Die besondere Brisanz: Wie knapp es fünf Spieltage vor Ende der Hauptrunde in der easyCredit BBL noch zugeht, zeigt das Main-Duell zwischen den Fitness First Würzburg Baskets und den SKYLINERS aus Frankfurt. Beide benötigen jeden Sieg, und da das Hinspiel bereits eine richtig enge Kiste war, könnte wieder ein Krimi garantiert sein.
Abstiegskampf / Kampf um die Postseason: Schaffen es die Würzburger (16:12-Siege) unter ihrem Headcoach Sasa Filipovski das dritte Jahr in Folge direkt in die Playoffs oder müssen sie diesmal den Umweg über die Play-Ins nehmen – oder verpassen sie die Postseason vielleicht sogar doch noch komplett? Und dürfen die Frankfurter (12-17) nach dem 30. Spieltag weiter davon träumen, mit Klaus Perwas als Headcoach zum ersten Mal seit 2018 die Postseason zu erreichen – oder müssen sie doch noch mal im Rückspiegel beobachten, ob die Abstiegsränge näher rücken? Laut Tabellenrechner ist noch alles möglich. Der Ausgang dieser Partie wird zwar keine der beiden Fragen endgültig entscheiden, aber doch eine klare Tendenz vorgeben.
Status quo: Die Würzburger fuhren zuletzt einen 87:69-Sieg in Jena ein, bei dem sie in Korbnähe dominierten (30:16 Punkte in der Zone). Frankfurt dagegen hat zuletzt zwei Packungen mit jeweils 20 Punkten Differenz kassiert: zuerst ein 75:97 in Hamburg, dann ein 73:93 zu Hause gegen Kellerkind Heidelberg. Angesichts des schweren Restprogramms (gegen Berlin und Bonn, in Chemnitz und gegen Ulm) würde ein Sieg in Würzburg Mut machen bezüglich der Chancen auf die Play-Ins und eben auch den Klassenerhalt, wie hier auch die Offenbach-Post schreibt.
Das Hinspiel … am 22. November war mit 82:80 für Frankfurt eine knappe Nummer. Selbst ohne den angeschlagenen Topscorer Jaedon LeDee, der damals für die SKYLINERS noch am Brett dominierte, holte man 12:5 Offensivrebounds und machte 23:4 Punkte aus zweiten Chancen:
Duell im Fokus: Bei Würzburg stehen fast schon traditionell Guards von der anderen Seite des Atlantiks im Fokus, aber bei Frankfurt in dieser Spielzeit auch: Marcus Carr (17,5 PPG, 42,1 FG%), Davion Mintz (16,8, 44,5) und Brae Ivey (11,5, 40,1) punkten bei den Franken zweistellig, bei Frankfurt tun dies Isaiah Swope (15,9, 41,7) und Will Christmas (12,2, 42,7) auch bereits über die gesamte Saison und der kürzlich nachverpflichtete Tyger Campbell (13,5, 44,4) seit vier Partien. Aber bei Frankfurt punktet außerdem auch noch Big Man Till Pape zweistellig (12,5, 57,3) – und damit gibt es auch auf den großen Positionen ein interessantes Duell, denn …
Alte Bekannte: … David Muenkat wechselte im vergangenen Sommer von Frankfurt nach Würzburg …
Im Blick des Bundestrainers: … und könnte jetzt auf der Vier auf eben diesen Till Pape treffen. Der Frankfurter Big Man debütierte am 1. Dezember 2025 in der WM-Quali für das DBB-Team und war im Hinspiel mit 21 Punkten Topscorer der Gastgeber. Weitere Gegenspieler für Pape wären seine Landsmänner Eddy Edigin Jr. und Christian Skladanowski.

Die ewige Bilanz: Von 24 BBL-Hauptrundenspielen seit 2011 gewann Würzburg 13 und Frankfurt elf.
Award-Anwärter: Kann Würzburg das dritte Jahr in Folge den Liga-MVP stellen? Nun ja, Marcus Carr ist fünftbester Scorer der Liga (17,5 PPG) und legt dazu 5,7 Assists pro Spiel auf – und ist damit schon einer der Kandidaten für den besten Offensivspieler der Liga. Aber um wertvollster Spieler der Liga zu werden, müsste er schon ganz ordentlich explodieren zum Saisonende, um noch an Kandidaten aus München, Bamberg oder auch Trier vorbeizukommen …
Zahlen, bitte: Würzburg hat ligaweit die wenigsten Feldwurfversuche (61,9 pro Spiel). Mit einer soliden Quote von 45,8 Prozent liegt man allerdings im Mittelfeld des Tableaus.
In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Der 18-jährige Jamie Edoka hat bei den SKYLINERS diese Saison bis jetzt in vier Spielen im Schnitt vier Minuten Einsatzzeit bekommen. Das ist nicht viel, heißt aber nicht, dass der Jüngling kein Game am Start hat, denn am vergangenen Wochenende hat er die U18-Junioren des DBB zum dritten Titel in der fast 70-jährigen Geschichte des Albert Schweitzer Turniers in Mannheim geführt und wurde anschließend als MVP geehrt. Im Finale gewann das deutsche Team gegen Slowenien mit 83:79, aber richtig mad sexy war die spätere Dusche in der Kabine für Nachwuchs-Bundestrainer Alan Ibrahimagic, den die eine oder der andere auch von früheren deutschen Titelerfolgen kennen könnte!
Fernsehen / Livestream: Das Spiel wird am Freitag ab 19.45 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator vor Ort ist Florian von Stackelberg.






















