenerhalt, der Tabellenletzte darf sich eigentlich keine Niederlage mehr erlauben.
Was den Braunschweigern dann allerdings in den ersten 20 Minuten widerfuhr, ließ die kleinen Hoffnungen auf den Verbleib in der Beletage gefühlt noch deutlich kleiner werden. Zwar gelangen den Löwen ordentliche 50 Punkte, allerdings kassierten sie unglaubliche 75 – davon 44 im zweiten Viertel. Noch nie zuvor hatte ein Team im Oberhaus diese Marke in einem Viertel erreicht, auch 75 Punkte zum Seitenwechsel markieren eine historische Zahl.
Damit war der Abend vorzeitig entschieden, denn trotz seriöser Gegenwehr in der zweiten Halbzeit gelang es den Gästen nicht mehr, die Partie noch in einen Bereich zu führen, den man hätte spannend nennen können. Für Braunschweig bleibt die Lage prekär, Vechta hat nach neun Siegen in den vergangenen zehn Spielen (fünfmal knackten sie dabei die 100-Punkte-Grenze) bei einer Bilanz von 16-15 sogar noch Chancen auf eine direkte Playoffqualifikation.
Abstiegskampf / Kampf um die Postseason: Ein Blick in unseren Tabellenrechner zeigt, dass weder für Vechta noch für Braunschweig eine Entscheidung gefallen ist.
Zahlen, bitte: Starke 65 Prozent ihrer Feldwürfe versenkten die Schützlinge von Headcoach Christian Held, Braunschweig kam auf 52 Prozent. Keinen Trost liefert der Mannschaft von Trainer Ramon Diaz der Umstand, sowohl bei den Rebounds (32:30) als auch bei den Assists (23:19) die Nase vorn gehabt zu haben.
Rekordverdächtig: Die insgesamt 125 Punkte zur Halbzeit reichen für den dritten Platz in der Historie (zweimal waren es 127: Gießen gegen Tübingen 2017 und Bamberg gegen Bayreuth 2023). Die 69 Punkte im zweiten Viertel sind der höchste jemals erzielte Wert in einem zweiten Spielabschnitt, und 44 Punkte hatte zuvor noch nie eine Mannschaft in einem einzelnen Viertel erzielt (bisherige Bestmarke waren 43 Zähler, aufgestellt von RASTA – gegen Braunschweig im Jahr 2019!).

Spieler der Partie und Award-Anwärter: Mit seinen 29 Punkten betrieb Vechtas Alonzo Verge erneut Werbung in eigener Sache, denn der Guard ist selbstredend ein Kandidat für die Auszeichnung als bester Offensivspieler der Saison.
Die Deutschen: Philipp Herkenhoff kam bei den Gastgebern auf 15 Zähler, Lars Thiemann erhielt in Abwesenheit des verletzten Tibor Pleiß wieder viel Spielzeit und nutzte diese im RASTA-Trikot für acht Punkte und sieben Rebounds. Bei den Gästen überzeugte Ferdinand Zylka mit 22 Punkten.
Am Rande der Bande: Bei den Ausfällen kamen erneut einige Spieler zusammen: Bei Vechta waren Tibor Pleiß, Joschka Ferner und Booker Coplin nicht im Einsatz, bei Braunschweig fehlten Barra Njei, Luka Scuka und Philipp Hartwich.
Wie geht’s weiter: Vechta gastiert am Sonntag, 3. Mai, beim FC Bayern Basketball. Die Braunschweiger sind am Samstag, 2. Mai, daheim gegen die MHP RIESEN Ludwigsburg gefordert.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.



















