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VorberichteIn der Erfolgsspur bleiben: Chemnitz kämpft um das Erreichen der Play-Ins, Bamberg um das Heimrecht im Viertelfinale

25. April 2026

Kampf um die Postseason: Für beide Teams geht es an den verbleibenden vier Spieltagen noch um einiges. Die NINERS Chemnitz (14:16 Siege) standen nach dem 30. Spieltag auf dem elften Platz, allerdings mit Anschluss an Rostock und Vechta auf den Rängen davor, die eine Teilnahme an den Play-Ins garantieren. Die BMA365 Bamberg Baskets (20:10 Siege) haben die Play-Ins bereits gebucht (Update: Und nach den Samstagsspielen sogar die Playoffs bereits sicher) und denken als Tabellendritter eher daran, das Heimrecht im Viertelfinale endgültig zu sichern; oder eventuell sogar noch am Zweiten Berlin vorbeizukommen, was auch in einem Halbfinale Heimrecht bedeuten würde.

Die zusätzliche Brisanz: Im ersten Schritt könnte das Team aus Franken mit einem Sieg am 31. Spieltag die direkte Playoff-Qualifikation rechnerisch sichern. Das wäre auch ein wichtiger Schritt Richtung Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde. Die NINERS können laut Tabellenrechner noch unter die Top sechs der Liga kommen, müssen aber ebenfalls einen Schritt nach dem anderen machen - der erste wäre ein Sieg, um den Druck auf die Play-In-Ränge zu erhöhen.

Status Quo: Bamberg hat zuletzt drei Siege in Serie geholt, mit 81:75 gegen Jena, einem 89:73-Auswärtssieg in Ulm und einem zuletzt deutlichen 83:61 gegen Oldenburg. Zudem kommen die Gäste mit zehn Siegen in fremder Halle als eines der stärksten Auswärtsteams dieser Saison nach Chemnitz; nur München und Berlin haben ebenfalls Siege im zweistelligen Bereich vorzuweisen. Die NINERS befinden sich allerdings auch im Aufwind: Auf ein 79:66 gegen Ulm folgte letzten Samstag der 76:73-Sieg gegen Jena, den Corey Davis gerade noch in letzter Sekunde klar machte (siehe unten). Und sicher würden die Gastgeber ihre Heimserie von zwei Siegen in Folge gerne fortsetzen.

Hinspiel: Ende Oktober gewann Bamberg zu Hause mit 96:82, Grundlage dafür waren ein starkes drittes Viertel (28:9) sowie ein ausgeglichenes Scoring, bei dem alle Bamberger Spieler punkteten, sechs von ihnen zweistellig.

Die ewige Bilanz: Nach elf Hauptrunden-Duellen seit 2020 steht es 6-5 für Chemnitz, wobei das Team aus Sachsen vier seiner Siege vor den eigenen Fans feiern konnte.

Duell im Fokus: Wir schauen auf die Fünf. Kevin Yebo hat über die letzten sechs Spiele satte 18,8 Punkte aufgelegt, ligaweit die drittmeisten. Im Hinspiel gegen Bamberg fehlte er, dafür trumpfte sein Teamkollege Amadou Sow mit einem Double-Double aus 23 Punkten und elf Rebounds auf. Das klingt nach viel Arbeit für Bambergs EJ Onu (7,3 Punkte und 4,3 Rebounds) als Starter auf der Fünf und seinen Backup Daniel Keppeler (4,8 Punkte und 2,3 Rebounds).

Zahlen, bitte: Mit Onu steht ein echter Defensiv-Turm in der Zone; er blockt ligaweit mit 2,3 Blocks pro Spiel die meisten Würfe. Überhaupt räumt Bamberg mehr Würfe ab als jedes andere Team der Liga (4,1). Chemnitz steht mit 1,8 Blocks pro Spiel auf Rang 15 am unteren Ende der Tabelle. Dazu kommt mit den Gästen das zweitbeste Offensivteam der Liga nach Sachsen; 89,3 Punkte machen sie pro Spiel, nur München ist mit 90,7 noch etwas besser. Auch hier hat Chemnitz mit 83,9 Punkten das Nachsehen. Wenige Punkte liegen lässt Bamberg zudem an den Freiwurflinie. Mit 80,3 Prozent getroffenen Versuchen ist kein Team sicherer.

Wenn EJ Onu für Bamberg einschwebt, kann auch Rodrigo Pastore nur noch staunen. (Foto: Daniel Löb)

Rekordverdächtig: Seit mittlerweile 30 Ligapartien sowie fünf Pflichtspielen im BBL Pokal schickt Bambergs Headcoach Anton Gavel dieselbe Startformation aufs Parkett: Cobe Williams, Ibi Watson, Richard Balint, Demarcus Demonia und EJ Onu - das ist ein BBL-Rekord. Chemnitz hat im Vergleich in den 30 BBL-Spielen 14 verschiedene Spieler starten lassen.

Award-Anwärter: Vor zwei Saisons wurde Rodrigo Pastore zum Trainer des Jahres gewählt, diesmal könnte Gavel diese Auszeichnung abräumen. Über weitere Awards wie "Aufregendster Athlet" oder "Beste Mikrowelle" - auch wenn sie so (noch) nicht vergeben werden -, hat sich Experte Stefan Koch in seiner aktuellen Kolumne "Kochs Nachschlag" Gedanken gemacht.

Am Rande der Bande: Gegen Jena musste Chemnitz auf Roman Bedime verzichten (Mandelentzündung), und Nike Sibande pausierte als siebter ausländischer Profi.

Im Blick des Bundestrainers: In der U23 stand Zachary Ensminger schon für Deutschland auf dem Feld, vielleicht folgt für den Bamberger Edelreservisten nach einer solchen Saison irgendwann die Nominierung von Alex Mumbru. Kostja Mushidi hat das Nationaltrikot im Herrenbereich bereits vier Mal getragen.

Meilensteine: Mushidi macht mit drei Assists die 300 in der Basketball Bundesliga voll. Aher Uguak stellte mit zwölf Punkten gegen Jena zuletzt eine persönliche Saisonbestleistung auf; überbietet er diese und macht 14 Punkte, knackt er die 1.000.

Was die Lokalpresse schreibt: Woran hat es gelegen? Kaderplanung, Verletztenmisere, fehlende Motivation? Die NINERS haben die Play-In-Qualifiaktion nicht mehr in der eigenen Hand und könnten damit erstmals seit 2021 die Postseason verpassen. Die FREIE PRESSE schaut nach 50 Chemnitzer Pflichtspielen in der aktuellen Saison auf mögliche Gründe und nimmt auch die Spieler in die Pflicht: "Die mitunter fehlende Motivation einiger Leistungsträger, von welcher sich manche Fans sogar an Abenden vor wichtigen Spielen in Diskotheken überzeugen konnten, hat deren Teamkollegen frustriert und zu internen Unstimmigkeiten geführt. Bereits vor Wochen haben die Profis begonnen, ihre weitere Karriere zu planen."

In Europa und weltweit – German Basketball is mad sexy: Warum in die Ferne schweifen, wenn das Derby liegt so nah? Beim Ost-Derby gegen Science City Jena nahm Corey Davis beim Stand von 73:73 den Ball zum letzten Angriff in die Hand – was dann passierte, am besten einfach anschauen, denn German Basketball ist einfach mad sexy!

Fernsehen / Livestream: Die Partie wird Montag ab 19:40 Uhr live hier bei Dyn übertragen. Kommentator ist Florian Pertsch.