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Home/Newscenter/Nach 94:74-Blowout: Oldenburg hofft weiter auf die Play-Ins / Luft für Heidelberg wird dünner

NachberichteNach 94:74-Blowout: Oldenburg hofft weiter auf die Play-Ins / Luft für Heidelberg wird dünner

25. April 2026

Drei Siege Rückstand auf das rettende Ufer bei noch drei zu absolvierenden Spielen: Für die MLP Academics Heidelberg wird ein Abstieg immer wahrscheinlicher. Mit 74:94 zieht der Tabellenvorletzte bei den EWE Baskets Oldenburg deutlich den Kürzeren. Die Donnervögel klopfen hingegen wieder stärker an die Tür zu den Play-Ins.

Spielverlauf und Wendepunkt: Gegen Bamberg hatte Oldenburgs Chris Clemons sein schwächstes Saisonspiel absolviert (6 PTS, 1/11 FG), mit neuer Frisur und offenem Haar platzte nun der Knoten wortwörtlich: Der Point Guard traf seine ersten vier Dreier und führte sein Team zur zweistelligen Führung (18:7). Die Donnervögel packten auch in der Verteidigung zu, forcierten im ersten Viertel sieben Ballverluste und flogen auf 32:16 davon. Im zweiten Durchgang fanden die Gäste dank Dreier und Abschlüssen in Korbnähe zwar ihren Rhythmus, konnten die Oldenburger aber defensiv zu selten stoppen, um ihren Rückstand in den einstelligen Bereich zu drücken.

Das Bild der Heidelberger Ballverluste und Oldenburger Dreier zeichnete sich auch zu Beginn des dritten Viertels ab, bei den Donnervögeln flog Michale Kayser Ende des Durchgangs zu seinem nächsten Alley-Oop ein und stopfte zur 77:52-Führung. Somit war die Partie vor dem Schlussabschnitt entschieden.

Ein Lächeln für den Topscorer. Seth Hinrichs weiß, was er an Chris Clemons hat. (Foto: Ulf Duda)

Abstiegskampf / Kampf um die Postseason: Nach der 23. Niederlage wird die Luft für Heidelberg immer dünner, wie auch unser Tabellenrechner zeigt: Die Academics (8-23) müssen ihre restlichen drei Spiele gewinnen, Jena (11-20) als Drittletzter muss alle drei Partien verlieren; nur dann sichern sich die Heidelberger den Klassenerhalt (wobei die Academics bei einem Zweiervergleich gegen Jena auch eine 83:87-Niederlage aus dem Hinspiel wettmachen müssen). Die Oldenburger (14-17) haben derweil weiter die Play-Ins im Visier, der Zwölfte hat nur eine Niederlage mehr auf dem Konto als der Zehnte Chemnitz (14-16).

Zahlen, bitte: Die Oldenburger Offensivstärke zeigte sich unter anderem von Downtown, wo die Donnervögel (13/29 3P; 44,8%) 18 Punkte mehr erzielten als Heidelberg (7/26 3P; 26,9%).

Spieler der Partie: Chris Clemons begann heiß und erzielte zwölf der ersten 18 Oldenburger Punkte. Am Ende hatte er in 23 Minuten ebensoviele Punkte auf dem Konto, dabei traf der Guard sieben seiner acht Würfe aus dem Feld. Vier Assists kamen hinzu, womit Clemons erneut seinen Status als Award-Anwärter zeigte: als einer der besten Offensivspieler der Liga.

Die Deutschen: Bei Oldenburg kam Nicholas Tischler auf 16 Zähler (3/4 3P) und drei Steals, bei Heidelberg erzielte Marcel Keßen gegen seinen ehemaligen Club 17 Zähler (7/10 FG) und war effektivster Spieler seines Teams.

Am Rande der Bande: Neben den verletzten Guards DJ Horne und Kevin McClain mussten die Heidelberger auch auf Michael Weathers verzichten, der nach seinem disqualifizierenden Foul im Spiel gegen Ludwigsburg für eine Partie gesperrt worden war. Bei Oldenburg setzte James Woodard aus.

Wie geht’s weiter: Die Oldenburger gastieren am kommenden Samstag in Trier, für die Heidelberger geht es gegen zwei weitere Teams aus dem Tabellenkeller: Am Montag, dem 4. Mai, sind die Weißenfelser in Heidelberg zu Gast, am darauffolgenden Donnerstag geht es für die Academics zum vielleicht entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt nach Jena.

Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.