Geht für den SYNTAINICS MBC (12:17) nun sogar noch etwas mehr? Nach dem 99:94-Erfolg gegen die Veolia Towers Hamburg (12:16) sind die Weißenfelser nur noch einen Sieg von einem Play-In-Rang entfernt.
Spielverlauf und Wendepunkte: Die Gastgeber legten einen 10:0-Start (4.) vor, setzten sich nach einem Dreier des gut aufgelegten Marcus Foster zeitweise bis auf zwölf Punkte ab (28:16/9.). Vom zweiten Viertel an begann Hamburg allerdings, die defensive Intensität zu erhöhen. Vor allem nach dem Seitenwechsel hatten die Norddeutschen ihren Rhythmus gefunden. Zacharie Perrin brachte sie von der Freiwurflinie erstmals in Führung (53:52/24.). Treibende Kraft hinter dem Comeback war allerdings Devon Daniels, der beinahe aus allen Lagen traf. Was sich wortgleich von Charles Callison behaupten lässt, der im Schlussviertel so richtig aufdrehte und den Wölfen dabei half, das Match abermals zu drehen. Daniels hätte eine Sekunde vor Schluss per Dreier ausgleichen können, verfehlte aber deutlich. Im Gegenzug wurde Callison gefoult und stellte den Sieg sicher.
Abstiegskampf/Kampf um die Postseason: Theoretisch kann der SYNTAINICS MBC zwar noch absteigen, wie unser Tabellenrechner zeigt. Realistisch ist das angesichts von fünf Siegen Vorsprung auf den Vorletzten aus Heidelberg allerdings nicht mehr. Viel mehr schielen die Sachsen-Anhalter auf die Play-Ins. Die können auch die Hamburger noch erreichen, die ein Spiel mehr in der Hinterhand haben.
Duell im Fokus: Daniels hatte eine Phase, in der er praktisch nicht daneben werfen konnte. Mit 25 Punkten, fünf Rebounds und vier Assists hielt er die Türme lange Zeit eigenhändig im Spiel. Doch am Ende hatte ein anderer balldominanter Guard die Oberhand. Callison lief am Ende heiß, erzielte elf seiner 23 Zähler in den finalen zehn Minuten, garnierte diese Topleistung noch mit acht Vorlagen.
Zahlen, bitte: Mit 18 von 27 Freiwürfen (66,7 Prozent) ließen die Hamburger wichtige Punkte liegen.
Rekordverdächtig: Spencer Reaves stellte mit fünf Steals eine neue persönliche Bestleistung auf.

Spieler der Partie: Machen wir es kurz und schmerzlos: Die einfache Wahl fällt auf Callison. Wobei auch Khyri Thomas (21 Punkte) und Foster (19) überzeugten.
Die Deutschen: Reaves kam zusätzlich zu seinen fünf Ballgewinnen noch auf 13 Punkte sowie jeweils vier Rebounds und Assists. Kresimir Nikic half den Hausherren mit fünf Zählern. Bei den Towers fielen besonders Niklas Wimberg mit elf sowie Osaro Rich mit zehn Punkten auf.
Am Rande der Bande: Ex-Wolf Martin Breunig verpasste wegen einer Muskelverletzung die Rückkehr in die Halle seines größten Triumphs, des Pokalsiegs 2025.
Sonstiges: Der Spieltag steht im Zeichen der Dyn- und BBL-Initiative Move your Sport, bei der vor allem die deutschen Talente im Mittelpunkt stehen. In Weißenfels wurde allerdings lediglich Jared Grey aufseiten der Hamburger für vier Minuten eingesetzt, in denen er punktlos blieb.
Wie geht’s weiter: Der MBC tritt am Sonntag, 19. April (15 Uhr), bei den Basketball Löwen Braunschweig an. Die Towers empfangen am selben Tag um 18 Uhr RASTA Vechta.
Video: Highlights zu dieser Partie gibt es in Kürze hier bei Dyn oder auch auf dem Youtube-Kanal von Dyn und der Liga.





















