ALBA BERLIN gewinnt am Mittwochabend ein vorgezogenes Spiel des 33. Spieltags der easyCredit BBL mit 89:77 bei ratiopharm ulm. Die Albatrosse feiern somit ihren 22. Saisonsieg und haben einen Platz unter den ersten vier der Tabelle und somit Heimrecht in der ersten Playoff-Runde sicher. Bester Werfer des Abends ist Ulms Mark Smith mit 20 Punkten.
Spielverlauf und Wendepunkt: Als Justin Simon nach 22 Sekunden die ersten zwei Punkte des Spiels für Ulm markierte, dachte wohl niemand in der ratiopharm Arena, dass dieser der letzte Treffer aus dem Feld für die Gastgeber in den nächsten gut zehn Minuten gewesen sein würde. ALBA übernahm direkt die Kontrolle über das Spiel und erarbeitete sich gegen verunsichert wirkende Ulmer eine 23:5-Führung nach dem ersten Viertel. Als der Vorsprung drohte, auf über 20 Punkte anzuwachsen, wachte das Team von Ty Harrelson aber auf und arbeitete sich durch einige Ballgewinne, die man in Punkte ummünzen konnte, zurück ins Spiel. Nach einem Buzzerbeater von Martin Hermannsson wurden beim Stand von 48:39 zu Gunsten der Albatrosse die Seiten gewechselt.
Nach Wiederbeginn knabberte Ulm weiterhin sukzessive den Rückstand weg. Mehrfach war man bis auf einen Zähler dran, verpasste es aber, die Führung zu übernehmen. Zum Viertelende war es erneut Hermannsson, der in der letzten Sekunde traf und auf 69:65 für seine Farben stellte. Im Schlussabschnitt zeigte sich das gleiche Bild: Ulm rannte an, Berlin hatte die passenden Antworten. Mit einem Dunking von Chris Ledlum glichen die Spatzen zwischenzeitlich sogar aus, aber es reichte nicht, um die Führung zu übernehmen. Die Abgezocktheit von Justin Bean und Jack Kayil brachte schließlich den Sieg für ALBA unter Dach und Fach.
Rekordverdächtig: Fünf Punkte im ersten Viertel, 34 in den zweiten zehn Minuten. 29 Punkte Unterschied in zwei aufeinanderfolgenden Viertel klingen rekordverdächtig. Ob es wirklich eine einmalige Steigerung war, gibt die Datenbank leider nicht her. Bemerkenswert ist es aber allemal, was Ulm hier bot.
Duell im Fokus: Im letzten WM-Qualifikationsspiel der deutschen Nationalmannschaft noch Teamkollegen, aber auch gleichzeitig Konkurrenten um Minuten und zukünftig um einen Kaderplatz, nun wieder Kontrahenten in unterschiedlichen Teams: Jack Kayil und Nelson Weidemann trafen auf der Eins teils im direkten Duell aufeinander. Am Ende war Berlins Youngster etwas effizienter: 17 Punkte und zwei Assists standen für Kayil im Boxscore. Weidemann kam auf elf Zähler und drei Vorlagen.

Spieler des Spiels: Auch wenn er die Schlussphase angeschlagen von der Bank aus verfolgen musste, war Martin Hermannsson der Spieler des Abends. Zwei Körbe zum Viertelende und 15 Punkte, drei Rebounds und vier Assists sprechen für sich.
Die Deutschen: Neben den bereits erwähnten Kayil und Weidemann überzeugte auch Malte Delow mit 13 Puntken und acht Rebounds.
Alte Bekannte: ALBAs jüngste Nachverpflichtung Michael Rataj blickt auf eine Vergangenheit in Ulm zurück. An alter Wirkungsstätte kam der ehemalige College-Spieler aber nur knappe drei Minuten zum Einsatz.
Am Rande der Bande: ... verfolgte Karim Jallow die Partie. Die frühere Ulmer Identifikationsfigur, aktuell bei Virtus Bologna unter Vertrag, saß auf der Tribüne der ratiopharm Arena. Ebenfalls auf der Tribüne hatte sich Ulms Meister-Point-Guard Yago dos Santos platziert.
Wie gehts weiter: Ulm hat am Wochenende direkt das nächste Heimspiel im Kalender stehen: In drei Tagen gastieren die Veolia Towers Hamburg in der Münsterstadt. Berlin spielt am Sonntag in Frankfurt.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.



















